Wenn sie wüssten

Was würde wohl der einstige Lehrer U. aus Moorsee, der Bauerschaft im Ortsteil von Abbehausen in der Gemeinde Nordenham/Landkreis Wesermarsch denken, wenn er wüsste, dass ich eines seiner Bücher, die vor mehr als 20 Jahren auf verzweigten Pfaden den Weg zu mir fanden, noch heute zur Hand nehme? Und würde sich der ehemalige Heidelberger Professor und Sprachwissenschaftler M. freuen, dass der „Kleine Pauly“, ein Lexikon der Antike aus seinem Besitz stammend, immer noch zu meiner Lieblingslektüre gehört? – Die einen lesen Erzählungen und Romane, ich tauche gern in Sach-/Fachbücher und Lexika ab. – Das „warum?“ zu erläutern, wäre eine weitere, eine ganz andere Geschichte.

Über und über mit Tinte “verkleckst” und damit (m)ein wichtiger Zeitzeuge: Eklogen

Und vielleicht wären die beiden Herren ebenso begeistert wie ich, dass ihre ihnen einst so vertrauten Bücher von mir oft genutzt werden, um heute u.a. einer in Kabul geborenen deutschen Schülerin Friedrich Schillers „Die Bürgschaft“ näher zu bringen? – Eines der Bücher ist 143 Jahre älter als „meine“ Schülerin!

Jede, jeder, jedes. Alles, was in der Antike Rang und Namen hatte, der Kleine Pauly kennt´s

Ich jedenfalls freue mich sehr über „das Vermächtnis“ der Akademiker.

Natürlich, nicht jede Schülerin und jeder Schüler geraten bei der Bearbeitung der Schillerschen Bürgschaft in Freudentaumel. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Heute hole ich diese einst „verweigerte“ Freude aber mit Vergnügen, wenn auch aus anderer Motivation, nach.

“Kennst Du die Kurzform der Bürgschaft?” Die Lieblingsfrage meines Opas. Und dann folgte seine ganz persönliche (humorvolle) Interpretation dieser Ballade