Archiv der Kategorie: Allgemeines

Alltägliches & Co. aus und um Wiefelstede

Besuch aus Süd- oder Mittelamerika

Im Ammerland fand man bereits 1976 im Hankhausermoor den ersten Waschbären. Und nun traf ich an der Oldenburger Landstraße vor den Toren Wiefelstedes wahrscheinlich auf den ersten Großen Ameisenbären (Myrmecophaga tridactyla) im Gemeindegebiet. Unverwechselbar! – Der kleine Kopf mit der dünnen, langen Schnauze. Auf seiner Nahrungssuche in der Bauerschaft Hassel versuchte sich das tagaktive Tier gerade an einem Stacheldrahtzaun.

“Fischauge” sei wachsam!

Kein Holz-, nein, ein Fischauge(nobjektiv) war es, das der Oldenburger Fliegerhorst Fotograf einst geliefert bekam und natürlich sofort vor, hinter und am Stabsgebäude (Geb. 40) erprobte. Für nicht Fotografen: ein “Fischauge” sorgt dafür, dass gerade Linien, die nicht durch die Bildmitte laufen, gekrümmt abgebildet werden. Das entstandene Foto ist dann “tonnenförmig”.

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“Ja, ich bin ein Wiederholungstäter mit ausgeprägter Rückfallquote, Jens.”

Wasserzeichen

Nein, das Foto zeigt nicht die Dauereinrichtung “Baustelle” am Wiefelsteder Swemmbad. Auch wenn der “Sanierungsfall Hallenbad” diese Vermutung durchaus zuließe. Aktuell sind es Risse in der Fassade, die die Handwerker auf den Plan rufen werden: Styroporplatten sind geschrumpft.

Es ist schon zum Piepen mit den Piepen, die hier regelmäßig investiert werden müssen, meint mein gefiederter Freund:

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Statt Bänke aufzustellen

Es ist eine der stets gut besuchten Bürgerversammlungen in der Gemeinde Wiefelstede. Bürgermeister Jörg Pieper trägt “zur Lage der Kommune” vor. Interessierte Bürgerinnen und Bürger lauschen seinen Worten, stellen Fragen und bringen ihre Wünsche und Vorschläge zum Ausdruck. Eine Bürgerin ergreift das Wort und spricht engagiert zur und über die Flüchtlingssituation in der Gemeinde. Schnell weckt sie Interesse im Saal und ihre Worte finden die Zustimmung vieler Anwesender.

Es meldet sich ein Herr zu Wort. Er spricht von seinen einst als Vorsitzender einer Interessengemeinschaft umgesetzten Ideen und dann, ja und dann “rümpft er seine Nase” über diesen Wiefelsteder Verein, der statt Ruhebänke im Ort und den Bauerschaften aufzustellen, sich vielleicht doch mehr Gedanken über die Flüchtlingssituation in der Gemeinde machen solle.

Ja, auch der Touristik Wiefelstede e.V. hat, wie der an diesem Abend direkt angesprochene Ortsbürgerverein, im vergangenen Jahr vier Eichenbänke für Radwanderer, Ferien- und Urlaubsgäste, Besucher, Bürgerinnen und Bürger aufgestellt. Und der Verein hat sich, das kann ich mit Bestimmtheit sagen, da ich sein 1. Vorsitzender bin, nicht mit der Migration nach Deutschland, dem Asyl und Flüchtlingsschutz sowie Abschiebungsverboten nach § 60 Abs. 5 und 7 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) befasst.

Allerdings habe ich von dem sich im vergangenen Jahr so sehr ereifernden Herrn auch nie wieder etwas zur Sache gehört oder gar gelesen. – Sammelt er seine Kräfte auf einer “unserer” Ruhebänke?

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Wiefelsteder Seenplatte

Ruhe herrscht zur Zeit auf der Wiefelsteder Seenplatte, früher auch als Kuhhornsweg bekannt. Wiefelstedes dog-walker-highway no. 1 steht das Wasser bis in die Halbschuhe. Und manchem Vierbeiner bis zum Hals. Wohin nun? Der Kuhhornsweg meldet: “Land unter!” Nur hartgesottene Freischwimmer trauen sich mit ihren (See-)Hunden noch ins nasse Element zwischen Hörner Esch und Dingsfelder Weg. Und was machen die Nichtschwimmer? Geben sie ihren Fellnasen eventuell PROSTAGUTT® FORTE – WIRKSAM UND VERTRÄGLICH* gegen den täglichen Harndrang?  🙂

[*Ein Produkt der Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG, Karlsruhe]

Das Wiefelsteder “Wohnzimmer” ruft saisonbedingt: “Hilfe!”

Deutliche Spuren im Wiefelsteder “Wohnzimmer”, dem land- und forstwirtschaftlichem Umfeld unserer Gemeinde.

Einerseits “geprägt” von Traktoren, die selbstverständlich in der Landwirtschaft zum Zug, aber auch zum Antrieb landwirtschaftlicher Maschinen be- und genutzt werden müssen.

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Anderseits von den Fährten der Feldhasen und Wildkaninchen, denen zu folgen, “das Frollein” niemals abgeneigt ist.

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Die Vorfreude auf Grünkohl mit Kasseler, Pinkel, Kochwurst, geräuchertem Speck, Salz- und Bratkartoffeln lässt da schon einmal die eine und andere Gesellschaft zur “Festsau” werden und die Mülltüte im Bollerwagen de Luxe inkl. Rundumleuchte und weithin hörbarer Beschallungsanlage gerät in Vergessenheit.

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PS.: Ich erspare uns Fotos der “KGSP – Kohlgesellschaftsspielplätze” an denen Teebeutel sowie Damen- und Herrenhygieneartikel “spielerisch vernachlässigt” wurden .

O Täler weit, o Höhen, …

… o schöner, grüner Wald, du meiner Lust und Wehen andächt’ger Aufenthalt! (Joseph Freiherr von Eichendorff: “Abschied”)

Viele erleben aufregende Abenteuer in den entlegensten Winkeln dieser Erde. Das “Frollein” und ich stellen uns diesen Herausforderungen täglich. In usA, unserem schönen Ammerland! Direkt vor unserer Haustür. Da wandern wir durch Feld, Wald und Flur und treffen so auf viele Menschen und Gegenstände, die wir dort, wo wir uns bisweilen begegnen, nicht im entferntesten vermutet hätten.  Da sind die netten Gespräche mit den Landwirten, Jägern, Urlaubern und Radwanderern. Da sind die unverhofften Begegnungen mit dem Pärchen, das mit einer Wolldecke und leicht zerzaustem Haar scheu aus dem Unterholz tritt und das nun wirklich ganz und gar (nicht von mir!) unbeabsichtigte Zusammentreffen mit dem “Heimwerker”, der abseits aller öffentlichen Wege die “Überbleibsel seines Schaffens”, gemeint sind Bauschutt, der verschlissene Teppichboden und Teile eines ausrangierten Jugendzimmers, so heimlich, still und leise hinter einer Wallhecke “endzulagern” beabsichtigt. Nun zu weiteren Utensilien, die der Wald nicht braucht: demnächst wird es wohl fließendes Trinkwasser im Wald geben. Unweit der Halfsteder Bäke entdeckten wir kürzlich eine noch nicht komplett installierte Wasserentnahmestelle.  – … falls sich Fuchs, Has´, Haselhuhn, Rehbock oder Hirsch mal einen Tee kochen möchten. Ideal! “Das ist nur eine Armatur! Damit kann man nicht kochen!” vernehme ich. “Richtig! Doch der erforderliche Herd liegt in ca 100 Meter Entfernung  … im Wald.”

Rotkelchen

Rotkehlchen

Rotkehlchen auf dem Zweige hupft,
wipp, wipp,
hat sich ein Beerlein abgezupft,
knipp, knipp,
lässt sich zum klaren Bach hernieder,
tunkt’s Schnäblein ein und hebt es wieder,
stipp, stipp, stipp, stipp,
und schwingt sich wieder in den Flieder.

Es singt und piepst
ganz allerliebst,
zipp, zipp, zipp, zipp, tirili,
sich seine Abendmelodie,
steckt’s Köpfchen dann ins Federkleid
und schlummert bis zur Morgenzeit.

Wilhelm Busch (1832-1908)

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