Archiv der Kategorie: Ein Hundeleben

Luna von der Otterbäke zu Dringenburg-Tessa.

Wochenend! Und Sonnenschein?

Fast hatte ich es vergessen. Zu lang ist es her, dass ich selbst im Fahrer- und Fahrerinnenfeld, der am Freitagnachmittag gen Heimat strebenden Automobilisten meinen Platz auf der Autobahn verteidigte. Als Mitglied dieses eilenden Völkchens, das am Freitag einfach nur nach Hause möchte. “Aus dem Weg, ihr Wohnmobilisten und Caravanschleicher, ihr im letzten Augenblick zum Überholen ansetzenden Lastkraftwagenkapitäne!” Ich “sause” am Freitagnachmittag mit dem Fliegenden Holländer auf der A31 in Richtung Emsland und wundere mich über “Drängler, Drücker & Treiber” auf der linken Spur. Dabei vergesse ich fast, dass ich die Disziplin des “Anschiebens” seinerzeit selbst perfekt beherrschte. “Wir waren jung und brauchten die Zeit.” – So, Ende der Philosophiestunde.

_DSC5356
Wir sind wieder da.

AS Dörpen. Ich bremse den Flying Dutchman in der Ausfahrt der Anschlussstelle 17 von schwindelerregenden 85 Km/h auf moderate 50 Stundenkilometer herunter. Das Frollein und ich sind mal wieder auf dem Weg nach Sustrum. Platz 20 haben wir reserviert und schon sind wir da. Eingeparkt, abgekoppelt, den Antara zur Seite gestellt und nur noch eben den Wohnwagen um 180° gedreht. Hauruck! Nichts rührt sich. Hauruck! Hauruck! Pustekuchen. Im durch den Regen der vergangenen Tage aufgeweichten Boden geht nichts. Nicht nach links und rechts, aber in die Tiefe der Grasnabe. Wir schaukeln uns ins Erdreich. Hilfe naht vom Nachbarplatz und schon klappt´s. Auch und gerade mit dem Nachbarn. (Eingeweihte erinnern sich eventuell an die „Somat-Werbung“) Die Wolken hängen tief. Ich lasse das zierende Beiwerk im Auto. Tisch und Stühle danken es mir, denn es beginnt zu regnen.

_DSC5363

“Sich regen bringt Segen, Luna. Zieh´ Dein Goretexfell  an und lass´ uns wandern.” Luna ist nicht annähernd belustigt. Dennoch überqueren wir die Ems, blicken gen Sustrum in den tiefen, regenverhangenen Himmel und denken uns: “Sei´s drum, Sustrum, wir kehren um.”

_DSC5410
Beim “Bund” nannten wir das “Beobachten und Melden”.

Nicht nur, dass es inzwischen früher dunkelt, es kühlt auch mehr. Wir liegen mit fliegengitterverhangener Tür auf Reede und uns wird kalt. Und hätte ich dem Frollein kein Trockenfutter gegeben, so hätte ich den Wohnwagen schließen können. Doch augenblicklich ist es ratsamer, für Frischluftzufuhr zu sorgen. Die Kleine Münsterländerin hat Verdauungsproblemchen. Problemchen? – Nein, Probleme!

_DSC5386
Huch, wo kommen die denn her?

“Licht aus, Ruhe im Haus, Geister auf Station!” Ich denke an Onkel Ernst, den Herbergsvater des einstigen Kreisjugendheims in Torfhaus/Harz. Mit diesem Spruch läutete er allabendlich die Nachttruhe ein. Das Frollein und ich schlafen in Begleitung der sanft auf das Dach fallenden Regentropfen ein. Und wachen am nächsten Morgen mit ihnen auf. Man kann nicht alles haben, aber frische Brötchen, die lasse ich mir nicht nehmen. Wir frühstücken ausgiebig. Dem Regen gefällt´s, er begleitet uns weiterhin. Luna hat sich unter den Tisch verzogen und träumt von Nachbars Katze, die wieder einmal etwas Bewegung in Form eines Münsterländischen Konditionstrainings bräuchte, so meine ich es ihrem zufriedenen Gesichtsausdruck zu entnehmen.

_DSC5383
Das Medienzentrum des Fliegenden Holländers

Ich greife zum Buch. Lars Brandt. “Andenken”. Eine Geschichte zwischen Vater und Sohn. Jörg gab es mir mit auf den Weg. “Falls Euch das Wetter einmal einen Strich durch die Rechnung macht”, lachte er dabei. Warte bis wir zurück sind, lieber Jörg.

_DSC5319
Auch ohne Konjunkturumfrage: dunkle Wolken über Niedersachsen

Da! Die Sonne. Sie schafft es durch den wolkenverhangenen Himmel einige Strahlen zur Erde zu schicken. Und während ich dies schreibe, da ist´s auch schon wieder vorbei. Jetzt wird es auch noch kühl an Bord. Wenn das so weiter geht, dann besorge ich uns Glühwein oder werde die Heizung aktivieren müssen. Ersteres würde mir sehr gut gefallen, doch letzteres wird wohl in die Tat umgesetzt werden, denn wir haben keinen Glühwein gebunkert und das Auto habe ich zwischen Hecke, Wohnwagen und Sonnensegel “eingemauert”. Es gibt kein vor oder zurück. Das Minirad habe ich auch nicht dabei.

_DSC5398
Dieses helle Licht. Ich glaube, wir nannten es damals “Sonne”

Wir wollen an diesem Wochenende an der Ems wandern. Nun wird es wohl mehr ein kneippsches Wassertreten werden. Doch, “was stört es eine deutsche Eiche, wenn sich ein Seehund an ihr reibt.” “Pack die Badehose ein, nimmt das kleine Lunalein  und dann nichts wie raus nach Sustrum!” – Wirklich? Nein, wir bleiben in der Kajüte. “Magst Du auch ein Jever Fun, Luna?”

_DSC5359
Die Brücke am … Campingplatz Emstal

Vor dem Wohnwagen, unserem Wasserschlösschen ohne idyllischem Biergarten, dafür mit einer parkähnlichen Geländegestaltung und einem Sonnensegel, trotzt eine Ringeltaube dem Regenwetter und sucht Futter. Komisch, ich dachte, die bekleckern nur Haus und Hof, gurren ständig herum und wenn sie nicht gerade in den Vorbereitungen zu einer ihrer bis zu vier Jahresbruten stecken, dann flattern sie in den Bäumen und sabotieren die mittäglich-menschliche Entspannungsphase.

Das Schnattern der Emsländer Enten rückt näher. Hat die Ems ihr Flussbett inzwischen verlassen und trachtet danach, unseren Fliegenden Holländer zu Wasser zu lassen? Wenn ich an die gestrigen Strapazen beim Wenden des gewichtigen Flying Dutchman denke, dann wird dies der guten alten Ems nicht gelingen. Vorsichtshalber schaue ich dennoch aus der Kabine: kein Grund zur Besorgnis. Die Enten schwimmen in gut 20 Meter Entfernung zum Wohnwagen und das Wasser der Ems fließt dort, wo es soll.

_DSC5414

Und das Wasser vom Himmel und aus den Wolken? Es regnet nicht mehr! Luna, es geht los! Das Frollein ist schneller draußen als ich in meiner Jacke. Wir nutzen den Morgen und laufen zur Schleuse bei Düthe. Die Stockenten sind “schnatterfidel” und genießen es sichtlich, endlich einmal nur von unten nass zu werden. Luna erspäht alle möglichen Feld-, Wald- und Wiesenbewohner. Und ich? Ich habe das 50 mm Objektiv “aufgesetzt”. So beobachten wir aus der Ferne und können uns weiter kein digitales Bild machen.

_DSC5341
Karl-Hein in Düthe

Wir kehren langsam zum “Emstal” zurück und haben gerade das schützende Sonnensegel erreicht, da beweist uns dieses, dass es durchaus auch zum Regensegel taugt. Über uns ergießt sich ein Wolkenbruch, wie er seinesgleichen sucht. Binnen kürzester Zeit brechen Wassermassen über uns herein, die man an der Grenze zwischen dem US-amerikanischen Bundesstaat New York und der kanadischen Provinz Ontario auch als Niagarafälle bezeichnet. Selbst durch die nur leicht aufgestellte Dachluke des Fliegenden Holländers versucht dieses Unwetter, uns zu ersäufen. Ich denke an die Enten in Düthe. Hoffentlich ertrinken die nicht!

_DSC5426
Gut, dass das 300er Tele im Wohnwagen blieb …

Um 14.00 Uhr beruhigt sich die Wetterlage. Die Lenz- und Bilgepumpen arbeiten wieder im Routinebetrieb und wir wagen einen neuen “Reviergang”. In Richtung Sustrum geht es links ab in die Botanik. Wir kommen an ein Schöpfwerk und entdecken, nein, keine Fische, aber einen Sprung Rehe. Und welches Objektiv steckt auf der Kamera? Kein Kommentar. Ich meine, Luna verschmitzt lachen zu hören.

_DSC5351
Hat er ihn etwa über Bord geworfen?

Am Nachmittag kreuzt ein Fischer mit seinem Boot auf der Ems. Ich weiß nicht, ob er tatsächlich die Absicht hat, Fische zu fangen. In seinem Boot bellt, nein keift, ohne Unterlass ein Hund. Warum denke ich ans Kielholen?

Inzwischen habe ich mich durch die 156 Seiten des “Andenkens” von Lars Brandt gelesen. Geschmacksache. Nicht das Lesen, mehr das Werk. Er zeichnet als Erzähler, weniger als Sohn, das Portrait seines Vaters Willy Brandt. Und wenn Franziska Augstein dieses als ein “amüsantes wie anrührendes” Bildnis bezeichnet, so sieht sie dies mit ihren Augen und aus ihrem persönlichen Blickwinkel. Nicht mit und aus meinem.

_DSC5423
Schöpfwerk Sustrum

Es dämmert. Schüsse aus der Nähe des Schöpfwerkes, das wir am Nachmittag besuchten. Ich erwarte erste Querschläger und befürchte dann, dass diesen Reviergang nicht alle Rehe, die wir heute beobachteten, überlebt haben werden. Es ist Jagdzeit in Niedersachsen. Rehwild (Kitze, Schmalrehe, Ricken und Böcke) lebt gefährlich. Auch im beschaulichen Emstal.

_DSC5331
Die Nachtschwärmerin

Ich wache auf. Ein Paar bernsteinfarbene Augen bohren sich in mein Kopfkissen. Luna sitzt vor meinem Bett und macht mir deutlich, dass sie unbedingt vor die Tür muss. Natürlich! Es ist ja auch bereits 2.17 Uhr. – Wir stehen im nächtlich feuchten Gras. Ich habe den Kopf in den Nacken gelegt und betrachte den üppigen Sternenhimmel. Luna steht neben mir und vor. Ihr langgestreckter Körper deutet in Richtung “Alte Ems”, einem kleinen Nebenarm des 371 Km langen Flusses. – Enten! “Mach´ die Jägerprüfung. Besorg´ Dir ein Gewehr. Wir haben Arbeit!” Luna übermittelt mir diese Nachricht natürlich rein telepathisch.

“Naaat-Naaat, naat-naat-naat.” Ein Trupp spätheimkehrender Erpel gleitet zischend auf seinen schwimmhautbewehrten Ruderfüssen über die Wasseroberfläche und sucht Deckung in der Uferböschung. Leichtes, aufgeregtes Geschnatter setzt ein. “Es tut mir leid, Liebling. Ist etwas später geworden. Man bot unserem Männergesangverein nach der heutigen Probe ein Engagement im Augustiner Zelt auf dem Münchner Oktoberfest an. Fast hätten wir zugesagt, aber unser Notenwart erinnerte uns schließlich daran, dass nicht nur Wiesn Hendl ganz oben auf den Speisekarten in den Festzelten stehen.” So ähnlich mag das “Gespräch” am Ufer verlaufen sein. Diese Enten! Um keine Ausrede verlegen und dann auch noch Betroffenheit ergaunern.

_DSC5335

“Warum stehen wir hier eigentlich, mein Frollein?” “Weiß ich doch nicht. Du bist doch nach draußen gegangen.” 3.00 Uhr läutet es vom Sustrumer Kirchturm durch das Emstal. 3.30 Uhr. 4.00 Uhr. Was gibt es schöneres, als mit eiskalten Füssen nicht einschlafen zu können? Ich denke an Willy Brandt, der nach durchgearbeiteter Nacht schon mal ein Pils zum Frühstück nahm. Mit diesem friesisch-herben Gedanken schlafe ich ein. Als ich die Augen öffne, schiele ich. Ca. 10 Zentimeter vor mir erblicke ich die feuchte Schnauze meiner nächtlichen Sternenguckerin. “Ja, Luna. ich habe Dich auch sehr lieb!” Es ist 6.56 Uhr. Höchste Zeit den Sonntagmorgen zu genießen, nicht wahr? Als wir mit dem Frühstück durch sind, fällt mir ein, dass ich die bestellten Brötchen nicht abgeholt habe. Dann gibt´s die eben zum Mittag. Vielleicht mit einem alkoholfreien Jever Fun aus der König Pilsener Flasche?

_DSC5420
Auch bewölkt schön

Mittag im Emstal fällt aus. Gleich zu Beginn unserer Fotosafari in Richtung Dortmund-Ems-Kanal kündigen uns die Wolken an, dass es noch einen geben wird. Nein, keine Lokalrunde. Einen Regenschauer. Wir eilen zurück, packen unsere Siebensachen und starten durch in Richtung Heimat. In Westerstede begrüßt uns Nieselregen. Wir lachen. – Das soll Regen sein?

Da wollte ich schon immer mal hin

Sustrum, Walchum, Dersum. Na, klar! Wir sind im Emsland. In der Samtgemeinde Lathen. Fresenborg, Niederlangen, Oberlangen und Lathen. Alle an der Ems. Nordöstlich vom “Schinken”, einem Wald, liegt der “Campingplatz Emstal”. Ein Platz, eine Landschaft, die (nicht nur) Camper gesehen haben sollten.

_DSC4770
http://www.emsland.com/emsland/orte/lathen/detail-lathen/detail/campingplatz-emstal.html

Wie in aller Welt kommt man nach Sustrum? Sowohl navigatorisch als auch von der Idee her: eine Herausforderung. “Na, neigen wir zur Übertreibung?” – Ja, wir neigen. Alles total einfach. Über die A28, A31 und die L48 ein Katzensprung. Ein Katzensprung aus “usA” (unserem schönen Ammerland) ins Emsland. Und so geht der Fliegende Holländer heute direkt an der Ems vor Anker.

_DSC4861
Die Ems vor der Tür

“Erholung in freier Natur” verspricht Familie S. Und sie hält Wort. Ein überschaubarer Campingplatz, wie ich ihn liebe, bietet Touristenplätze und komfortable Sanitäranlagen. Bei letzteren untertreiben die Inhaber. Und zwar entschieden! “Das hat die Welt noch nicht gesehen!” Während des vergangenen Jahres, in dem ich als Caravan-Neuling überwiegend durch den Norden der Republik reiste, habe ich so etwas noch nicht erlebt. “Das ist spitze!” würde “Dalli-Dalli-Vater” Hans Rosenthal jubeln und seinen berühmten Luftsprung vollführen. – Ja, ich weiß, “das war spitze”, so lautete der Spruch des deutschen Entertainers, Moderators und Regisseurs. – Das Sanitärhaus ist eine Perle: Wohlfühlambiente pur. Wenn es diese Bewertung bisher noch nicht gegeben haben mag, ab jetzt ist sie vergeben.

_DSC4837
Der Beweis: Abwasch erledigt. “Wenn die bunten Fahnen wehen …”

In Walchum decken wir uns für die kommenden zwei Tage ein, denke ich naiv. „Trockenfutter” für mich und “König Pilsener” für die treue münsterländische Begleiterin. Im funkelnagelneuen Walchumer NP-Markt wird eingekauft. Wer „übliche“ NP-Märkte (Niedrig-Preis-Märkte sind ein Tochterunternehmen der Edeka Minden-Hannover) in ihrer „frugalen Aufmachung“ kennt, wird “unseren” Discounter nicht erkennen. Sortiment und Ausstattung “magnìfico”.

_DSC4785
Landschaft pur

Und auf dem Parkplatz steht ein “Tesla”. Eines dieser state-of-the-art-Elektroautos der gehoben(st)en Kategorie. Der ist mal eben in knappen 5 Sekunden auf 100 Km/h und erst nach weit über 200 Km/h endet sein Leistungsvermögen. Wohlgemerkt, wir befinden uns im Emsland, nicht im Silicon Valley, Kalifornien.

_DSC4757
Fahrrad mit “Hilfsmotor”

Es wird ein wunderbarer Nachmittag an dem das Frollein und ich am Dortmund-Ems-Kanal die Gegend erkunden. Wir wollen nach Fresenborg, kommen dort aber nicht an, denn es gibt zu viel zu sehen. Da ist der Habicht, der einer Taube nicht nur das Leben schwer machen will und der Schwarm Saatkrähen, dem Luna zu einem fulminanten Alarmstart verhilft. Irgendwann legen wir, irgendwo im Grünen, den Rückwärtsgang ein, umrunden die Düther Schleuse und kehren zurück.

_DSC4820
Schleuse Düthe

Am Abend gibt es König Pilsener. – Nein, es gibt Kultur: „Die Lüge“ von Nathalie Sarraute. Ein Hörspiel auf NDR Kultur. Unwahrscheinlich zu welchen Taten ein erholter Camper fähig ist. Das letzte Hörspiel, das ich hörte oder treffender, das ich hören musste, war „Das Schiff Esperanza“ von Fred von Hoerschelmann. Pflichtliteratur an meiner damaligen Bildungsstätte in der Nordenhamer Bahnhofstraße.

_DSC4794
Sustrum

Es treffen zwei Familien aus Schwaben ein. Es dauert gefühlte 3,5 Sekunden bis Luna die Damen der Gesellschaft “eingewickelt” hat. Wir reden über dies und das und “das Lunchen” zeigt sich von ihrer besten Seite. Na klar, sie ist ja auch meine Luna. – Wenn´s mal nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle, dann gehört sie eben der allerbesten Ehefrau von allen. So einfach ist das.

_DSC4779
“Wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet, dann nennt man sie Wissensdrang.” – Marie von Ebner-Eschenbach

Es gibt Kaffee. “Filterkaffee, wenn Sie wissen, was ich meine.” Frisch aufgebrüht und dazu gibt es keine Kekse, keinen Kuchen, nicht einmal einen Toast mit Marmelade. Hart sind die Entbehrungen, wenn Mann allein reist. Alles vergessen: Tabletten, Müllbeutel, besagte Marmelade, Senf, Honig geht auch zur Neige und Eier haben wir ebenfalls nicht an Bord. Dafür haben wir König Pilsener gebunkert. Für wen? Weiß ich auch nicht!

_DSC4767
Mais. In Österreich und Teilen Altbayerns auch als “Kukuruz” bekannt.

Die beiden Boarder Collies aus der Nachbarschaft sehen ausgezeichnet aus, sind topfit, haben aber mit uns ein Problem. Egal, ob wir sie anschauen, nicht anschauen, beachten, nicht beachten, sie bellen. Sie bellen was das Zeug hält. Frauchen verfällt jedes Mal in hektische Betriebsamkeit, die britischen Arbeits- und Hütehunde zu beruhigen, aber “No way, Jose”. Sie geben keine Ruhe. Bevor wir Morgen in Richtung Heimat aufbrechen, werden wir das Trio noch einmal besuchen. Nicht wahr, Luna?

_DSC4752

Für die Rückfahrt wählen wir einen kleinen Umweg durch die Niederlande. Für künftige Unternehmungen wollen wir uns einen Campingplatz in Sellingen (NL) und die Festung Bourtange, die in der niederländischen Provinz Groningen liegt, noch eben „im Vorbeifahren” ansehen. Den “Campingplatz Emstal” werden wir auf alle Fälle noch einmal besuchen. Mit der allerbesten Ehefrau von allen, denn dann gibt´s auch Kekse zum “Filterkaffee”. – Wenn Sie wissen, was ich meine …

Gartencamping

“Ich leih´ Dir meinen Garten.” – Gartencamping in Butjadingen. Mal was Neues? Nein, die Idee stammt aus good old Englandhttp://campinmygarden.com/ – Jeder, der denkt, einen geeigneten Garten zu haben, meldet diesen auf der Website an und stellt ihn anderen Campern zur Verfügung. Die angebotenen Gärten sind ganz unterschiedlich. Das Angebot reicht vom “basic camping” (Bamping; ohne besondere Ausstattung) bis hin zum “glamorous camping” (Glamping; mit besonders komfortablen Einrichtungen).

_DSC3494

“Das Frollein” und ich nutzten dieses online-Angebot nicht. Wir haben uns einfach bei der Verwandtschaft einquartiert. Die haben nämlich für uns gegrillt!  😀

_DSC3497

Und sie haben eine riesige Wiese, auf der Hund so einige naturwissenschaftliche Phänomene entdecken und erforschen konnte.  💡

_DSC3499

Ohne Worte

Fast ohne Worte. – “Zufriedenheit ist ein stiller Garten, in dem man sich ausruhen kann.” (Ernst Ferstl)

_DSC3190

“Zu beobachten, ohne irgendeine Frage, die eine Antwort erwartet, bedeutet unendliche Wachsamkeit.” – Jiddu Krishnamurti
(*1895 im indischen Madanapalle – †1986 Ojai, Kalifornien)

_DSC3205

_DSC3209

Aufmerksamkeit

Sie hat in der Hundeschule sehr gut aufgepasst und immer ausgezeichnete Zeugnisse nach Hause gebracht. Dennoch bin ich mir sehr sicher, dass Luna den gegen die Apartheit Widerstand leistenden und späteren Präsidenten Südafrikas, Nelson Rolihlahla Mandela, nicht kennt. Dennoch scheint ihr Blick, besonders während der Brut- und Setzzeit, Bände zu sprechen:

“Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert.” – Nelson Mandela.

IMG_0601

Wiefelstedermoor. Auch bei Regen einen Rundgang wert.

Dog-Walker-Highway 1 in “mint condition”

Der Wiefelsteder Kuhhornsweg wurde generalüberholt. Rechtzeitig  wurde der Frühjahrsputz abgeschlossen und so lässt es sich wieder angenehm “dogwalken” auf der “Gassi-Gehen-Autobahn” zwischen der Gristeder Straße und dem Dingsfelder Weg.

IMG_0454

Vorbei sind die Zeiten, da Frauchen, Herrchen und “Fellnase” bei Regenwetter das Wasser in die Schuhe lief.

IMG_0458

Unser Dank geht an die freundlichste Gemeinde des Ammerlandes: Wiefelstede.

IMG_0466

Und wenn da momentan nicht diese “Leinenpflicht” (vom 1. April bis einschl. 15. Juli) bestünde, dann hätte Luna die neu hergerichtete Piste ganz bestimmt schon auf ihre “Renntauglichkeit” geprüft.

Stets im Einsatz

„Dem Täter auf der Spur“. – Hätte der Spiel- und Fernsehfilmregisseur Jürgen Roland (1925-2007) unsere Kleine Münsterländerin gekannt, bin ich mir sicher, er hätte sie für mindestens eine Verfolgungsjagd in seinen zahlreichen Kriminalserien arrangiert. Doch “Dem Täter auf der Spur” lief bereits in den Jahren 1967 bis 1973. Da hatte das “Frollein” noch keine Zeit. Sehr gern hätte sie sicherlich auch in der “Stahlnetz”-Folge “Rehe” aus dem Jahr 1964 mitgewirkt.

_DSC2115

Trotz des Schneegestöbers: On The Road Again

„On The Road Again“, dieser Titel ist einer der größten Erfolge des US-amerikanischen Country-Sängers und -Songwriters Willie Hugh Nelson. – „On The Road Again“ waren „das Frollein“ und ich auch heute morgen wieder. Und da dachte ich an die 1965 in Los Angeles gegründete Gruppe „Canned Heat“. Warum? Weil mir die Version der US-amerikanischen Bluesrockband besser als Willie Nelson´s Arrangement gefällt! … und weil sie (ur-)²alte Erinnerungen weckt.

IMG_0227

Wir haben damals Canned Heat im Woodstock-Film und “zarten Alter” von 12 Jahren im Pfarrsaal der Ev. Kirchengemeinde in Esenshamm/Wesermarsch gesehen und gehört. – “Wir?” Nein, das “Frollein” war noch nicht dabei.