Exakt um 7.04 Uhr

Im letzten Augenblick sah ich ihn während seines Kurzaufenthalts in Wiefelstede. Der bisher sehr grüne und milde Herbst wurde am 20. Juni 2015 sehr überraschend vom Sommer abgelöst. Nun mögen die oder der eine und andere zu dieser Zeit noch unter der Dusche gestanden haben, doch ich versichere: “Wir hatten einen Sommer 2015!” – Er währte 17,43 Sekunden. Nur Ruben Zadkovich vom australischen Erstligisten Perth Glory war 2014 schneller: er wurde bereits 17 Sekunden nach seiner Einwechslung des Spielfeldes verwiesen.

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Campen vor der Haustür

Kurzentschlossen brechen wir auf. Der “Fliegende Holländer” steht für diesen Fall wie gewohnt komplett aufgerüstet und startklar bereit. Wir wollen zu einem Komfort- und Bungalowpark an einem großen See mit Bademöglichkeit im Herzen Ostfrieslands. Also, auf ans Tor zur Nordsee.

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Die freundliche  Stimme unserer elektronischen und satellitengestützten Reiseleitung will uns auf kühnen Wegen an den Nordgeorgsfehn- und den Großefehnkanal führen. Wir ignorieren sie und fahren auf der Grünen Küstenstraße und der Deutschen Fehnroute in Richtung des staatlich anerkannten Lufterholungsortes.

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Hätten wir auf die freundliche Navi-Dame gehört, wäre er uns entgangen, dieser Ritter der Landstraße. Etwas „fließender“ als 80 Km/h fahrend, habe ich ihn im Rückspiegel: einen in Flecktarn (Farbgebung “Winter”) lackierten Audi, diese Synthese aus kompromissloser Performance und Alltagstauglichkeit, mit einem blau beplanten Anhänger, der in etwa die Ausmaße eines mittleren Möbelwagens besitzt, im Schlepp. Ein tiefes Grollen kündigt das Modell aus der ABT-Schmiede an. Dann ist es auch schon, plane- und spriegelklappernd, an uns vorbei, reiht sich „kompromisslos“ ein und fährt gemeinsam vor und mit uns “in alltagstauglichem Tempo” in den Lufterholungsort ein. „Neues beginnt, wo Grenzen enden.“ (Werbeslogan Audi). Der gemeinsame Ampelstopp an der Kreuzung Oldenburger -/Hauptstraße, wir haben „den ABT“ inzwischen in der freien Linksabbiegerspur “hinter uns gelassen”, veranlasst den Fahrer noch einmal zu einer dezibelgeladenen Demonstration der von mir geschätzten 427,31 PS seines Hochleistungsfahrzeugs. Tja, und das war´s dann auch. Vielleicht erreicht auch er sein heutiges Ziel. Wir wünschen es ihm von ganzem Herzen und mit maximalem Drehmoment.

Wir sind angekommen. Der Campingplatz am Ottermeer liegt vor uns. Die Wagenburg wird in der Nähe des künstlich angelegten Sees errichtet und ab sofort heißt es: “Wochenende!” Mutterseelenallein stehen wir in der “Sektion K”. Luna hat inzwischen ihren Reviergang abgeschlossen, die zahlreichen Wildkaninchen, die bis jetzt gesellig in einer Kolonie umher hoppelten, sind durch die abrupte Veränderung ihres Sicherheitsumfeldes in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Das Rotkelchen nimmt uns wahr und kümmert sich unbeirrt und standhaft um die Fütterung seiner Jungen.

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Eigentlich wollen wir den nächstgelegenen örtlichen Italiener an diesem Abend besuchen, aber Flora und Fauna setzen sich gegen leckere Antipasti, Carpaccio, den italienischen Vorspeisen Klassiker, Pizza, Pasta und Parmaschinken durch.

Nun fehlt uns ein Pfund Brot. Die freundliche Dame im ansonsten wohlsortierten Kiosk hat leider nur noch Zwieback und Knäckebrot in ihrem Regal. Schnell ins Auto und im nächsten Discounter für Nachschub gesorgt. Der staatlich anerkannte Lufterholungsort verfügt über eine sehr gut ausgebaute Durchgangsstraße mit einer in Grau gehaltenen mittleren Abbiegespur, die zu wählen ich während meiner Entscheidungsfindung, welche Einfahrt zum Verbrauchermarkt ich nutzen könne, gedankenlos vergesse. Wild hupend macht mich der lokale, „übermütige“ Verkehrsdepp darauf aufmerksam. Dankbar grüße ich zurück, glaube eine gewisse Ähnlichkeit zum bereits erwähnten ABT-Fahrer zu entdecken, und erledige meine Besorgungen. Natürlich kann ich die original nach dem bayrischen Reinheitsgebot gebraute Bierspezialität mit dem Mönch auf dem Etikett nicht links liegen lassen und befreie vier halbe Liter prächtiger Braukunst aus der Tristesse des Bierregals. So, nun aber zurück ans Ottermeer.

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Gesellschaftspiel ist angesagt: Kniffeln. Ich und Spielen! Zwei Welten prallen aufeinander! Gnadenlos spiele ich meinen „Heimvorteil“ aus und gewinne an diesem Abend. Die beste Ehefrau von allen kennt dieses Würfelspiel nicht und so habe ich wenigstens heute den Hauch einer Chance.

„Es kommt ein neuer Morgen, es kommt ein neuer Tag.“ (Ein Titel der Iserlohner Pop-Rock-Band Luxuslärm (auch: LXSLRM)). – Erst denke ich an die preußische T9.3 (Anm.: EineTenderdampflok, die sowohl im Personenzug-, als auch im Güterzugverkehr verwendet wurde) der Museumsbahnen Schönberger Strand, wie diese durch Wiesen und Felder schnauft. Doch es ist einer der zahlreichen Jogger, der beängstigend geräuschvoll und dadurch weithin vernehmbar, das Ottermeer umrundet oder treffender “umtaumelt”. – „Nein, liebe Zuschauer, das ist keine Zeitlupe, der läuft wirklich so langsam.“ (Werner Hansch, Sportreporter)

An diesem Sonntag bekommt das Ottermeer viele Besucher. Sie treten vereinzelt, in Gruppen oder paarweise oder mit “Kind & Kegel” als Spaziergänger, Sportlerinnen und Sportler, Radler oder Hunde-Gassi-Geher auf. “Es gibt am ganzen Ottermeer nur leider keine Otter mehr.” Ob es an der intensiven Völkerwanderung liegt oder die Vertreter der amphibisch lebenden Unterfamilie der Marder hier ohnehin niemals heimisch war, wer weiß es schon? Auf alle Fälle ist es ein schönes Fleckchen Erde!

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„Tag  der offenen Tür“ im Camping- und Bungalowpark. Ein Aussteller aus dem Großraum Aurich stellt Wohnwagen und -mobile aus. Wir sind präsent und entdecken unseren Favoriten. Nein, nicht den Verkäufer, einen LMC Münsterland in exakt der Ausführung, wie wir sie brauchen (könnten). Ich schreibe dies sehr leise, denn ich habe die Befürchtung, unsere „Fliegender Holländer“ könnte von dieser Begegnung und unseren Gedanken „Wind bekommen“. Nein, das wollen wir nun ganz und gar nicht. Schließlich sind wir noch in der Wohnwagen-Testphase und bisher sehr zufrieden mit dem “Flying Dutchman”! Obwohl …

„Da haben die mal einen größeren Wohnwagen am Haken und schon denken sie, ihnen gehört die Straße!“ – Uih! Beunruhigende, ja unheilschwangere Worte aus dem Mund eines erkennbaren Wohnmobilisten. „Die sollte man doch gleich rechts ran winken und abkassieren. Was DIE sich so erlauben! Die glauben doch, sie sind die Kapitäne der Landstraße.“ – Tag der offenen Tür? Oder: Tag des losen Mundwerkes? Für einen bereits getätigten ausgiebigen Frühschoppen war es, auch für diesen Herrn, wirklich noch zu früh, oder? Doch er meint es tatsächlich genauso, wie er es volltönend sagt. Und er sagt es mehrmals. Wir verzichteten auf einen weiteren Rundgang inkl. Beschallung, nehmen uns einen Prospekt, vereinbaren mit dem Verkäufer einen Besuchstermin im Freizeit- und Caravanzentrum und lassen den anmaßenden und unbeherrschten Wort- und Campingfahrzeugführer allein. Ein Problem bleibt: „Wie erklären wir unserem „Fliegenden Holländer“ die geplante Fahrt ins „Störtebekerland“ nach Großheide?“ Ich denke, wir werden über das Gespräch von Ruhe, Entspannung und Erholung in Ostfriesland „die Kurve kriegen“.

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Tja, und damit scheint unser nächstes Ziel bereits ausgewählt zu sein. Auf den Spuren von Klaus Störtebeker alias Klaas Störtebecker alias Claas Störtebeker alias Nikolaus Storzenbecher, dem Seeräuber und einem der Anführer der Likedeeler bzw. Vitalienbrüder könnte es ins Ostfriesische gehen.

Erst die Fremde lehrt uns

“„Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen.“ Das hab ich an mir selber erfahren, und die ersten Anregungen zu diesen „Wanderungen durch die Mark“ sind mir auf Streifereien in der Fremde gekommen. Die Anregungen wurden Wunsch, der Wunsch wurde Entschluss.” – Theodor Fontane: “Wanderungen durch die Mark Brandenburg”. Vorwort zur ersten Auflage.
[Quelle: http://gutenberg.spiegel.de]

Tja, und so ähnlich geht es mir “in Wiefelstede und umzu” …

“Hasenschule” im Kollmoor

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Der Nordholtsweg.

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Sie darf natürlich nicht fehlen: Luna im Nordholt.

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Eggehorst.

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Am Dingsfelder Weg.

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Ohne Worte

Fast ohne Worte. – “Zufriedenheit ist ein stiller Garten, in dem man sich ausruhen kann.” (Ernst Ferstl)

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“Zu beobachten, ohne irgendeine Frage, die eine Antwort erwartet, bedeutet unendliche Wachsamkeit.” – Jiddu Krishnamurti
(*1895 im indischen Madanapalle – †1986 Ojai, Kalifornien)

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Kuhle Stimmung

Die dauerhaft wasser- und winddichte sowie atmungsaktive Bekleidung blieb heute morgen tatsächlich daheim. Das war “Kuhl”.

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Die Kastanie in Dingsfelde “atmete durch” und …

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… die Kanzel zwischen Kuhhorn und Eggehorst blieb trocken.

Aufmerksamkeit

Sie hat in der Hundeschule sehr gut aufgepasst und immer ausgezeichnete Zeugnisse nach Hause gebracht. Dennoch bin ich mir sehr sicher, dass Luna den gegen die Apartheit Widerstand leistenden und späteren Präsidenten Südafrikas, Nelson Rolihlahla Mandela, nicht kennt. Dennoch scheint ihr Blick, besonders während der Brut- und Setzzeit, Bände zu sprechen:

“Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert.” – Nelson Mandela.

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Wiefelstedermoor. Auch bei Regen einen Rundgang wert.

Auf den Hund gekommen

Diese Redewendung mit der Bedeutung „in unerfreuliche Umstände geraten zu sein“, trifft in unserem Fall wohl eher nicht zu. Seitdem uns “das Frollein” auf unseren ausgedehnten Spaziergängen durch die Gemeinde begleitet, haben wir so einiges gesehen und erlebt. So auch heute morgen während unserer 12-Km-Westschleife:

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Lamprecht am Nordholtsweg in Höhe des Auebaches.

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Die neue Kanzel im Kollmoor.

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Der zu jeder Jahreszeit fotogene Baum an der Gristeder Straße.

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Thomas beim “Rasenmähen”.

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Phasianus colchicus bei seiner “Feldstudie”.

“Oh welche Zauber liegen in diesem kleinen Wort: Daheim.” (Emanuel Geibel, deutscher Lyriker)

Verschiedene Arten guten Wetters

Trotz der heutigen „Ansammlung kondensierten Wassers in der Erdatmosphäre“, nun denken alle sofort an Johann Ludwig Alexander Herrenschneider, den deutschen Meteorologen, und fragen sich: „Warum schreibt er nicht einfach „Bewölkung“?“ …  Also, trotz einer stärkeren Bewölkung, lohnte sich auch heute der Spaziergang durch „usA“ (unser schönes Ammerland).

Machen wir uns ein Bild oder zwei …

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“Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich; im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter.” (John Ruskin, britischer Schriftsteller)

Naturpark Lauenburger Seen

Zwar nicht durch die lockende Bootsmannsmaatenpfeife unterstützt, doch eindeutig geht das Kommando: „Reise, reise“ an die beiden Caravanspiegel, die sich gern einmal in der Kajüte des Fliegenden Holländers verstecken, um sich so von ihrem „Rückschau gewährenden Arbeitsplatz im Außendienst“ fernzuhalten. Nicht noch einmal! Und schon gar nicht: noch einmal mit mir! – Weit vor der Abfahrt übernehmen “die Burschen” ihren Dienst und warten brav auf das Startsignal.

„Die beste Ehefrau von allen“, ich weiß immer noch nicht, wann Ephraim Kishon die meinige kennen lernte, erledigt ihre Aufgabe als Quartiermeisterin gewohnt bravourös. Und so ist auf unserer Reise auch die einzigartige Küchenmaschine, mit der wir neue kulinarische Wege gehen und gleichzeitig Zeit und Aufwand sparen, dabei: der Thermomix TM 31®. Leistungsstark, vielseitig und innovativ wird er uns beim Kochen viel Arbeit abnehmen.

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Wir rollen. Noch wissen wir nicht, dass wir nach 227,65 Km und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 78,6 Km/h unser Ziel im Naturpark Lauenburgische Seen, den Ort Güster, erreichen werden. Güster? Wie kommt man auf die Idee, an den Prüßsee zu reisen?

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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und somit Joachim „Jogi“ Löw und seine Mannen zeichnen hier verantwortlich. Nicht, dass ich die Herren nicht mag, aber die Ballsportart, bei der zwei Mannschaften mit dem Ziel gegeneinander antreten, mehr Tore als der Gegner zu erzielen und so das Spiel zu gewinnen, „ist nicht so mein Ding“. Ist eigentlich noch nie „mein Ding gewesen“. Was lag am 13. Juli 2014 näher, als leergefegte Kreis-, Landes-, Bundesstraßen und -autobahnen zu nutzen und eine Fahrt „ins Blaue“ zu unternehmen? Eben dieser „mittel- bis azurblaue Ausflug“ führte seinerzeit „das Frollein“ und mich in weltmeisterlicher Vorfreude nach Schleswig-Holstein an den Elbe-Lübeck-Kanal.

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Mittendrin im Dreieck Mölln/Lauenburg/Boizenburg stehen wir an der Rezeption und … ich staune nicht schlecht, als ich vom „Concierge“ wiedererkannt werde. Meine fußballerische Flucht 2014 ist also doch nicht „verjährt“.

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Schnell erreichen wir unseren Stellplatz, schlagen unser Lager für die kommenden fünf Tage auf und flugs wird der von uns aus der Bauerschaft Dringenburg importierte Spargel vorbereitet und auf seinen kulinarischen Weg zur und in die einzigartige Küchenmaschine geschickt. – „Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

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Es naht die Nacht. Ich denke an Lunas nächtliches Intermezzo in Drochtersen und stelle mich auf ihren Weckruf gegen 1.10 Uhr ein. – Als wir gegen 7.30 Uhr aufwachen, ist die Welt in Ordnung. Warum auch nicht? Natürlich ist sie das! Und zwar bereits früher: „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“, behauptete schon der Autor Eric Malpass. Für uns war sie dann nicht nur noch in Ordnung, sondern sie blieb es. Auch für KLM Luna, die sehr entspannt bleiben konnte. Sowohl Frau- als auch Herrchen waren vor Ort.

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War einer von uns dann einmal nicht präsent, so hatte das “Frollein” nicht die Gelegenheit und animalische Verpflichtung, z. B. das Bett zu bewachen und dieses gegebenenfalls auch warm zu halten. Eine Betreuung, die sie liebt, wir hingegen verzichten darauf mit Vergnügen. – “Zum zehnten Mal wiederholt, wird es gefallen.” Hier irrt nicht nur das “Frollein”, nein, auch der bedeutende römische Dichter Horaz.

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„Wer in aller Welt kommt mit einem Gespann von knapp 12 Metern Länge in den Naturpark? Ja, wer ereifert sich, neben uns zu logieren?“ – Ich schrecke aus meinen ornithologischen Beobachtungen zweier der rund 10.000 Arten (exakt: 10.625) umfassenden Klasse der Wirbeltiere hoch. – „BRA-…“ Landkreis Wesermarsch. Breit grinsen mich Schwägerin und Schwager aus dem Fahrerhaus ihres durch Sicherheit, Stabilität und Effizienz überzeugenden Fahrzeuges an. – „Überraschung!“ – Alle wussten es natürlich, nur ich nicht. „Zur Strafe“ feiern wir am Abend aus- und ergiebig meinen Geburtstag. – „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt.“ (Forrest Gump (Tom Hanks))

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Und wenn wir schon in der Nähe Möllns „zelten“, dann müssen wir auch Till Eulenspiegel, den im 14. Jahrhundert umherstreifenden Schelm besuchen. Wir kommen allerdings fast 700 Jahre zu spät. Der Schalk starb hier schon im Jahre 1350. Aber den Till-Eulenspiegel-Brunnen mit den blanken Fußspitzen und Daumen des Spaßmachers besuchen wir. Nicht besuchen können wir Konstantinos M. in und mit seiner feinen griechischen Küche. Hunde & Co. warten hier auf ihre Begleiterinnen und Begleiter auf dem historischen Marktplatz vor dem Lokal. Das Frollein Luna bei diesem Schietwetter bestimmt nicht.

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“Gesegnet seist du / Und all Deine lieblichen Fehler / Die Zukunft bist Du / Denn Du bist das Licht, das mich leitet”, singt Bernhard Albrecht Matthias Lasse Blümel alias Ben. Und meint damit nicht das Internet und unsere Mobiltelefone mit ihrer Computer-Funktionalität und -konnektivität. Doch eben diese leiteten uns an diesem Abend zu „unserem Griechen des Vertrauens“. In der „Taverne Inos“ in Güster lassen wir es uns inkl. Luna, die unter dem Tisch tief und fest schläft, gut gehen. – „Tu´ deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ (Teresa von Ávila)

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Irgendwann ist er da, der Tag der Abreise. Noch schnell auf den einzigen Regenschauer an diesem Morgen warten, damit wir Vorzelt und Sonnensegel auch wirklich klatschnass verpacken können und auf geht die Fahrt ins schöne Ammerland. Da sind wir wieder. Eifrig schmieden wir die nächsten Reisepläne.

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