Archiv der Kategorie: Allgemeines

Alltägliches & Co. aus und um Wiefelstede

11. Oktober 2005

Ich wusste nicht, dass an diesem 11. Oktober vor nunmehr 13 Jahren die 1999 im Kosovo-Krieg in Novi Sad zerstörte Freiheitsbrücke wieder eröffnet wird. Also unternahm ich, da ich auch keine Einladung zu dieser Veranstaltung erhalten hatte, an diesem Dienstag einen dienst(äg)lichen Ausflug über den seiner endgültigen Schließung inzwischen sehr nahe gekommenen Oldenburger Fliegerhorst. – Ich bin mir sicher: in Novi Sad vermisste mich an diesem Tag niemand.

Auf der rechten Seite Geb. 185. Links, zum Teil verdeckt, die Gebäude 189 und 209. Und wer noch einen FlgH-OL-Plan besitzt, findet diese Gebäude bei J/K 20/21

Ein unerwartetes Wiedersehen mit dem Kraftfahrer (Oliver F.), der mich damals begleitete und den ich nach fast 12 Jahren in einer kreisfreien Stadt im Oldenburger Land, die zur Metropolregion Bremen/Oldenburg gehört, wiedertraf, brachte mich auf die Idee, diese Bilder noch einmal “auszugraben”.

Halle 6. Erbaut 1936. In diesem Jahr: Olympische Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen und die Olympischen Sommerspiele in Berlin

Ich will aus diesem Beitrag keine Geschichte machen, sondern einfach die Bilder sprechen lassen. Ich denke, sie sind für Eingeweihte ein die Erinnerung anregender, kleiner Ausflug in die Militärhistorie Oldenburgs. – Und wenn nur einer denkt: “Ach, ja”, dann hat sich meine Arbeit gelohnt.

Halle 1. Ich drückte in Höhe der Geb. 143, 144 und 100 auf den Auslöser
Halle 7, daneben ein Teil der Halle 6 und im Vordergrund Geb. 221, das 1982 errichtete Lagergebäude LOX (liquid oxygen, Flüssigsauerstoff)
Geb. 12. Eine Fahrzeughalle inkl. Bürogebäude
Halle 3. Man(n) unterschied Halle 3 ost und Halle 3 west
Das 1961 errichtete Towergebäude (Geb. 21) darf natürlich nicht fehlen. Im Hintergrund die 1936 errichtete Halle 5, die ebenfalls in einen West- sowie einen Ost-Teil “getrennt” war

Lesezeichen

Die Bücher, die ich “links liegen lasse”, tragen Titel wie “Mein Xxyyz”. Viele andere wecken stets mein großes Interesse. Besonders dann, wenn sie hochbejahrt sind und diese ganz bestimmte Art einer getragen-belesenen Würde ausstrahlen. Gestern begegneten mit diese Exemplare gleich kisten- und kartonweise.

Ich möchte nun keine Liste oder gar Inhaltsangaben, Beurteilungen oder Erörterungen zum Inhalt dieser weit mehr als 100 Publikationen liefern, aber aus dem Inhalt dieser Bücher einige darin vorgefundene Lesezeichen zeigen. – Und manche davon lassen sogar Rückschlüsse auf ihre einstigen BesitzerInnen zu. Doch so weit will und darf ich nicht “eintauchen”.

Aus einem Lehrbuch für Erdkunde (Steinhauff-Schmidt, Ausgabe für Mädchenschulen. III. Teil, 1911)
Aus einem Schulbuch der Schule Hogenkamp, Oldenburg
Einladung zur Elternversammlung am 19. Juni 1961
Ein Vater entschuldigt seinen Sohn vom Unterricht. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich bei dem Vater um einen sehr bekannten Torwart des Vfl Oldenburg von 1894
Fehlte auf keinem Plattenteller und machte auch als Lesezeichen eine gute Figur: Peter Alexander
Sommer 1940. Das Foto wurde durch Foto Henkel in der Oldenburger Gaststraße 28 entwickelt. Heute findet man unter dieser Adresse u.a. ein Brillenatelier
Ein Parkschein etwas neueren Datums
Hoffentlich brachte er seiner Besitzerin vor seiner Verwendung als Lesezeichen viel Glück
Freitag, 22. Dezember 1939. Der Geburtstag des österreichischen Opern- und Liedersängers (Bass) Franz Kalchmairs

Erregte Gemüter

gab es, als 2017 der Hörner Diek abgeholzt wurde. Auch ich schwamm auf der reißenden Welle der Empörung, die vor mehr als einem Jahr aus den “Funktionsbecken” durch Wiefelstede flutete.

Die Teichralle oder das Teichhuhn wird bis zu 15 Jahre alt

Die Natur um die Regenrückhaltebecken hat sich nach der einschneidenden Maßnahme verändert, aber immer mehr erobert sie ihr altes Terrain zurück.

Mariendistel
“Hugin und Munin müssen jeden Tag über die Erde fliegen. Ich [Odin] fürchte, dass Hugin nicht nach Hause kehrt; doch sorg ich mehr um Munin.” (aus: Grímnismál, einem Götterlied der Lieder-Edda; Hugin und Munin waren die Ratgeber Odins)
“Ich hab’ ein Bächlein funden, Vom Städtchen ziemlich weit;…” (aus: “Daphne am Bach” – Friedrich Leopold Graf zu Stolberg)

Emstal. Tierisch

„Tierisch gut“. – Ein wenig leidenschaftlich übertreibend, spreche ich gern einmal von einer „tierisch guten Sache” oder einem “tierisch spannenden Erlebnis”, um Interesse und Neugier zu wecken. Das möchte ich natürlich auch jetzt, aber eigentlich geht es heute um unsere tierischen Nachbarn, die uns an diesem Wochenende im „Zweistromland“ besuchten. – Ja, und auch um ein, zwei „tierische Dinge“, die uns, nun bildsprachlich korrekt, eminent gefielen oder überraschten.

Hin und wieder warf dieser Australian Shepherd einen Blick auf Luna
“Hey, die hat auch einen Ball! Und sogar einen Gelben, wie ich!”
Dieser Buchfink hatte es jeden Morgen auf die Ganseforthschen Brötchenkrümmel abgesehen
“Frau Buchfink” interessierte sich dafür mehr für Lunas “Haarausfall”
Die Klappergrasmücke war etwas lustlos-gelangweilt
Luna war tierisch genervt, da sie wegen der zahlreichen Nachbarn an der (langen) Leine, nein, nicht in Hannover, Urlaub machte
Dieser Vertreter aus der Familie der Drosseln sah hin und wieder nach dem Rechten
Hätte ich es nicht selbst fotografiert … Nein, es ist keine “gehübschte” Fotomontage
Das “historische” Fahrrad des Nachbarn aus ROW: tierisch in Schuß!
Die Eisbecher in Haren/Ems: tierisch gut!
Wie viele Wohnmobile passen auf das Areal eines ca. halben Handballfeldes?  Immer eines mehr als man denkt! – Hier ging es wenig später “tierisch zur Sache”, weil jemand mit der Hundehaltung eines WoMo-Nachbarn so ganz und gar nicht einverstanden war … und das zu Recht!

War es auch nur ein kurzes Wochenende im emstalerschen Zweistromland bei Sustrum, der Besuch hat sich wieder einmal gelohnt. – Und zwar: tierisch!

Wiefelstede. [“Ohne Heimat sein heißt leiden.” – Fjodor Michailowitsch Dostojewski]

Hörner Diek

Im Februar 2017 rückte man dem Hörner Diek mächtig zu Leibe. Nach damals zehn Jahren ein sicherlich erforderlicher Rückschnitt, der in seinem unkontrollierten Ausmaß nicht auf “Lob und Anerkennung” bei den zahlreichen BesucherInnen der “Funktionsbecken” stieß.

Es kann durchaus geschehen, dass man selbst am Wochenende um 06.30 Uhr nicht allein den Hörner Diek durchstreift

“Die Zeit heilt alle Wunden”, philosophierte Voltaire einst in “Der ehrliche Hurone”. Über seine Behauptung ließe sich vortrefflich disputieren. “Im eigentlichen und übertragenem Sinne”, wie einst eine meiner Klassenlehrerinnen (Frau Schmidt) so gern sagte.

“Denn was man schwarz auf  weiß besitzt, …”

Ich denke: “Der Hörner Diek befindet sich heute auf dem Weg einer schrittweise “natürlichen Heilung”.” – 2017 war ihm ein vernichtend-führungslos-willkürliches und zum Teil zapfwellenbetriebenes “Häcksler-, Freischneider- und Kettensägenmassaker” zum Verhängnis geworden.

In der Deckung und …
… auf der Flucht

Ich werde nun zukünftig auf weitere sich ankündigende “einschneidende” Einzelheiten achten und in bestimmten Situationen, außerordentlich aktiv und fokussiert handeln. – Versprochen.

Colonel Hathi´s Dschungelpatrouille (aus: Das Dschungelbuch) in der “gefiederten Variante”

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Am 25. Mai 2018 ist die EU-weit geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) für alle verbindlich. Bis dahin müssen Abläufe und Webweiten angepasst sowie Informationen ergänzt werden.

Grundsätzlich sind alle Vorgänge betroffen, bei denen personenbezogene Daten erhoben, gespeichert und verarbeitet werden. Andernfalls kann großer „Ärger ins Haus stehen“. Um diesen zu vermeiden, wurde mein blog überarbeitet und mit der DSGVO in Einklang gebracht.

Und was hat sich nun auf meinen Seiten geändert? Unter anderem wurde z.B. die Kommentarfunktion deaktiviert, weil sie eine Verarbeitung persönlicher Daten umfasst. Und sollte jemand bemerkt haben, dass sich das Schriftbild meines blogs leicht verändert hat, so ist dies eine Folge der im Interesse des Datenschutzes durchgeführten Änderungen.

Ich erspare uns nun die Debatte, wer uns das alles eingebrockt hat und freue mich weiterhin über zahlreiche, auch kommentarlose, Besuche unter www.ronald-stock.de

Die Untermieter sind zurück

Die Wildkaninchen waren in den vergangenen Jahren hartnäckig, das Rehwild eher vorsichtig. Seit unser “Frollein” mehr wach und konzentriert, als höflich-zuvorkommend den Garten überwacht, zogen es die Rehe in den letzten beiden Jahren vor, das Weite zu suchen. Nun sind sie wieder zurück. – Und Luna kontrolliert wieder regelmäßig “ihr Grenzgebiet”.

“Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp, …” (“Der Taucher”, Friedrich von Schiller)

Winterruhe der Natur

Ich schreibe lieber “Winterruhe”, als einmal mehr von Frost zu sprechen. Dennoch lässt sich nicht verhehlen, dass es heute morgen mit -1,6 °C recht “prickelnd” am Hörner Diek war.

Eine der drei “aufgeständerten Konstruktionen” (Brücken) im Bereich des Hörner Dieks

Ostwind. Nicht der Wind auf dem Saturnmond Titan, sondern ein aus östlichen Richtungen kommenden Wind, sorgte heute für einen dementsprechenden “wind chill factor”, den Luna und ich bereits vor unserem Start in den Morgen, mit der fast jedem geläufigen Gleichung Twc = 13.12 + 0.6215 · T – 11.37 · Vw0.16 + 0.3965 · T · Vw0.16 berechnet hatten.  – Kurz: es war ar … ktisch kalt.

Grenzenlos optimistisch haben wir bereits Big B. aus dem Winterschlaf geweckt und sind immer noch so positiv gestimmt, am kommenden Wochenende aufzubrechen. Wohin? Na, da lassen wir uns einmal überraschen!

“Er” bestand darauf, dass wir die Heizung einschalten. 18°C haben wir ihm gewährt

-11 gefühlt -17

-11°C und 51% Luftfeuchtigkeit. Ostwind!

Dog-Walker-Highway No 1: der Wiefelsteder Kuhhornsweg

“Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl.” – Andreas “Andy” Möller, ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer.

Wir hatten heute morgen ein Gefühl von -17°C! – Es dauert sehr lange, bis ich beide Hände in den Jackentaschen vergrabe. Heute morgen habe ich sie gar nicht erst aus den Taschen genommen.

Eigentlich schade, dass Fotos keine Außentemperaturen erleben lassen

Der Ostwind bescherte uns vom Möllerschen Feeling her ein äußerst schneidiges Erlebnis. Da war es auch kein Trost, dass die Regenwahrscheinlichkeit heute bei nur einem Prozent lag.

Frühe

“Im Osten graut’s, der Nebel fällt,
Wer weiß, wie bald sich’s rühret!”
(aus: “Frühe” – Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff )

Fast unauffällig fügt sich die auf die Eisfläche geworfene Flasche in die pausierende Lachmöwenschar ein. Hier erkannte jemand, was der Natur an den Regenrückhaltebecken fehlt …

Es erübrigt sich, zu berichten, dass wir heute morgen wieder einmal den Hörner Diek “heimgesucht” haben.

Erste Anwesenheitskontrolle an der Bäke: “… vier, fünf, sechs! Ja, alle da!”

An vertrauter Stelle trafen wir auf den Graureiher, die Enten erwarteten uns bereits im Schilfgürtel, nur der Eisvogel wollte sich noch nicht zeigen. – Vielleicht war´s ihm zu eisig?

(Fast) “Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …” [Johann Wolfgang Goethe – “Vom Eise befreit …” (Monolog des Faust)]

In der Ferne sahen wir Günter und Falk ihre Runde drehen und das “Frollein” war u.a. sehr damit beschäftigt, für “Ordnung” an der Uferböschung der Funktionsbecken zu sorgen.