Hefe, Hefe, wir ergeben uns!

Weder frische Hefe, noch Trockenhefe gibt es derzeitig in den bundesdeutschen Discountern und Verbrauchermärkten. Nach Toilettenpapier, Nudeln und Mehl nun ein weiterer Engpassartikel.

„Die spinnen die Römer!“ Obelix´, der sein Unverständnis über die Handlungen römischer Legionäre durch diesen Ausruf zum Ausdruck brachte (Quelle: “Asterix und der Kupferkessel”, Seite 32) könnte diesen ohne weiteres in leicht abgewandelter Form durch die vier Märkte hallen lassen, die ich gestern aufsuchte, um zwei Päckchen diese Artikels, der sich im Cent-Betrag-Bereich tummelt, zu kaufen.

Das schöne Wetter in dieser sehr anstrengenden Zeit bietet, unter Wahrung der geltenden Verhaltensmaßregeln, die Möglichkeit zum Durchatmen. Durchatmen wegen Covid-19 und trotz fehlender Nudeln

Nichts. Null. Nix. Überhaupt nichts. Nicht ein Deut. Keine Spur. – Leergefegte Regale. Ich denke an den 1971er US Film „Der Omega-Mann“. Charlton Heston spielt darin einen der wenigen Überlebenden in einer gespenstischen Welt. Er lässt sich im verlassenen bzw. ausgestorbenen Los Angeles nieder. Und „verlassen und ausgestorben“ sind die Stichworte für völlig verwaiste Regale, die einst die Artikel „Rollengold“ (Toilettenpapier), „Goldstaub“ (Mehl und Trockenhefe), „Goldflakes und -nuggets“ (Nudeln und frische Hefe) beherbergten. – Unfassbar.

Auch ohne Hefe, Mehl und Nudeln schön

Was fehlt als nächstes? Paniermehl? Senf? Lebertran? Nein, mein Tipp: Blitzventile für luftbereifte Kinderroller! Also, lasst uns eilen, bevor es zu ersten Engpässen kommt.

Was stört es eine deutsche Eiche, wenn Hefe im Discounter fehlt? – Ja, ich weiß, es heißt: ” …, wenn sich ein Wildschwein an ihr reibt?”

Bis die Supermarktregale wieder aufgefüllt sind, können Sie Hefe selbst machen*. Dazu benötigen Sie nur drei Zutaten:

500 Milliliter stilles Mineralwasser oder Leitungswasser mit einem geringen Kalkgehalt
1 ungeschwefelte Dattel
1 TL brauner Zucker
1 Schraubglas oder eine Flasche mit Verschluss

Tipp
Anstatt Datteln können Sie auch andere, ungeschwefelte Trockenfrüchte wie Feigen oder Aprikosen verwenden. Wichtig ist, dass das Obst viel Zucker enthält und eine klebrige Oberfläche aufweist, an der sich die Pilze und Bakterien ansammeln können.

Zubereitung
Füllen Sie 500 Milliliter lauwarmes Wasser in das Schraubglas.
Geben Sie einen Teelöffel braunen Zucker hinzu. Wenn Sie keinen braunen Zucker zur Hand haben, können Sie alternativ auch Honig oder raffinierten Zucker verwenden.
Legen Sie nun die Trockenfrucht in das Glas.
Verschließen Sie den Deckel gut.
Schütteln Sie das Gefäß, damit sich alles gut miteinander vermengen kann.

Das Wasser-Trockenfrucht-Gemisch sollte nun für mindestens acht Tage bei Raumtemperatur gelagert werden. In der Zeit fermentieren die Zutaten.

Wichtig dabei ist, dass Sie das Gefäß mindestens zweimal täglich gut schütteln. Durch die Bewegung der Flüssigkeit wird die Schimmelbildung verhindert. Zudem können Sie einmal täglich kurz den Deckel abschrauben, damit die gebildeten Gase entweichen können.

Die Hefemischung ist fertig, wenn Ihnen beim Öffnen ein leicht vergorener Geruch entgegenkommt.

Nach acht Tagen sollten Sie das Gemisch in den Kühlschrank stellen.

*Autorin: Jennifer Buchholz. Quelle:https://www.t-online.de/leben/essen-und-trinken/id_87587818/warum-gibt-es-derzeit-keine-hefe-mehr-.html

Mustergültig sind wir alle nicht

„Friseure dürfen. Arbeitslose und Asylbewerber sollen. Reiter*Innen dürfen vielleicht nicht mehr. Und an der Küste wollen sie keine fremden Kfz-Kennzeichen mehr sehen.“ Auf unserem heutigen, dem Coronavirus und unseren Mitmenschen geschuldeten, kurzen Gang durch die Gemeinde, schneidet das Frollein die Schlagzeilen zur Covid-19-Krise an.

Hörner Diek

Ich bin versucht zu sagen: „Europa. Covid-19. Ausgangsbeschränkung, Ausgangssperre, Betretungsverbot: Die Frisur sitzt.“ Aber ich unterlasse es. Es gibt sie und wird sie immer geben, diese Damen und Herren, die das ganze immer noch für eine Grippe halten und die Lage dementsprechend unbefangen beurteilen.

Hörner Diek

„Das Personal trägt Mundschutz und Gummihandschuhe. Was kann mir da beim Haarschnitt schon geschehen?“ Zwei in einem Artikel sogar namentlich genannte friesische Unbedarfte betrachten die „ganze Corona-Sache als total übertrieben“. Und ein Gastronom aus einer großen Stadt an der Hunte stimmt in einem anderen Zusammenhang in den leichtlebig-ungezügelten Gesang der beiden frisierten Herren mit ein und spottet, ob er dann zukünftig bei jeder Grippe sein Lokal schließen müsse.

Hauptstraße

In der Landwirtschaft werden Erntehelfer ausfallen. Sind Arbeitslose und Asylbewerber die Lösung? Pferdehalter bangen vor einer Ausgangssperre und um das Wohl ihrer Tiere. Und in einigen Küstenorten werden Menschen mit auswärtigen Autokennzeichen bereits angepöbelt. „Es sind viele Ältere unterwegs. Gerade die, die wir versuchen zu schützen“, stellt ein Goldschmied besorgt fest.

Am Brinkacker

„Also, nicht nur die jung, dynamisch unbefangenen Menschen finden immer noch nicht den Weg in die schützenden eigenen vier Wände, die Senior*Innen stehen ihnen in nichts nach“, stellt Luna fest.

Hauptstraße

„Mit Adleraugen sehen wir die Fehler anderer, mit Maulwurfsaugen unsere eigenen.“ – François de Sales.

Das Frollein

Storno

Am 20. Februar 2020 „bloggte“ ich noch, dass es in einem Monat wieder auf Achse gehen soll. Inspektions- und Wartungstermine für Big B. waren bereits in der Fendt-Werkstatt unseres Vertrauens gebucht. Dann kam Covid-19 und nun steht „der Kleine“ weiterhin hoch und trocken in seiner Scheune in usA (unserem schönen Ammerland). Und da es in dieser anstrengenden Zeit ganz sicher wichtigere Themen als das Reisen mit dem Caravan gibt, wird es wohl auch noch ein Weilchen dabei bleiben, dass wir Big B. nicht aufrüsten werden. Irgendwann wird es hoffentlich wieder losgehen: „Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.“ – Johann Wolfgang von Goethe. – Aber bis dahin gilt: „Wir bleiben zuhause. Und wir danken allen, die den Laden am Laufen halten.“ (Zitat Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV))

Ab 6,05 m (Länge) geht es los

Wenn Dummheit quietschen würde

Man vermutet, dass sich das Coronavirus über Fledermäuse und bislang unbekannte Zwischenwirte Anfang Dezember 2019, ausgehend von einem Markt in Wuhan in der Provinz Hubei („nördlich des Sees“, Volksrepublik China. Quelle: wikipedia) verbreitet hat. – Alles weitere kennen und erleben wir. Täglich.

Nicht nur auf der Weide: Schafe. – Walliser Schwarznasenschafe. So viel Zeit muss sein. Ja, Walliser Schwarznasenschafe, da sie aus dem Oberwallis stammen und nicht aus Wales

Apropos „täglich“: Heute besuchte ich einen Discounter und kaufte ein. Nein, kein Toilettenpapier! Ich griff u.a. nach Mandarinen, Ananas, Eiern, Pikkolos, Dinkel Vollkornmehl und einer 14 m langen LED-Lichterkette. Letztere ein Bausatz, der keine Langeweile aufkommen ließ. Einfach einmal an etwas anderes denken als an Maßnahmen gegen das Coronavirus. Ja, ich unterhielt mich aus gebotener Distanz sogar für wenige Augenblicke mit einem Bekannten.

Klopapier – Dieser Tage wie ein Schatz gehütet

An gewohnter Stelle im Discounter, ein wenig verdeckt unter Verpackungsmaterial, gibt es Toilettenpapier.

Ich komme auf den Punkt: Er & sie, beide auffällig getrennt voneinander durch den Wiefelsteder Markt an einer örtlichen Ausfallstraße streifend, „selbstredend“ über das Coronavirus scherzend, dabei stets einen gedankenlos-naiven, um nicht „grottendoofen“ Spruch schreiben zu müssen, auf den Lippen, bewegen sich “Homer & Marge” in Richtung Kasse 1. Er legt zwei 8er-Pakete, dann entspannt seinen Oberkörper auf das Band, sie legt nach: Drei Pakete. Und mit Blick auf eine sich nähernde Kassiererin: „Ich kaufe immer so viel!“

“Ein Vogel, der ein Lied herausschmettert, hat ein Behagen dabei.” – Oswald Spengler

Auf dem Parkplatz begegnet mir und anderen Kund*Innen das “5×8×200 dreilagig beladene Paar” erneut. Beide sind im Begriff in dasselbe Auto zu steigen. Sie werden bemerkt und jemand spricht sie an. “Die Hamsterer” ringen um Haltung und nach Argumenten.

Als politisch und historisch interessierter Mensch möchte ich spontan eine in einfacher Sprache gehaltene Aussage zu den Themen “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” sowie “Einigkeit und Recht und Freihheit” treffen. Der einst militärisch geschulte “Lagebeurteiler” in mir trifft in Anbetracht dieser interlektuell nur spärlich ausgeleuchteten Situation die Entscheidung: “Nein.”

Ich bin nicht wutentbrannt, aber verdrossen und auf einer 1:10-Skala auf 8. – Im später von mir besuchten Getränkemarkt ergibt es sich, dass ich mich einem jungen Mitarbeiter mitteile. Und was antwortet der junge Mann? „Wir könnten viel, wenn wir zusammenstünden.“ – Er hat Friedrich von Schiller gelesen. Und er trifft den Nagel auf den Kopf.

Virenabwehr

„Ich denke, …“. „Also bin ich!“ – Ohne zu zögern falle ich dem Frollein ins Wort. Ich bin mir sicher, dass Luna für unseren heutigen Weg durch Feld, Wald und Flur bereits ein neues Thema favorisiert hat. Und so ganz verspüre ich keine große Lust, mich auf eine Diskussion zum Thema „Covid-19“ (Coronavirus SARS-CoV-2) einzulassen.

Overflow – Nicht nur die Speicherkapazität eines Computers kann überschritten werden

Dieses Thema, das alle und alles beherrscht. Das dafür sorgt, dass Toilettenpapier in den Discountermärkten ausverkauft ist, dass Menschen Desinfektionsmittellösungen aus Arztpraxen und Krankenhäuser entwenden und das dennoch keinen ausreichenden Grund dafür liefert, eine stets vielbesuchte Autoschau in der Kreisstadt Westerstede zu desinfizieren, nein, ich meine natürlich zu annullieren.

Die Halfsteder Bäke am Kuhhornsweg

„Also, der Prof Dr Christian Drosten, du weißt, der Direktor des Instituts für Virologie der Charité, der hält es ja für möglich, dass in Deutschland langfristig eine Viertelmillion Menschen am Coronavirus sterben könnten. Auch der Kassenarztpräsident Andreas Gassen geht davon aus, dass sich ein Großteil der Bevölkerung anstecken wird, bevor die Ausbreitung zu einem wirklichen Halt kommt.“ Und der Herr Gassen sagt weiter: „Das mag für den Laien schockierend wirken, ist aber nüchtern betrachtet nichts Bedrohliches.“

Die Halfsteder Bäke am Hörner Diek

„Luna, bewahre die Ruhe! Dieser Herr G. behauptete 2019 auch, um eine freie Arztwahl für Patienten zu begrenzen: „Es könne dauerhaft kaum jedem Patienten sanktionsfrei gestattet bleiben, jeden Arzt jeder Fachrichtung beliebig oft aufzusuchen.“ Es könnte ja sein, dass hier ein Weltbild ein wenig verrutscht ist, aber wollen wir bei diesem strahlenden Sonnenschein unsere Zeit mit einer Risikobewertung zu Covid-19 verbringen?“

Einst standen hier drei mächtige Eichen. Eine davon ließ 2017 der Orkan Xavier, der jüngere Bruder Kyrills (2007), stehen. – Nein, es lag nicht am Coronavirus!

„Du magst meinen Vorschlag, der in deinen Augen nicht den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen mag, verurteilen, aber ich möchte diese Diskussion lieber “multimedialen Damen und Herren” wie Anne Will, Sandra Maischberger, Barbara Schöneberger, Maybrit Illner, Johannes B. Kerner, Günther Jauch oder Eckart von Hirschhausen überlassen.“ „Ja, aber deren Sendungen schaust du nie an!“ – „Ja.“

Irgendwann reicht´s

„Oh, so langsam habe ich die Nase voll.“ „Ich bin total genervt!“ „Ich kann es nicht mehr ertragen.“ „Ich habe die Faxen dick.“ – In den vergangenen Wochen waren dies meist die einleitenden Sätze, wenn auch noch so ausdauernde, wind- und wettererprobte und oft sehr nervenstarke Hundeführer*Innen aufeinandertrafen.

“Ich war das nicht! Das war Sabine!” – „Sabine“, in Westeuropa unter dem Namen „Ciara“ unterwegs, in Norwegen als „Elsa“, war ein Orkan, der weite Teile Europas im Februar 2020 „heimsuchte“

Das Wetter trieb so manche und manchen zur Verzweiflung. Kein Tag an dem man (und Frau) nicht völlig durchnässt mit dem treuen (See-)Hund nach Haus zurückkehrte. Es war in den vergangenen Tagen oft sehr vorteilhaft, irgendwann einmal das „Seepferdchen“-Schwimmabzeichen erfolgreich absolviert zu haben. – Ich weiß: Beim “Seepferdchen” handelt es sich lediglich um die Qualifikation zum Schwimmen. Der possierliche, seenadelartige Meeresbewohner steht nicht für den Nachweis des sicheren Schwimmens.

Die Gänse am Hörner Diek streben “zur Sonne, zum Licht”

Auf alles gefasst, verließen das Frollein und ich heute gegen 08.00 Uhr das Haus. Gleichzeitig taumelten wir geblendet in Richtung Buchenhecke. In letzter Sekunde gelang es mir, mich am vor dem Haus geparkten Auto abzustützen, mein schwindelnd-taumelndes Wanken zu korrigieren und, immer noch geblendet, eine nahezu aufrechte Haltung einzunehmen.

Das erste Sonnenbad für diese beiden Kormorane?

Da war es! Dieses Licht, dieses ungeheuerlich stark blendende Licht. Vom Himmel hoch, da kommt es her! Ja, es muss dieser Stern sein, der dem uns allumfassenden System seinen Namen verlieh. Mein Großvater berichtete mir einst davon. Und er nannte diesen Stern: Sonne. Wohlig wärmende Strahlen schickt uns diese Sonne entgegen. Doch wo sind jetzt all die leidgeplagten “Seepferdchen-Trägerinnen und -träger”? – Sie schlafen noch.

Und auch diese Nutria ließ sich die Sonne auf den Pelz scheinen

Hoffentlich strahlt dieses Licht, also die Sonne, wie sie mein Großvater nannte, heute etwas länger.

Damals. Also, vor der heutigen “Lichterscheinung”: Zwischen zwei Regenschauern irgendwo zwischen Hörne, Horster Busch und Dingsfelde. – Ich weiß natürlich wo, aber ich behalt´s für mich

“Bundeswehrfilmschau”

In Ergänzung zur Lektüre der Bundeswehr-Info schaute oder treffender, “musste geschaut werden”: Die Bundeswehrfilmschau. “Der Unteroffizier im fachlichen Einsatz”, “Innere Führung und Recht”, “Soldatengesetz”, “Tag der offenen Tür in Musterdorf”, “Politische Bildung”, “Gesetz über die Anwendung unmittelbaren Zwanges und die Ausübung besonderer Befugnisse durch Soldaten der Bundeswehr und verbündeter Streitkräfte sowie zivile Wachpersonen – (UZwBwG)”. Dienstlich-filmische Unterhaltung gab es ausreichend.

Inzwischen auch Geschichte: Gebäude 171. Truppenkino. Einst als ASTRA Cinema durch die britischen Streitkräfte in Oldenburg eröffnet

Und dann gab es die Truppenkinos der Bundeswehr. “Truppenkinos sind gewerbliche Filmtheater innerhalb oder in unmittelbarer Nähe von Kasernenbereichen und Fliegerhorsten. Zutritt haben nur Soldaten und zivile Hilfskräfte in Kasernen. Zielgruppe sind junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren.” (Quelle: https://www.enzyklo.de/Begriff/Truppenkino) – Naja, in etwa mögen die Bestimmungen irgendwann so gelautet haben. – Zutritt hatten neben Soldaten und Soldatinnen auch deren Gäste sowie zivile Mitarbeiter. – “Hilfskräfte” verantworteten dann später die Luftwaffenstruktur 5 (u.a. Zentralisierung von Aufgaben).

Ein Blick auf “171” aus “Eberharts Dachkammer” im Gebäude 40

Ich möchte mich jetzt nicht zu und über “Formsachen und Formalitäten” äußern oder diese bewerten. Mir geht es um das ehemalige Truppenkino an der Oldenburger Alexanderstraße 461. Als ASTRA Cinema durch die britische Besatzungsmacht in Oldenburg gegründet, gab es im Gebäude 171 auf dem ehemaligen Fliegerhorst bis zum Beginn der 1990er Jahre viel zu sehen.

“Jetzt zeig´ doch mal die Bilder!” – Ok, …

So sah es 2006 nur noch im Vorführraum des Truppenkinos auf dem Fliegerhorst Upjever aus. In Oldenburg war längst der letzte Vorhang gefallen … und alles verwüstet
Ein Blick in den Oldenburger Kinosaal. Und wenn man ganz genau hinschaut, dann erkennt man bereits die Wasserschäden
Im Foyer
Immer noch im Foyer
Der Oldenburger Vorführraum: Geplündert. Ansehen und “Ehre” verloren
Ein Filmplakat aus britischen Kinotagen. Übersehen von …
Im Gebäude 18 FlgH Upjever. Das Dia zur “Spielplanvorschau”
Truppenkino FlgH Oldenburg 2004: Chaos
“Nimm Deinen Hut … und geh´!”

Es schien symptomatisch für die Zeit der “Luftwaffenstruktur 5” gewesen zu sein: Erst einmal Betreuungseinrichtungen schließen und “Annehmlichkeiten” streichen. – (Auch) Hier wurde am falschen Ende gespart.

Noch ´ne Erinnerung

Wiefelstede. Kirchweg. Dingsfelder Weg: Ammerländer Örtlichkeiten, die mich zum (Nach-)Denken anregen. Und zwar zur Erinnerung an das oberbayrische Tegernseer Tal: An Rottach. An Oberach. An den Lohbichl. An die Glaslstraße. Und an die Zündapp Combinette 423 meines Großvaters.

Der Kirchweg zwischen Eisen- und Stahlstraße

“Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen“, sagte schon Aristoteles, der griechische Universalgelehrte. Und nun möchte ich auch die „zweite Hälfte“ meiner Erinnerungen und die damit verbundenen “Verknüpfungen” liefern:

Am Dingsfelder Weg

Ganz oft, eigentlich jedes Mal, wenn ich den Kirchweg zwischen der Eisen- und der Stahlstraße entlang gehe, erinnert mich dieser Weg an den Feldweg zwischen dem Lohbichl und der Glaslstraße in Oberach (Rottach-Egern am Tegernsee). Ich war damals fünfjährig und allmorgendlich auf dem Weg zum „Modregger“ und holte Brötchen (Semmeln) für die Familie. – “Die bairische Sprach is fia mi imma de Semme – und nia des Brötchen.” (Stephanie Mercier, Redaktion Lokales “TZ”, München)

Dingsfelder Weg im Jahr 2008

Und wenn das Frollein und ich heute den Dingsfelder Weg entlang laufen, den Hof V. passieren und mir dieser Duft von Stallluft in die Nase steigt, spätestens dann sitze ich wieder auf dem Gepäckträger der Zündapp Combinette 423 meines Großvaters. Die nackten Füße möglichst weit vom rotierenden Hinterrad und der noch viel gefährlicheren Kette fern haltend, sind wir auf dem Weg zu einem Bauern im Rottacher Ortsteil Gasse oder Sonnenmoos. Ich kann mich an den genauen „Flecken“ nicht mehr erinnern. Aber der Stallgeruch! Dieser „Duft“, wie er mir fast täglich auf dem Dingsfelder Weg “begegnet”, ist immer noch gegenwärtig. Und in Gedanken reiche ich dann wieder die verbeulte Aluminiummilchkanne durch das kleine, zur Straße gelegene, vergitterte Fenster.

Vor 12 Jahren am Dingsfelder Weg

Vor wenigen Tagen verstarb in Dingsfelde Herr V. Ich erinnere mich gern an die Gespräche, die ich mit ihm immer wieder einmal führte. Da war zum Beispiel die Geschichte, wie er auf seine ganz eigene Art im Wald gefundene Tierschädel präparierte. Und wenn mir nun wieder der “Dingsfelder Stallgeruch” in die Nase steigt, denke ich nicht nur an meinen Großvater “Opa Bayern”, sondern auch gern an ihn zurück.

Fund im Wald

Die Sache mit Horaz

Es ist unser freier Mittwochvormittag. Und da es einmal nicht regnet, sind wir mutig und wagen uns an den Ortsrand Wiefelstedes. Gestern waren wir zu couragiert, da haben wir dann auch prompt eine „Abreibung“ in Form eines kombinierten Hagel-, Graupel, Schneeschauers kassiert.

Zwischen Kuhhornsweg und Stahlstraße stehen diese drei Eichen

Heute lacht die Sonne. Distanziert. Kein Wunder bei einer Entfernung von knapp 150 Mio. Km zu unserem blauen Planeten. Noch versteckt sie sich nicht hinter den inzwischen vertrauten Regenwolken.

„Denkst Du, Du hast das richtige Auto gekauft?“ „Ja, schon. Ich halte „Darth Vader“ durchaus für die ideale Zugmaschine, die unseren schwergewichtigen Big B. „auf Trab halten kann“.“ „Naja, ich meine nur.“ „Du meinst nur was?“ „Ob er Dir Glück bringt.“ „Wie kann ein Auto Glück bringen, liebe Luna?“ „Also, ich denke da an die geflohene Dame aus der Nachbargemeinde, die sich am Seitenteil des Opel Vivaro nicht gerade sanft und ausdruckslos verewigte.“ „Sie wurde ermittelt und der Schaden zu 100% behoben.“ „Ja, und das Reh, das sich in suizidaler Absicht vor Dein Auto warf?“ „Es war schmerzliche Nachlässigkeit, die dem Tier das Leben raubte.“ Ich weiß genau, worauf das Frollein hinaus will und kann es dennoch nicht verhindern.

Vier Schafe als Trio. Eigentlich sind´s fünf …

„Ja, und der Marder, der am vergangenen Wochenende Schläuche und Kabel unter der Motorhaube nicht nur in Augenschein nahm? Du erinnerst Dich, ich wollte an diesem Freitagabend gegen 23.00 Uhr noch einmal das Auto überprüfen?“ Zu gut erinnere ich mich an diese Situation, aber ich hatte kein Verlangen mehr auf „Schnüffelei“ und wollte nur noch ins Haus. Wenn ich das jetzt eingestehe, dann …

„Hast Du nicht sogar ein Foto von einem Steinmarder, der sich ganz in der Nähe unseres Hauses aufhielt?“ „Ja, das habe ich. Aber das ist schon so alt, dass es …“ „Steinmarder werden in der freien Wildbahn bis zu 10 Jahre alt. Sie bevorzugen das Offenland, aber auch Siedlungsbereiche. Und gerade der Steinmarder macht sich auch schon mal an ein Auto heran.“ Warum habe ich seinerzeit eine Jagdhundeausbildung mit ihr begonnen? – “Jeden Tag fährt die Einsicht an meinem Haus vorbei, aber angehalten hat sie noch nie.” – Art van Rheyn.

“Land unter!” Ja, es regnete ein wenig mehr als gewöhnlich in den vergangenen Tagen

„Liebe Luna, auch in diesem Fall wurde der entstandene Schaden reguliert. Denn: Hoffentlich Allianz versichert.“ „Du weichst aus. Es entstanden zwar keine Kosten, aber drei Versicherungsfälle mit ein und demselben Auto. Das gab es bei uns noch nie.“ „Glück, Luna. Wir haben einfach einmal Glück gehabt. Und an dieser Stelle erinnere ich an Horaz.“ Ich bin unschlagbar im Zitieren und ziehe (m)einen “römischen Dichter” gegen die rebellische Münsterländerin aus dem Ärmel: “Lerne, großes Glück zu ertragen!” (Horaz, eigentlich Quintus Horatius Flaccus).

Vor lauter Disputieren übersah Luna, die ich “so nebenbei” sicherheitshalber anleinte, diese Katze am Dingsfelder Weg

Das saß. Das Frollein trollt sich.