Archiv der Kategorie: Allgemeines

Alltägliches & Co. aus und um Wiefelstede

Gestern vor 40 Jahren

Fast zeitgleich mit dem Doppelbesteuerungsabkommen, die korrekte Bezeichnung: Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Kenia, „bauen“ 74 GymnasiastInnen im Mai 1977 ihr Abitur am Gymnasium Nordenham. Fünf von ihnen werden nicht „doppelt besteuert“ und von der mündlichen Prüfung befreit.

Das “Große Latinum” war eine Herausforderung. Wären mir damals Caesar, Ovid und Tacitus über den Weg gelaufen, ich hätte sie …

40 Jahre später treffen wir uns im Hotel am Markt in Nordenham. Unsere KlassentreffenorganisatorInnen haben ganze Arbeit geleistet. Viele folgen ihrem Aufruf und so sitzen wir, die Klasse von 1977 (13sb), fast vollzählig und in bunter Runde zusammen.

“Oft abgelenkt”. Kein Wunder bei der “Reizüberflutung”

„Was machst Du (beruflich) so?“ – Diese Frage ist an diesem Abend nicht immer ganz zeitgemäß, denn seit 1977 sind einige Dekaden ins Land gegangen, einige von uns stehen kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand und manche üben bereits seit bis zu sieben Jahre das Berufsprofil „Ruhestandsbeamter“ aus.

Mein Geburtstagsgeschenk 1976

„Weißt Du noch?“ Partner, Kinder, Enkelkinder, Eltern, ehemalige Lehrerinnen und Lehrer, gemeinsame Bekannte, der persönliche berufliche Werdegang und schließlich das Gruppenfoto. Letzteres „in den Kasten“ zu bekommen dauert auch heute noch genauso lang wie damals auf den Klassenfahrten nach Bonn, Berlin und Lübeck. – Und das ist gut so!

“Ronald kann, wenn er nur will. Er ist aber ein “Saisonarbeiter”! (Originalton meines Klassenlehrers Walter Garms, 20.07.1935 – 01.12.2016) – Noch heute nutze ich “sein” Unterrichtsmaterial!

Kein Lehrerbesuch. Kein Besuch der alten Schule. – Grund: Keine Zeit! – Es gibt viel zu viel zu berichten und zuzuhören. Bis zum nächsten Mal werden wir keine 40 Jahre warten (können).

Vielen Dank an Helga, Rita und Gert!

15. Modellbahnstammtisch Wiefelstede

Den Taschenatlas für Eisenbahnreisende aus dem Verlag Velhagen & Klafings aus dem Jahr 1925 benötigt man nicht, um die Wiefelsteder ModellbahnstammtischlerInnen im Gasthof Rabe, Hauptstraße 28 in 26215 Wiefelstede zu finden.

aus: Dr Ernst Ambrosius und Karl Tänzler, “Taschenatlas für Eisenbahnreisende”, Verlag von Velhagen & Klafing, Bielefeld und Leipzig, 1925
1925 war sogar noch die Linie Schwei – Stollhamm in Planung. Die Route Rodenkirchen – Varel gibt es heute, wie die “Butjenter Bahn” (Nordenham – Stollhamm) schon seit Jahren nicht mehr. Hätten man letztere nicht abgerissen, könnten die Urlaubsgäste heute nostalgisch von den Nordseebädern nach Bremerhaven (z.B. Schaufenster Fischereihafen) pendeln

Der 15. Stammtisch findet am Do., 12. Oktober 2017 ab 18.00 Uhr in Rabes Gasthof statt. Wie immer sind Gäste, ob mit oder ohne Modellbahn, und “Sehleute” sehr herzlich willkommen!

Für ein gut erhaltenes Taschenatlas Exemplar aus dem Jahr 1925 zahlt der Sammler heute bis zu 24,00 Euro

In Erinnerungen kramen

Immer seltener, aber hin und wieder, krame ich in Fliegerhorst-Oldenburg-Erinnerungen. Und dann sind sie wieder präsent, die Bilder.

Oft und leidenschaftlich-überfallartig suchte mich ein sehr ambitionierter Herr Hauptmann, seinen Namen werde ich ganz bestimmt nicht vergessen, aus dem S3-Bereich in meinem Dienstzimmer auf.  Irgendwie wollte er mir eine dienstliche Verfehlung in Sachen Pünktlichkeit “anhängen”. Mir! Warum weiß auch heute nur er. Als ich seine “Machenschaften” durchschaute, wurde es amüsant. – Es war mir, nachdem Gespräche nicht fruchteten, eine Freude, ihn “durch die Manege zu führen”. – Wir trafen uns später noch einmal in Berlin. Er inzwischen im Dienstgrad Major, ich “klassenbewusst”.

Mein letztes Dienstzimmer im Gebäude 40

Im Keller des Stabsgebäudes (Geb. 40) türmten sich 2006 die “Karteileichen”:

Aus den Augen, aus dem Sinn

“Abziehbilder” an den Scheiben des Towers.

Sticker im Tower

Eine Streichholzschachtel mit dem Logo des Jagdbombergeschwaders 43.

Lang ist´s her …

Dann war Schluss: das Mannschaftsheim FlgH OL schloss 2006 seine Pforten.

Der letzte (Öffnungs-)Tag der Kantine Fliegerhorst Oldenburg

Vieles landete auf dem Müll.

Abfallentsorgung

Es kam nur selten vor, aber hin und wieder ließen auch Soldaten ein Bier stehen.

“Altbier”

Und dann war da die Geschichte mit dem Arrestanten Alexander G., der (s)eine Zelle an der Hauptwache zur Zeit des Oldenburger Kramermarktes “zerlegte”. – Aber das fällt auch heute noch unter meine Pflicht zur Verschwiegenheit.

Hier blieb kein Stein auf dem anderen. Foto: A. Pfeiffer

Schließlich: “Im Alter versteht man besser die Unglücksfälle zu verhüten, in der Jugend, sie zu ertragen.” – Arthur Schopenhauer (1788 – 1860), deutscher Philosoph.

“Nachschlag”:

Fiat G-91. Foto: H.-G. Kurig

“Wi hebbt hier starke Eekenböm”

…, stellte Anfang der 1980er Jahre der Wiefelsteder Ummo Lübben fest und lieferte damit seinen Beitrag für das zu dieser Zeit erschienene Lese-Bilder-Wanderbuch “Um uns herum – Wiefelstede”.

Aus: “Um uns herum – Wiefelstede”. ©1984 Meiner Verlag, Wiefelstede/Oldenburg

Mein Exemplar dieses Lese-Bilder-Wanderbuches hat eine Geschichte: ich kaufte es vor einigen Jahren über ein internet-Portal von einem Anbieter aus dem Süden der Republik. Als ich es aufschlug fielen mir mehrere “Zahlenspiegel” der Gemeinde Wiefelstede entgegen. Auf sechs DIN A4 Blättern hatte ein ehemaliger Gemeindedirektor Zahlen, Daten und Fakten der Gemeinde zusammengetragen. Vielleicht für einen Vortrag im Rat der Gemeinde?

Aufzeichnungen des H. S.

“Auch der Zufall ist nicht unergründlich. Er hat seine Regelmäßigkeit.” – Novalis

inkl. einer Widmung (Konfirmationsspruch zum Geburtstag) aus dem Jahr 2012

Vor wenigen Wochen kaufte ich ein Buch des am 1. Januar 2015 im Alter von 80 Jahren verstorbenen Pädagogen Ummo Lübben: “Wetterschwäne auf lutherischen Kirchen zwischen Ems und Jade”.

Auch dieses Buch holte ich “aus der Ferne” zurück nach Wiefelstede. – Na, wenn das kein Zufall ist!

PS.: Nun bin ich auf der Suche nach U. Lübbens 44 Seiten umfassende Broschüre: “Mansholter Büsche”. – Mal sehen, wo ich die (zufällig) auftreibe.

Noch einmal: Hörner Diek

“Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen …”
Eduard Mörike (1804-1875, “Septembermorgen”)

Auf der Brücke stehen und einfach einmal in den “Hörner Diek” hineinhorchen …

Manchmal muss man gar nicht viel “texten”. Ich denke, die Fotos vom heutigen Septembermorgen sprechen ein wenig für sich …

“Kuhten Morgen!”
Es grünt wieder an und in den Funktionsbecken
“… 36, 37. Melde: alle Enten vor Ort!”
Ich verstehe es sehr gut, dass es sich hier auch am Abend gut “aushalten” lässt. Und wenn dabei etwas verzehrt wird, ist das durchaus in Ordnung. Leergut und Verpackungen entsorgen verantwortungsvolle WiefelstederInnen natürlich sachgerecht. – Nein, nicht in den Wiesen und Sträuchern!

Das o.g. Gedicht komplett:

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen
Mörike, Eduard (1804-1875)

Wiefelstede objektiv gesehen

“Objektiv” im Sinne von durch das Objektiv der Spiegelreflexkamera betrachtet. Als überzeugter “Wahlwiefelsteder” fällt es mir natürlich sehr schwer, unseren Ort, die Bauerschaften und die Gemeinde frei und unabhängig von subjektiver Meinung und Wertung zu betrachten. – Daher nur einige “objektive” Fotos:

Blick vom Dog Walker Highway No 1, dem Kuhhornsweg, ins Ammerland. – Immer wieder schön
“Kuhten Morgen, Wiefelstede!”
Die Neugier genießt nicht immer den besten Ruf. Doch sie ist eine der wichtigsten Eigenschaften
Morgens 1/2 10 in Wiefelstede: auch ein Hofhund macht mal Pause
Wiefelstede. Da wachsen Blumen auf Bäumen
Über Wiefelstede. Da üben Fallschirmspringer den Sprung ins nasse Element (Zwischenahner Meer)
Wiefelstede. Kein Versteck, das Luna nicht kennt
“Mein Name ist … nein, Wildkaninchen!”

“Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.” – Arthur Schopenhauer.

Sommerferien!

Mit netten Eltern, drei engagierten Betreuern und 24 fröhlich-gut gelaunten Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Wiefelsteder Ferienpassaktion 2017 im Tier- und Freizeitpark Thüle. Doch nun ohne viele Worte:

Einfach nur erholen!
Im Sand buddeln …
… und Sonnenbaden.
… oder mediTIERen
“Mein neuer Friseur, ich sag´nur: “Magnifico!”” – “Waschen, schneiden, fönen, legen … ein Traum”

[Aufgenommen am 23. Juni 2017 im Tier- und Freizeitpark Thüle GmbH, Über dem Worberg 1, 26169 Friesoythe-Thüle, © Ronald Stock]

90 mm Hörner Diek

Einige Fotos von unserem heutigen “Kontrollgang”. Rechtwinkelige Einblicke in die Natur am Hörner Diek. – Warum 90 mm?  Die Brennweite des heute  benutzten  Objektives.

“Aber du weißt, wie ich im Anschau’n lebe; es sind mir tausend Lichter aufgegangen.” – Johann Wolfgang von Goethe

Eine der drei Brücken bei den “Funktionsbecken”
Zweites Frühstück
Ein Vertreter der Familie Moschuskraut(gewächse): Holunder
Über drei Brücken musst Du geh´n … am Hörner Diek
Sich treiben lassen
Nach der “Überarbeitung” der Regenrückhaltebecken wurde in den “Funktionsbecken” eifrig nach Muscheln gefischt

Und natürlich darf “das Frollein” nicht fehlen:

Alles im Blick. Garantiert!

Vor der Tür: Hörner Diek

“Morgens früh um sechs kommt die kleine Hex´. Morgens früh um sieben schabt sie gelbe Rüben.” – Stimmt nicht, liebe Kinder. Weder um sechs, noch um sieben Uhr traf ich den Schrecken von Hänsel und Gretel im Hörner Diek an.

Dafür entdeckten “das Frollein” und ich auch heute morgen wieder so einiges:

Eine der besten Sängerinnen unter unseren einheimischen Singvögeln: die Singdrossel
Die größte und am häufigsten vertretene Schwimmente Europas: die Stockente
Tja, die beiden kann ich nicht bestimmen … 🙁
“Die Ruhe der Seele ist ein herrliches Ding und die Freude an sich selbst.” – Johann Wolfgang von Goethe

Nach der diesjährigen “Renovierung” des Hörner Dieks holt sich die Natur ihren Raum zurück. Allerdings macht sich nun vermehrt das bei uns nicht heimische drüsige oder indische Springkraut breit. Ursprünglich im Himalaya vertreten ist es um 1839 über England nach Europa eingewandert. – Tja, und nun haben wir den aggressiven Verdränger heimischen Pflanzen, der sich an Bächen und in Überschwemmungsgebieten sehr wohl fühlt, schon seit Jahren vor der Tür.

Für die Insektenwelt nützlich, aber …

Auch diese Pflanze wird hartnäckig bekämpft und dabei oft vergessen, dass sie zu den ältesten Heilkräutern der Menschheit gehört: die Brennnessel.

Heil- und Lebensmittel in einer Pflanze
Und wenn wir uns nicht in unserem Garten begegnen, treffen wir uns zwischen Kuhhornsweg und Hörner Diek

Überraschungen

Etwas früher unterwegs und ganz leise muss man sein, dann kann man etwas erleben. – Das sich langsam, aber stetig erholende Areal um die Wiefelsteder Funktionsbecken, die vielen vor deren “Überarbeitung/Renovierung” noch als Naherholungsgebiet Hörner Diek bekannt sind, hat immer etwas zu bieten.

Etwas überstrapaziert erhielt das “deutsche Idyll” allmählich den Missklang von spießbürgerlicher Enge. Ich nenne diese Szene dennoch idyllisch

Die Tierwelt kehrt zurück …

Das war die erste und schöne Überraschung am heutigen Morgen

… und die Partyszene entdeckt ihre hemmungslose Nähe zur Natur:

Entenfütterung Juni 2017

Hoffentlich nicht der Beginn einer ganz tiefen Verbundenheit.

Irgendwer wird´s richten …