Ronald Stock

"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben." Alexander von Humboldt

Besuch in der Wiefelsteder Partnergemeinde Chocz

Ich wollte den zweiten Teil unserer Polenreise nicht in einem Atemzug mit unserem Besuch in Krakau und Auschwitz-Birkenau erwähnen und schreibe im Anschluss an diesen Aufenthalt nun von unserer Weiterreise nach Chocz. Wiefelstede und Chocz verbindet seit dem 7. September 2003 eine Gemeindepartnerschaft.

Ein Plakat in der Schule in Chocz: Begegnungen

Chocz (während der deutschen Besatzung 1943–1945: Petersried) ist der Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde in Polen. Die Stadt liegt im Powiat (Kreis) Pleszewski und damit in der Wojewodschaft (Provinz) Großpolen und besitzt seit dem 1. Januar 2015 wieder die Stadtrechte. Zur Gemeinde Chocz zählen neben der Stadt selbst 11 weitere Ortsteile (in Klammern: die deutschen Namen während der Besatzungszeit 1943-1945): Brudzewek (Heidekrug), Chocz (Petersried), Józefów, Kwileń (Annenrode), Kuźnia (Schmiedefeld), Niniew (Langenstein), Nowa Kaźmierka, Nowolipsk, Nowy Olesiec, Piła, Stara Kaźmierka und Stary Olesiec (Erlenhof).

Landwirtschaft prägt: Sowohl Chocz als auch Wiefelstede

Während unseres Aufenthalts wohnen wir im Hotel Karczma Stara Stajnia in der Nachbargemeinde. Zawidowice (1939–1943 Tannenhof, 1943–1945 Fichtenwalde) ist ein Dorf im Landkreis Pleszew und ebenfalls in der Provinz Großpolen im Westen Polens gelegen. Zawidowice liegt ca. 10 Kilometer von Chocz entfernt.

Das Rathaus in Chocz

Wir treffen Chocz´ Bürgermeister Marian Dariusz Wielgosik und besichtigen die Stadt, Schulen sowie eine Senioreneinrichtung. Fahren dann weiter in das ca. 30 Kilometer von Chocz entfernte Dobrzyca. Hier besichtigen wir das Gorzeński-Schloss und den Park.

Gorzeński-Schloss und …
… der Park

Am letzten Tag unserer Reise besuchen wir die Evangelische Kirche in Stara Kaźmierka und die Stadt Kalisz. Auf Grund einer sehr frühen schriftlichen Erwähnung (150 n. Chr.) kann sich Kalisz eine der ältesten urkundlich belegten Städte Polens nennen.

Evangelische Kirche in Stara Kaźmierka
Evangelische Kirche in Stara Kaźmierka

Auch wenn sich unsere Fahrt auf weit mehr als 2.000 Km belief, die Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse wiegen diese Strecke auf. Es war eine informative und interessante Reise, die uns erneut zu unserem mitteleuropäischen Nachbarn führte.

Hotel Karczma Stara Stajnia in Zawidowice

Im Anschluss einige “bildliche Eindrücke”:

Im “grünen Gürtel” um Krakau
Blick vom Wawel (Krakau). Ein 228 m hoher Hügel (Wawel) aus Kalkfelsen, der sich im Zentrum Krakaus über die Weichsel an deren linkem Ufer erhebt
Straßenmusikant vor der Krakauer Hochschule
Keine Hochzeitskutsche. In diesen Kutschen besichtigt man (und Frau) die Stadt Krakau
In einer Synagoge im jüdischen Viertel Krakaus Kazimierz
Im jüdischen Viertel Kazimierz
“Lernhilfen” in der Schule in Chocz
Blick in einen Hinterhof in Pleszew
Der Schuster Marcinek in Kalisz (“Die Legende von Dorota aus Kalisz”. Eine Geschichte um einen erbarmungslosen König, seine Tochter und den Schuster Marcinek)

Ronald Stock

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