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Alltägliches & Co. aus und um Wiefelstede

Das Mitternachtssüppchen

Es ist schon eigenartig, aber in der Vorweihnachtszeit holen mich immer wieder Bilder aus einer Zeit ein, die ich im Grunde ad acta gelegt habe. Es sind Bilder, die, obwohl sie in keinem grafischen Tiefdruckverfahren entstanden sind, doch als „Stahlstich“ bezeichnet werden müssen. Nadelspitz stechen sie zu und „verletzen“ mich noch heute. Unlängst holten mich „diese Geister“, die ich nicht rief, wieder ein.

Auslöser war ein „Süppchen“. Ich wähle bewusst diese grammatische Verkleinerungsform der auf der Grundlage eines Fonds beruhenden und aus weiteren Zutaten bestehenden Speise. – Eben saß ich noch entspannt vor meinem Süppchen, da startet das „vorweihnachtliche Kopfkino“:

Wir üben neben einem großen Flugfeld an der Vechtaer Straße in der Gemeinde Großenkneten. Seit mehreren Tagen ziehen wir mit unserem hochmodernen und mobilen Waffensystem durch den Raum Oldenburg-Cloppenburg-Delmenhorst. Wir fahren in der Dunkelheit. Bauen auf, gehen in Stellung, tarnen und täuschen, kämpfen, bauen ab und ziehen weiter. Wir, das sind mehr als 100 Soldatinnen und Soldaten unter der Führung eines Stabsoffiziers.

Es geht an die Substanz und an die Nerven. Und irgendwann ist der Punkt erreicht, da geht es zwar noch, aber nicht mehr so professionell wie gewohnt. Die Luft ist raus. Es bedarf keiner erweiterten Ursachenforschung „Warum?“ dies so ist.

Die Abhandlung über „Die paradoxe Wirkung von Strafe als Erziehungsmittel“ scheint er nie gelesen und schon gar nicht verinnerlicht zu haben. Also „haut er drauf“, der Herr Major. Er verteilt „Druck und EPA“ (EPA – Essenrationen (EinmannPAckungen) der Bundeswehr für das Überleben im Felde.) Ein Vorgesetzter, der „Druck und EPA verteilt“, bestraft seine SoldatInnen als Druck- und Erziehungsmittel. Dies geschieht an diesem Abend in einer lautstarken und schließlich ungerechten und damit kontraproduktiven Art und Weise. Und dann begeht er den Kardinalfehler: Er schart seine ihn anbetenden Lieblinge um sich und verlässt das Übungsszenario. Gemeinsamen speisen die Herren an diesem Abend im Kasino.

Was hat das alles mit dem „Süppchen“ zu schaffen? – Es geht gegen Mitternacht. Die Stellung ist gesichert, die Streifen patrouillieren, nicht benötigtes Personal, außer demjenigen, der selten schläft, befindet sich in Ruhe. Die (geübte) Sicherheitslage ist mehr als angespannt. Da kommt er, der Ruf des Einheitsführers! Er möchte ein Mitternachtssüppchen und dazu ein „Scheibchen“ Vollkornbrot. Im ersten Moment kein Problem, aber der Herr Major befindet sich „auf dem Gefechtsfeld“. Dorthin bringt man, auch wenn “nur” geübt wird, nicht mal eben ein „Süppchen mit Scheibchen“!

Doch. – Er soll sie auslöffeln: Personal aus dem Schlaf reißen, Doppelstreife bewaffnen, aus- und aufrüsten, in die Lage einweisen und “Auf geht´s!”. – „Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.“ – Der Herr Major weiß bis heute nicht, womit ich sein „Mitternachtssüppchen“ zierte. – Und ich hab´s vergessen.

Seltsam, im Nebel zu wandern


Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.
(Auszug: Im Nebel, Hermann Hesse, 1877 – 1962)

Schau ganz tief in die Natur, und dann verstehst du alles besser. – Albert Einstein

Es ist nebelig an diesem Morgen. Und da ich heute nicht minijobbe, beschließen das Frollein und ich, einen weiten Gang durch die Gemeinde zu unternehmen. Wir laufen die Gristeder Straße entlang, rechts neben uns das Kollmoor. Am Nordholtsweg biegen wir ab und umrunden das Nordholt. Als wir erneut die Gristeder Straße erreichen, laufen wir weiter in Richtung des Rhododendron Parks.

Der Zahn der Zeit beginnt beginnt zu nagen

Nach dem Köntjeweg überqueren wir die L825 und als wir den Rhodo-Park hinter uns gelassen haben, stehen wir auf dem Dingsfelder Weg. Wilshoren und die Halfsteder Bäke lassen wir „links liegen“ und laufen jetzt, Dingshagen und das Mansholter Holz zu unserer Rechten, nach Dingsfelde. Es ist so nebelig, wir können Kuhhorn kaum erkennen.

Dingsfelder Weg

Ich bin mir fast sicher, dass selbst so manch alteingesessene Wiefelsteder*Innen nicht unbedingt wissen, wo wir uns an diesem Vormittag aufhalten. Ich, der vor etwas mehr als 20 Jahren zugereiste (Wahl-)Wiefelsteder, habe lange gebraucht, um mir diese Namen einzuprägen.

Halfsteder Bäke

Trotz des dichteren Nebels versuchen wir es: „Schau ganz tief in die Natur, und dann verstehst du alles besser.“ (Albert Einstein)

Nordholtsweg

19. Wiefelsteder MoBa-Stammtisch

Nicht regelmäßig, aber spontan und auch schon einmal an wechselnden Orten findet seit einigen Jahren der “Wiefelsteder Modellbahnstammtisch” statt. Ob im Gasthof unseres Vertrauens (Rabe´s Gasthof) oder im Gemeindesaal der Kirchengemeinde Wiefelstede (Rudolf-Bultmann-Haus), es gibt immer “diskutable” Neuigkeiten: Modellbahnzubehör für Bergidyll und Autoverkehr, Figuren-Sets Spur H0 “die Helden von Paris”, Grasbüschel in gedeckten Farben mit 6 mm und 12 mm Länge, die Dampflokomotive Serie 82, Elektrolokomotive Serie Ce 6/8 III oder Kesselwagen für die BR 118.

BR (Baureihe) 119 und 151

“Alles, was auf Schienen rollt, kommt auf´s Gleis.” – Ob analog, digital, ob Gleich- oder Wechselspannung, ob Modellbahn-Laie, -Amateur, -Profi oder -Experte, jede und jeder kommt zum Zug.

“Emma” hatte an diesem Abend auch Zeit

Im Anschluss einige Fotos des 19. Modellbahnabends.

Die Baureihe V 200.0 im Industriedesign der 1950er Jahre war eine der ersten Diesel-Streckenlokomotiven der Deutschen Bundesbahn (DB)
“Emma” hatte ihren kleinen Fuhrpark im Anhang
Die ursprüngliche V 320 erhielt ab 1968 bei der Bundesbahn die Nummer 232 001-8
Für den Einsatz auf Nebenstrecken vorgesehen war die Baureihe 86
Märklin Transformator 30VA. Damit brachte und bringt man noch heute analoge Zugpferde auf Trab
“Betrachten wir nun diese letzten 8 Binärbits b1 b2 b3 b4 b5 b6 b7 b8 eines Loktelegramms. Die Fahrstufen selbst werden in den Bits b1 b3 b5 b7 kodiert. Die Kodierung ist kompatibel zum alten Märklin Motorola-Format.” (Auszug aus Quelle: http://home.mnet-online.de) – Deshalb fahre ich analog!

Unser “Fahrdienstleiter” und Organisator Jens hatte den 19. MoBa-Stam²tisch in den Wiefelsteder Gemeindesaal gestellt. Und wieder nahmen viele daran Platz. – “Besten Dank, Jens!”

Es passiert immer nur den anderen …

… bis man sich schließlich selbst in den Reihen dieser anderen entdeckt.

Bisher ging es immer gut. – … “tausend und eine Nacht und es hat “boom” gemacht” … (frei nach Klaus Lage)

Fast daheim. In zehn Minuten werde ich vor unserem Haus stehen. Diese Hoffnung ändert sich innerhalb weniger Sekundenbruchteile. Von links springt das Reh auf die Straße. Unsere Blicke treffen sich. Und dann ist es auch schon zu spät. Ich kann nicht ausweichen. Ich bremse. Obwohl ich nur ca. 50 Km/h fahre, gibt es einen heftigen Aufprall.

Nur ein kleines Reh …

Gefühlte tausendmal habe ich sie gelesen: Aufklärende Artikel wie “Wildunfall. So verhalten Sie sich richtig.” – Und jetzt? Ich blicke auf ein verendendes Tier. Ein Anblick, der auch den ehemaligen Berufssoldaten nicht ungerührt lässt. Die eingeschalteten Warnblinkleuchten spiegeln sich “taktvoll” im nassen Asphalt und plötzlich frage ich mich: “Wo befinden sich Warndreieck und -weste?” Natürlich liegen diese an vertrauter und leicht erreichbarer Stelle im Auto, aber ich scheine mich im ersten Schreck nicht daran zu erinnern.

“Ach, halb so schlimm. Zahlt ja die Versicherung.” – Gut gemeinterer Rat und Trost kann ganz schön …

Inzwischen stehe ich mit angelegter “gelb schreiender” Warnweste im fließenden Verkehr auf der Straße. Unmittelbar an einer unbeleuchteten Anschlussstelle zur BAB 29. Es ist fast 22:00 Uhr. Stockdunkel. Autos nähern sich. Die von mir abgesicherte Unfallstelle muss bemerkt werden! Ich erwarte im Zeitalter Speisen fotografierender, Kussmund- oder six-pack-Selbstbildnisse verschickender sowie “facebookender & whatssappender” Mitmenschen keine persönliche Unterstützung, aber Rücksicht. Mann und Frau pfeifen auf die Situation und an mir vorbei. Ich deute immer wieder auf das tote Reh in der Fahrbahnmitte, das zu bergen mir im herrschenden “(Tief-)Flugverkehr” bis jetzt verwehrt blieb. Es scheint keinen zu interessieren. Im Gegenteil, das Tier wird sogar überrollt … und es wird dennoch weitergefahren.

Aus den Fugen geraten

Die informierte Polizei rät mir, die Unfallstelle schnellstens zu verlassen und an einem sicheren Ort zu warten. Ich schleppe das Tier (ohne angelegte Gummihandschuhe; “Wo sind die überhaupt?”) an den Straßenrand, sammle Fahrzeugteile ein und fürchte dabei, besonders in den Momenten, da ich dem Verkehr den Rücken zu drehen muss, um mein Leben. Ich bin froh, als ich auf dem nahegelegenen beleuchteten Parkplatz stehe und vor dieser Schar unerbittlich-rücksichtsloser Verkehrsteilnehmer*Innen sicher bin.

Du denkst, Du bist auf alles (mental) vorbereitet …

Mir bleibt Zeit, über mein angelesenes Wissen hinsichtlich eines Wildunfalls nachzudenken. Vorausschauendes Fahren, erhöhtes Gefahrenbewusstsein, Gefahr durch Ausweichen, Unfallstelle absichern, gründliche Spurensuche am betroffenen Fahrzeug, Unfallaufnahme, Polizei, Jagdpächter, Wildschadenbeseitigung. Liest sich alles schnell und leicht verständlich in den einschlägigen Artikeln. Und jetzt? – “Wer ist der zuständige Jagdpächter in dieser Gegend, die ich nur flüchtig kenne? Ja, wo befinde ich mich eigentlich? Ist dies noch die X-Straße oder bin ich bereits auf der Y-Allee? Ist es die Gemeinde A oder B in der sich der Wildunfall ereignete?”

Unfall mit Haarwild

Es ist entspannt und immer alles ganz einfach zu verstehen, wenn man daheim im Ohrensessel bei einer Tasse Kaffee den Wildunfall-Artikel im Journal des Automobilclubs liest und sich bei ähnlichen Gedanken, wie “Ja, kenne ich”, “Na klar, so und nicht anders” sehr souverän auf der Seite der “Erleuchteten” wähnt. – Aber in der Dunkelheit, bei Nieselregen, bei instabiler Mobiltelefonverbindung und umgeben von getriebenen und eilenden Zeitgenoss*Innen sieht es dann furchterregend anders aus.

Ich klage nicht an. Ich verarbeite nur die schwere Kost dieses Abends und bedanke mich bei den beiden sehr freundlichen und hilfreichen Polizeibeamten der Dienststelle Rastede.

“In die Gasse gehen” …

… vielleicht Städter, denen der Gang in Feld, Wald und Flur nicht immer möglich ist. Zum Glück habe wir es da sehr viel besser getroffen.

Der Kuhhornsweg “von gegenüber” gesehen

“Das Gehen mit dem Hund ist die Handlung einer Person, die mit einem Hund geht, normalerweise aus der Wohnung des Hundes und dann zurückkehrt. Sowohl Besitzer als auch Haustiere erhalten viele Vorteile, einschließlich Bewegung und Kameradschaft.” (Quelle: wikipedia) – Na, wer´s jetzt nicht verstanden hat, … der ist nicht allein!

Parklandschaft Ammerland

Direkt vor unserer Haustür mangelt es uns nicht an Gelegenheiten, abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen. – Und warum erwähne ich dies heute? “Nur mal so.”

Wegbegleiter 1
Wegbegleiter 2
Wegbegleiter 3

“Ich habe noch nie ein Foto gemacht, wie ich es beabsichtigt hatte. Sie sind immer schlechter oder besser.” – Diane Arbus (geb. Nemerov, 1923-1971, amerikanische Fotografin und Fotojournalistin)

Nordholtsweg. Zwischen Gristeder Straße und Langenfurth. In Österreich und Teilen Altbayerns hätte ich nun gesagt, dass Luna wieder aus dem “Kukuruz” (Mais) auftaucht

Mindestens ein Jahr ist vergangen. Heute sind wir wieder in den Horster Büschen.

“O Täler weit, O Höhen, O schöner, grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen, Andächt´ger Aufenthalt.” – Joseph von Eichendorff
Und dann begegnen wir unserer “vorausgegangenen” Spur. – So können wir in unsere eigenen Fußstapfen treten

Hier noch ein paar “Anhängsel” weiterer Spaziergänge mit dem Frollein:

Im Staub geduscht wurden heute morgen die Rinder, die in ihrem “Bollerwagen” auf dem Kuhhornsweg auf Achse waren
Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt. – Es blieb den beiden auch nichts anderes übrig: Der Kuhhornsweg ist augenblicklich knochentrocken und daher größtenteils eine “Sandwüste”
Um 8.00 Uhr trifft man hier nur auf wenige FrühaufsteherInnen, denen die Stille am Hörner Diek sicherlich genauso gefällt wie dem Frollein und mir
Seit vielen Wochen bewacht er seinen geheimen Schatz. – Wo? Wenn ich´s verrate, ist´s ja nicht mehr “magisch”
“Schiffe versenken” für Fortgeschrittene

18. Modellbahnstammtisch Wiefelstede

Es begann in einem Bistro auf einem kleinen Tischchen. Inzwischen benötigen wir schon einmal einen Saal oder, wie es beim letzten Treffen der Fall war, den Konfirmandenraum im Rudolf-Bultmann-Haus, dem Gemeindehaus der Ev.-luth. Kirchengemeinde Wiefelstede in der Kirchstraße. – “Unsere Kreise haben sich eben erweitert.”

Zweifelsohne mein Favorit an diesem Abend. Natürlich waren auch wieder sehr viele hoch interessante Modelle vor Ort, aber der TEE …
… und gleich noch einmal: TEE. Trans Europ Express (nicht: Trans-Europa-Express)
Eine V 160, die später zur “216” wurde. Interessanter ist der ihr wegen ihrer rundlichen Form verliehene Spitzname “Lollo” (eine Anspielung auf die italienische Schauspielerin Gina Lollobrigida. Warum auch immer ? 😉 )
EBW V270.06. “EBW”, nein, nicht Eissport-Verband Baden-Württemberg oder Evangelisches Bildungswerk, sondern Eisenbahnbewachungs GmbH (Niederlassung Cargo)
Tja, dazu kann ich nichts sagen. – Nachtrag: Dank Ralf P. weiß ich nun viel mehr: Westfälische Almetalbahn GmbH (WAB), WAB 28 – V200 – M62 (So sind sie, die Modellbahner. Vielen Dank!)
Schon im DB-Museum Koblenz, wurde E 103 113-7 wieder reaktiviert, “arbeitete ab 2015 in München und steht seit 30. März 2017 wieder im DB-Museum in Koblenz. Gestern hatte sie frei und kam kurz nach Wiefelstede
BR E 94 mit dem Spitznamen „Deutsches Krokodil“ bezeichnet eine Baureihe sechsachsiger schwerer Elektrolokomotiven
2001 im HEEL Verlag erschienen: Jörg Hajt – Das große TEE-Buch
Organisator und “Fahrdienstleiter” Jens B. und Sohn Jonah hochkonzentriert
Die Baureihe V 200.0 (ab 1968 BR 220). Eine der ersten Diesel-Streckenlokomotiven der Deutschen Bundesbahn

Unser Modellbahnstammtisch “begrüßt” gern alle Spuren, Gleich- und/oder Wechselspannung, Dampf-, Elektro- und/oder Diesellokomotiven, analog oder digital, alt oder neu, jung oder alt, Hobby- oder “Vollblut”-ModellbahnerInnen oder “nur” Interessierte. Gäste und “Sehleute” sind stets willkommen!

11. Oktober 2005

Ich wusste nicht, dass an diesem 11. Oktober vor nunmehr 13 Jahren die 1999 im Kosovo-Krieg in Novi Sad zerstörte Freiheitsbrücke wieder eröffnet wird. Also unternahm ich, da ich auch keine Einladung zu dieser Veranstaltung erhalten hatte, an diesem Dienstag einen dienst(äg)lichen Ausflug über den seiner endgültigen Schließung inzwischen sehr nahe gekommenen Oldenburger Fliegerhorst. – Ich bin mir sicher: in Novi Sad vermisste mich an diesem Tag niemand.

Auf der rechten Seite Geb. 185. Links, zum Teil verdeckt, die Gebäude 189 und 209. Und wer noch einen FlgH-OL-Plan besitzt, findet diese Gebäude bei J/K 20/21

Ein unerwartetes Wiedersehen mit dem Kraftfahrer (Oliver F.), der mich damals begleitete und den ich nach fast 12 Jahren in einer kreisfreien Stadt im Oldenburger Land, die zur Metropolregion Bremen/Oldenburg gehört, wiedertraf, brachte mich auf die Idee, diese Bilder noch einmal “auszugraben”.

Halle 6. Erbaut 1936. In diesem Jahr: Olympische Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen und die Olympischen Sommerspiele in Berlin

Ich will aus diesem Beitrag keine Geschichte machen, sondern einfach die Bilder sprechen lassen. Ich denke, sie sind für Eingeweihte ein die Erinnerung anregender, kleiner Ausflug in die Militärhistorie Oldenburgs. – Und wenn nur einer denkt: “Ach, ja”, dann hat sich meine Arbeit gelohnt.

Halle 1. Ich drückte in Höhe der Geb. 143, 144 und 100 auf den Auslöser
Halle 7, daneben ein Teil der Halle 6 und im Vordergrund Geb. 221, das 1982 errichtete Lagergebäude LOX (liquid oxygen, Flüssigsauerstoff)
Geb. 12. Eine Fahrzeughalle inkl. Bürogebäude
Halle 3. Man(n) unterschied Halle 3 ost und Halle 3 west
Das 1961 errichtete Towergebäude (Geb. 21) darf natürlich nicht fehlen. Im Hintergrund die 1936 errichtete Halle 5, die ebenfalls in einen West- sowie einen Ost-Teil “getrennt” war

Lesezeichen

Die Bücher, die ich “links liegen lasse”, tragen Titel wie “Mein Xxyyz”. Viele andere wecken stets mein großes Interesse. Besonders dann, wenn sie hochbejahrt sind und diese ganz bestimmte Art einer getragen-belesenen Würde ausstrahlen. Gestern begegneten mit diese Exemplare gleich kisten- und kartonweise.

Ich möchte nun keine Liste oder gar Inhaltsangaben, Beurteilungen oder Erörterungen zum Inhalt dieser weit mehr als 100 Publikationen liefern, aber aus dem Inhalt dieser Bücher einige darin vorgefundene Lesezeichen zeigen. – Und manche davon lassen sogar Rückschlüsse auf ihre einstigen BesitzerInnen zu. Doch so weit will und darf ich nicht “eintauchen”.

Aus einem Lehrbuch für Erdkunde (Steinhauff-Schmidt, Ausgabe für Mädchenschulen. III. Teil, 1911)
Aus einem Schulbuch der Schule Hogenkamp, Oldenburg
Einladung zur Elternversammlung am 19. Juni 1961
Ein Vater entschuldigt seinen Sohn vom Unterricht. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich bei dem Vater um einen sehr bekannten Torwart des Vfl Oldenburg von 1894
Fehlte auf keinem Plattenteller und machte auch als Lesezeichen eine gute Figur: Peter Alexander
Sommer 1940. Das Foto wurde durch Foto Henkel in der Oldenburger Gaststraße 28 entwickelt. Heute findet man unter dieser Adresse u.a. ein Brillenatelier
Ein Parkschein etwas neueren Datums
Hoffentlich brachte er seiner Besitzerin vor seiner Verwendung als Lesezeichen viel Glück
Freitag, 22. Dezember 1939. Der Geburtstag des österreichischen Opern- und Liedersängers (Bass) Franz Kalchmairs

Erregte Gemüter

gab es, als 2017 der Hörner Diek abgeholzt wurde. Auch ich schwamm auf der reißenden Welle der Empörung, die vor mehr als einem Jahr aus den “Funktionsbecken” durch Wiefelstede flutete.

Die Teichralle oder das Teichhuhn wird bis zu 15 Jahre alt

Die Natur um die Regenrückhaltebecken hat sich nach der einschneidenden Maßnahme verändert, aber immer mehr erobert sie ihr altes Terrain zurück.

Mariendistel
“Hugin und Munin müssen jeden Tag über die Erde fliegen. Ich [Odin] fürchte, dass Hugin nicht nach Hause kehrt; doch sorg ich mehr um Munin.” (aus: Grímnismál, einem Götterlied der Lieder-Edda; Hugin und Munin waren die Ratgeber Odins)
“Ich hab’ ein Bächlein funden, Vom Städtchen ziemlich weit;…” (aus: “Daphne am Bach” – Friedrich Leopold Graf zu Stolberg)

Emstal. Tierisch

„Tierisch gut“. – Ein wenig leidenschaftlich übertreibend, spreche ich gern einmal von einer „tierisch guten Sache” oder einem “tierisch spannenden Erlebnis”, um Interesse und Neugier zu wecken. Das möchte ich natürlich auch jetzt, aber eigentlich geht es heute um unsere tierischen Nachbarn, die uns an diesem Wochenende im „Zweistromland“ besuchten. – Ja, und auch um ein, zwei „tierische Dinge“, die uns, nun bildsprachlich korrekt, eminent gefielen oder überraschten.

Hin und wieder warf dieser Australian Shepherd einen Blick auf Luna
“Hey, die hat auch einen Ball! Und sogar einen Gelben, wie ich!”
Dieser Buchfink hatte es jeden Morgen auf die Ganseforthschen Brötchenkrümmel abgesehen
“Frau Buchfink” interessierte sich dafür mehr für Lunas “Haarausfall”
Die Klappergrasmücke war etwas lustlos-gelangweilt
Luna war tierisch genervt, da sie wegen der zahlreichen Nachbarn an der (langen) Leine, nein, nicht in Hannover, Urlaub machte
Dieser Vertreter aus der Familie der Drosseln sah hin und wieder nach dem Rechten
Hätte ich es nicht selbst fotografiert … Nein, es ist keine “gehübschte” Fotomontage
Das “historische” Fahrrad des Nachbarn aus ROW: tierisch in Schuß!
Die Eisbecher in Haren/Ems: tierisch gut!
Wie viele Wohnmobile passen auf das Areal eines ca. halben Handballfeldes?  Immer eines mehr als man denkt! – Hier ging es wenig später “tierisch zur Sache”, weil jemand mit der Hundehaltung eines WoMo-Nachbarn so ganz und gar nicht einverstanden war … und das zu Recht!

War es auch nur ein kurzes Wochenende im emstalerschen Zweistromland bei Sustrum, der Besuch hat sich wieder einmal gelohnt. – Und zwar: tierisch!

Wiefelstede. [“Ohne Heimat sein heißt leiden.” – Fjodor Michailowitsch Dostojewski]