2005/2006. Kurz vor “Ladenschluss”

Plötzlich ist die Vergangenheit Gegenwart. Und das nur, weil mir zufällig das Buch “Raketenjäger Me 163” von Mano Ziegler in die Hände fällt. Ein Buch über ein Jagdflugzeug, dem ersten Raketenflugzeug der Welt.

Dieses Flugzeug startete zwar nie in Oldenburg, aber in Bad Zwischenahn. Auf einem heute längst in Vergessenheit geratenen Flugplatz. Doch “Flugplatz” ist für mich automatisch mit dem ehemaligen Fliegerhorst Oldenburg verbunden. Und schon sind sie wieder präsent: die Bilder.

Davon jetzt einige, die ich kurz vor der Schließung der militärischen Liegenschaft an der Alexanderstraße in den Jahren 2005 und 2006 mit meiner mich stets begleitenden Hosentaschenkamera (Sony Cybershot P98) “einfing”.

Die LwSanStff im Rücken, links neben mir und nicht sichtbar die UHG, rechts davon, ebenfalls “unsichtbar” Gebäude 36. Links im Bild das Wirtschaftsgebäude und direkt vor uns Geb 68, das Simulator-Gebäude. Später die Heimat der Traditionsgemeinschaft JaboG 43
Eine Kfz-Halle aus dem Jahr 1964: Gebäude 25
Geb 17. Erbaut 1936. Ein Bürogebäude. Heute längst Geschichte
Die Westwache mit dem Wachgebäude Nr 101. Rechts im Bild die Zufahrt zur einstigen Sperrzone Flugbetriebsbereich. Kurz hinter dem Zaun “wartet” heute noch Shelter 28
Auf der Ringstraße im Bereich H13. “Wenn Sie wissen, was ich meine.”
Neben Halle 3 (links) mit Blick auf das Geb 12, einem in 1952 erbauten Bürogebäude
1947 erbaut: Geb 171. Das Truppenkino. Vor wenigen Tagen war nicht mehr viel davon übrig. Abriss – … und ich hätte so viel darüber zu berichten
Geb 145. Zuletzt der Kfz-Bereich der 3./ Flugabwehrraketengruppe 24. – “Schnell ein Käffchen und ein Zigarettchen mit dem Kf-Meisterchen.” (Gruß an Dirk!)
Halle 3. Erbaut 1936
Das anfangs bereits gezeigte Geb 25. Nun von der anderen Seite “festgehalten”

Das war ein kleiner Blick auf einst 3.091.978 m² Fliegerhorst Oldenburg. Nach all den Jahren vergesse ich dennoch nicht: “Erinnerungen sind wie manche Konserven: ein bischen schöngefärbt und deshalb nicht ganz ungefährlich.” – Maurice Chevalier.

“Zwei hab` ich noch! … für heute.”

“Objekt 14”, Schippstroth. Es ist Zufall, dass das Tor zum Bunker die Bezeichnung “14c” trägt. – Mit der Auflösung des JaboG 43 wurde das Objekt 14 überflüssig und aufgelöst. Aber nicht im Jahre 1993, wie so mancher “Forscher” behauptet. Das Gelände befindet sich heute in privater Hand.
Im August 2004 besuchte ich ein letztes Mal die “Luftwaffen-Munitionsniederlage Bokel-Schippstroth”. Hier stehe ich am Tor zum Objekt 14 und blicke auf das ehemalige Wachgebäude

Hm, eines noch: Hier treffe ich Jørgen Berg, einen ehemaligen Angehörigen der dänischen Militärpolizei. Nicht in Oldenburg, sondern auf dem Fliegerhorst Upjever. Rein zufällig “liefen wir uns 2009 über den Weg”. Wie so viele meiner interessantesten militärhistorischen Erlebnisse vom Zufall bestimmt waren.

Von 1947 bis 1958 entsandte Dänemark im Rahmen eines Vertrages mit England Truppen nach Deutschland, die Besatzungsaufgaben übernahmen. Einen dieser ehemaligen Soldaten aus dem damaligen dänischen Hauptquartier in Jever traf ich am 8. Juni 2009. Er überließ mir manche “Zeitzeugen” und ließ mich an seinen Erinnerungen teilhaben (Foto: Bet Mering)

Kuhhornsweger Gedankenaustausch

Ich ahnte es. Ich wusste, dass sie etwas „in petto“ hat: „Schweigt der Menschen laute Lust: Rauscht die Erde wie in Träumen. Wunderbar mit allen Bäumen, was dem Herzen kaum bewusst, …“ Bevor sie sich, wie gewohnt, einige Meter von mir absetzt, um auf dem Wiefelsteder Kuhhornsweg nach dem Rechten zu schauen, zitiert das Frollein noch schnell diesen Vers aus dem Eichendorffschen Taugenichts.

Ich schöpfe sofort Verdacht, als ich heute morgen Joseph von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ unter Lunas Kopfkissen entdecke. Das sie mir dann allerdings zu solch früher Stunde den Gesang des Herrn Guido präsentiert, überrascht mich dann doch. Hatte ich vorausschauend damit gerechnet, dass sie unser heutiges “Gespräch in der Bewegung” mit dem „Gezwitscher und Getümmel der Sperlinge am rauschenden Rad der Mühle und dem vom Dach tröpfelnden Schnee“ aus dem 1. Kapitel der Novelle einleiten würde. – Sperlinge begegnen uns heute morgen in Scharen, als wir durch den Hörner Esch gehen.

Wie wir ein echter Frühaufsteher: Das Rotkelchen

Geschickt und passend zu unseren morgendlichen Spaziergängen durch Feld, Wald und Flur, mag sie ihre Lektüre ausgewählt haben. Diese Novelle, die sich überwiegend in der Natur entfaltet, die im Rauschen der Bäume und im Zwitschern der Vögel, im Funkeln der Flüsse und im Knacken der Äste spielt. (Quelle: Franz Kugler, ZEIT online, 2. Februar 1979)

Seitdem wir 2012 zu unseren gemeinsamen Streifzügen durch usA (unserem schönen Ammerland) aufbrechen, haben wir ein ganz besonderes Verhältnis zur „Natur um uns herum“ aufgebaut. Ja, und so hängen wir dann schon einmal unseren Gedanken nach und philosophieren „über Gott, Joseph von Eichendorff und die Welt“.

Der Kuhhornsweg. Blick auf den hinter den Bäumen liegenden Dingsfelder Weg

„Ich bin versucht, die Personen dieser Novelle in zwei Gruppen zu teilen: Optimisten und Pessimisten“, setzt das Frollein an. „Auf der einen Seite, die abenteuerlustigen, mutigen und doch naturverbundenen Charaktere wie den Taugenichts.“ „Na, dann gehören dessen Vater und der Gärtner sicherlich zu den „Gegenspielern“, den Pessimisten, oder?“ Ich muss schauen, dass ich mit dem Frollein literarisch Schritt halte. Zu lang ist es her, dass ich diese Lektüre während meiner Nordenhamer Schulzeit verordnet bekam.

Irgendwo “da hinten” verläuft die Halfsteder Bäke

„Genau! Typische Spießbürger. Ich möchte sie sogar als besonders langweilig bezeichnen.“ Luna „zieht blank“. Meine grauen Zellen arbeiten auf Hochtouren. “Hilfe! Wie kann ich mich retten?”, pflegt mein Bruder in solchen Situationen spaßeshalber zu rufen. Ich erwidere: „Ja, klarer Fall. Der typisch romantische Mensch, wie er durch den Taugenichts dargestellt wird: „Er geht in die Welt und macht sein Glück““.

Ganz allein auf weiter Flur

„Diese Ich-Perspektive. Mir gefällt, dass der Erzähler, als ein Teil der dargestellten Wirklichkeit, das Geschehene miterlebt.“ „Durchaus, liebe Luna. Wenn wir bedenken, dass Eichendorffs Werke in der Epoche der Romantik und Spätromantik entstanden und oft als „Wald- und Wanderromantik” bezeichnet werden, so bin ich doch sehr froh, dass wir heute darüber gesprochen haben.“

Fährtenarbeit: Spaß für Hund und Halter. Heute meine Chance, “den Eichendorff” schnellstens wieder zu verinnerlichen

Ich habe sie hoffentlich überrumpelt. Sie scheint meine List nicht zu erkennen, da eine aus dem Nichts auftauchende Fährte jäh ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit erfordert. – Zu meinem Glück? Nein! “Spiegeln nicht seelische Landschaften das Innere des Taugenichts wider?”, versetzt sie mir einen finalen (spät-)romantischen Hieb.

Aus! Ich passe!

(Quellenangabe: In meinem blog-Eintrag habe ich auf einige Überlegungen/Gedanken/Ideen aus der Arbeit von Herrn Stefan Maas zur Novelle Joseph von Eichendorffs zugegriffen.)

Alles nur wegen “Sabine”

Sturmtief Sabine braust noch immer um unser Haus und durch die norddeutsche Tiefebene. Das Frollein und ich wagen es und stemmen uns ihr entgegen. Kaum da wir die Tür hinter uns schließen, stürmt sie auf uns zu. Ja, ihre Sturmböen schwächen sich zwar gerade in weiten Teilen Deutschlands ab, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Frohlockend und neuen Schlagzeilen ungeduldig entgegenfiebernd, verkündet eine verzückte Presse: „Im Laufe der Woche nehmen die Windstärken wieder zu. Bis zum Wochenende steht durch einen sogenannten Jetstream bereits die nächste Sturmfront an.“

Gestern versperrten uns hier noch drei umgestürzte Bäume den Weg

„Du?“, das Frollein blickt mich an und ich weiß genau, was nun folgt. „A priori, also aus den realen Ursachen erkennend, wissen wir doch, dass unser heutiger Spaziergang von der sehr stürmischen Sabine begleitet werden wird. Warum, ich erkenne das Wirken, also die Wirkungen der stürmischen Dame, lassen wir uns a posteriori darauf ein?“ – Oh, sie hat wieder Aristoteles gelesen! Wenn auch Leibnitz noch an diesem Gedanken der Erkenntnisse aus den realen Ursachen und aus den Wirkungen festhielt, so ist es wohl an der Zeit, ihr auch Christian Wolff und dessen Philosophie näher zu bringen. – So sind sie, die kundig-belesenen Kleinen Münsterländer. – „Betrachten wir es aus der Sicht Immanuel Kants, liebe Luna: Die Apriorität als ein rein erkenntnistheoretisches Merkmal. Deine Erwägung, das Haus heute möglichenfalls nicht zu verlassen, ist damit abgelehnt.“ Leicht widerwillig trottet sie vor mir her. Doch es wird noch etwas kommen. Ich bin mir da sehr sicher.

Er hing früher ca. fünf Meter über dem Kirchweg. Heute: Vom Winde verweht

Wir laufen über den Fußgänger-/Radweg vom Heckenweg in den Hörner Esch, verlassen diesen und wollen ursprünglich den Hörner Diek über die Straße Am Brinkacker erreichen. Schon von weitem entdecken wir dort die Karawane der frühmorgendlichen Gassigeher*Innen und machen uns in Richtung Kirchweg aus dem Staub. Sabine begleitet uns mit brausenden Böen. Sie kann es nicht lassen.

Als Nilgans hätte ich mir ganz bestimmt eine andere Seenplatte ausgesucht

Wir entdecken die ersten umgefallenen Zaunelemente sorglos-nachlässig installierter Sichtschutzzäune. Ein Raub der Sabin(erinn)e(n). Hier und da liegen morsche Äste aus den Baumkronen der Eichen auf dem Weg. Doch für einen Sturm dieser Güte sind dies eigentlich keine „Besonderen Vorkommnisse“, eher natürliche Erscheinungen.

Ein Anblick, den auch die stürmische Sabine nicht trüben kann

Luna blickt mich an: „War es nicht eine fixe Idee, eine festgewurzelte falsche Idee, bei diesem Wetter den Gang durch die Gemeinde zu wagen?“ „Luna, mache Dich von herkömmlichen Ansichten, Meinungen und Betrachtungen frei. Zitat. Lerne, dich freuen! Und glaube mir, wahre Freude ist eine ernste Sache, wahre Freude kommt aus gutem Gewissen, aus edlen Entschlüssen (Seneca) Zitatende. Freudigkeit ist eine der Freude verwandte ruhige, gleichmäßige Gemütsbestimmung, „die Mutter aller Tugenden“ (Bruder Martin im Götz von Berlichingen).“ Ich merke, wie mir die Worte fehlen und ich mich fremder Erkenntnisse bedienen muss. Das Frollein gewinnt unseren Meinungsaustausch an diesem Morgen klar nach Punkten. – Kein Wunder! Mich quält eine „katastrophale Männererkältung“.

Philosophieren am Hörner Diek

Sturmtief Sabine lässt unseren heutigen Spaziergang durch Feld, Wald und Flur sehr kurz ausfallen. Das Frollein und ich wählen den Weg durch den kleinen Wald und den Hörner Diek. An den Regenrückhaltebecken halten wir inne und zählen die Teichhühner, Enten und Gänse. Der Kormoran glänzt heute durch Abwesenheit.

“Waldfrevel!” – Hier hätte das Frollein sofort eingreifen wollen, aber …

Sehr gern würde Luna den Makrozensus (Volkszählung) persönlich unter Verzicht einer Leine wahrnehmen. Ich erkläre ihr, dass die Sorge um ihr Wohlergehen, die „stürmische Sabine“ und nicht zuletzt einschlägige Bestimmungen, mich daran hindern, ihr ein „Leinen los!“ einzuräumen.

Sie versucht, mich in eine Diskussion zu verstricken. „Sag´mal, ein Oxymoron als Contradictio in adiecto, also, diese Sonderform des Oxymorons. Hier besteht die sogenannte Stilfigur, sofern ich mich nicht irre, doch aus einem Adjektiv und einen Substantiv und nicht aus einem zusammengesetzten Wort, oder?“

Er glänzte am 10. Februar 2020 durch Abwesenheit. Aus Furcht vor “Sabine”?

„Ja, liebes Lunchen, so ist es. Bei der „Hassliebe“ zwischen Autor und Kritiker handelt es sich z. B. um ein typisches Oxymoron. Und wenn ich Deinen Versuch, mich von der Leinenpflicht am Hörner Diek abzulenken, als „teuflich gut“ bezeichnen würde, so läge in diesem Fall ein klassisches Beispiel für die Sonderform des Oxymorons, ein Contradictio in adiecto, vor. Ein Widerspruch in sich oder unmittelbarer Widerspruch.“

Wieder einmal ein ganz besonders raffinierter Trick, der Kleinen Münsterländerin. – Aber nicht mit mir.

Im Schwarz(weiß)wald

Während der Schwarzwald, Deutschlands höchst gelegenes und größtes zusammenhängendes Mittelgebirge, seine Wurzeln im Südwesten Baden-Württembergs in den Boden schlägt, liegt der Ammerländer “Schwarz-Weiß-Wald” an der Mansholter Straße in der Gemeinde Wiefelstede.

Im Mansholter Busch. – “Zunächst war die Landschaft baumlos … leisteten Birken ud Kiefern die Pionierarbeit, da sie keine allzu großen Ansprüche an den Boden stellen und ihre verhältnismäßig schnelle Samenverbreitung durch den Wind erfolgt.” (Wilfried Harms, “Wiefelstede – Unsere Gemeinde gestern und heute”. © 2001 Isensee Verlag, Oldenburg)

Zwischen der Bokeler- und Nutteler Bäke, ich erwähnte bestimmt  einmal, dass „Bäke“ die mittelniederdeutsche Bezeichnung für „Bach“ ist, liegt der Mansholter Busch. – “In Farbe kann jeder”, dachte ich mir am 1. Februar 2020 und legte die „schwarz/weiß-Speicherkarte“ in die Kamera ein. 😉

Legenden (gesammelt von Ludwig Strackerjan) besagen, dass Bäume zur Abnahme von Krankheiten benutzt wurden, dass sie zur Erforschung der Zukunft dienten und Baumzweige von Hexen zum Windmachen gebraucht wurden.

Weitere “black & white” Ergebnisse/Erlebnisse, „Kinners, früher gab´s nichts anderes“, zeige ich in der heutigen „grauen Nische“, abseits der vertrauten Farbfotografie:

“Baumblätter auf Schiffen bedeutet, dass Hexen an Bord gewesen sind.” – Quelle: Ludwig Strackerjan, Aberglaube und Sagen aus dem Herzogthum Oldenburg, Oldenburg 1867
“Am Sonntag beschnittene Bäume gedeihen nicht.” Ein Aberglaube aus dem Herzogthum Oldenburg
Zahlreich sind Legenden und Sagen in denen Efeu als Zutat zu Zaubertränken wie auch als Leitern zu entlegenen Orten eine wichtige Rolle spielt. Quelle: https://kollektiv.org/der-sagenumwobene-und-legendaere-efeu/

Komisch, wie in schwarz/weiß gehaltene Fotos die Phantasie beflügeln und Sagen und Legenden aus düsteren Zeiten in Erinnerung rufen.

Militärisches Gesundheitswesen an der Alexanderstraße

Das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr ist die höchste Kommandobehörde des Sanitätsdienstes. Punkt. – Beim Studium der sehr “selbstbewusst” gehaltenen Internetpräsenz dieser Behörde soll dies auch ohne Umschweife so gesehen werden. So von den eigenen Vorzügen und Leistungen überzeugt, dass man darüber vergessen könnte, dass es auch Sanitäter*Innen in den bundesdeutschen Teilstreitkräften gibt.

Solche, wie die, die einst ihren bedeutenden Dienst auch auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände an der Oldenburger Alexanderstraße 461 verantwortungsbewusst wahrnahmen.

Nach 1966 entstand diese Luftaufnahme. Die “fliegerische LwSanStff” des Fliegerhorstes Oldenburg befand sich seinerzeit in dem Gebäude in der oberen Bildmitte

Es hat natürlich einen Grund, dass ich mich nach langer Zeit dem FlgH OL und ganz speziell der Sanität auf der Alexanderheide widme.

Tarnmaßnahmen im Bereich des Gebäudes 54 (LwSanStff). Übrigens: Der Ordner, dem ich diese Aufnahme entnahm, sollte 2004 “geschreddert” werden. Heute liegt er auf meinem Schreibtisch
Weitere Tarnmaßnahmen, die sicherlich noch nicht abgeschlossen waren. – “Konturen verwischen!”  – Soweit war man zum Zeitpunkt des Fotos noch nicht
Eine Tarngarage mit “Inhalt”
Unterschlupf. Zum vorübergehenden Verbergen von Personal und Material gedacht

Die nächste Luftaufnahme, vermutlich noch von britischer Seite aufgenommen, zeigt einen Bereich der Oldenburger Start- und Landebahn in dem sich dann (viel) später eine Flugabwehrraktenbatterie NIKE Hercules (3./Flugabwehrraktenbataillon 24) befand. Nicht, weil dadurch Radargeräte dem militärischen Flugbetrieb “im Wege standen”, sondern weil in diesem Bereich ein “Sani” fast täglich seine Runden zwecks vorgeschriebener Fahrzeugüberprüfung des “Crash Unimogs” drehte, veranlasst mich, diese Aufnahme zu zeigen. Nichts wäre fataler gewesen als ein nicht einsatzbereiter Sanitätskrankenkraftwagen in einer Notfallsituation!

Der “Whisky-” und “November-Bereich” . Die Shelter1 bis 5 gibt es noch nicht. Und auch Geb 150 (TACAN – Tactical Air Navigation, ein militärisches Funkfeuer) sucht man unten links im Bild noch vergebens
“Oscar” und “Sierra”. Die Bereiche “vor dem Tower”. Oben rechts im Bild das Stabsgebäude (Geb 40). Die Alexanderstraße verläuft ca. einen Zentimeter” unterhalb des oberen Bildrandes

Ich behaupte, dass viele ihn gar nicht kannten, den Unterstand hinter der Luftwaffensanitätsstaffel (Geb 54). Ich entdeckte ihn auf halbem Weg zwischen dem Gebäude und der Ofenerdieker Bäke während einer meiner zahlreichen “militärischen Streifen durch´s Gelände” im Jahr 2004. Vollkommen überwuchert von Holundersträuchern.

Unterstand. Betrachtet man das Innere genauer, so lässt sich vermuten, dass es einst auch ein Sammelbecken gewesen sein könnte
Wir wären nicht bei der Bundeswehr: Auch im “vergessenen Zustand” besenrein!

Und wenn man mit Freude an seine Dienstzeit in Oldenburg zurückdenkt, wenn man noch heute den Kontakt zu “alten Kameraden” in Oldenburg pflegt, dann kann es geschehen, dass man Exemplare der beiden einst vertrauten Fahrzeuge aus “der Zeit beim Bund” ersteht und diese wieder herrichtet. – Mein Dank geht an den Niederrhein zu Herrn Thomas Buchenauer, der mir diese drei Aufnahmen seiner Veteranen freundlicherweise zur Verfügung stellte.

Ein MAN 630. Und wenn ich mich nicht irre, dann trug er seinerzeit den Spitznamen “Emma”. “Allesfresser” war auch so eine Bezeichnung für den militärischen 5-Tonner, weil sich der Motor sogar mit Frittierfett betreiben ließ.

© Herr Thomas Buchenauer
© Herr Thomas Buchenauer

Als SanKra oder Sanka (Sanitätskrankenkraftwagen) bezeichnete man beim Bund das Universal-Motor-Gerät (Unimog). Der Unimog ist auch heute noch eine Fahrzeugbaureihe von Mercedes-Benz. Erfunden hat die “eierlegende Wollmilchsau“ der deutsche Ingenieur Albert Friedrich (1902-1961).

Vielleicht ist dies sogar der Unimog unter den Tarnetzen zu Beginn meiner “Erzählung”?

© Herr Thomas Buchenauer

Mein Dank für die Fotos und meine Grüße gehen an den Niederrhein!

Längst Geschichte

Ich möchte die Geschichte des ehemaligen Fliegerhorstes Oldenburg nicht wieder hervorholen und ich möchte auch nicht in “ollen Kamellen” kramen. Gestöbert habe ich heute allerdings in meinen Datenträgern zum ehemaligen Flugplatz an der Alexanderstraße. Gern will ich einige meiner alten Aufnahmen (ab 2003), in ungeordneter Reihenfolge und ohne “inneren Zusammenhang”, zeigen:

Der Kinosaal des ehemaligen Astra Cinemas
Ein Blick in das Kesselhaus nahe der Westwache
“Große Lage” im längst abgerissenen Geb 99 neben dem Tower
Ein “vergessener” Fiat in der Garage der einstigen Villa Wehnelt
Schnell holte sich die Natur das Freibad neben dem Kinogebäude zurück
Bunkergebäude 67
Die “Fledermaushöhle” im Gebäude der Stabsstaffel/Flugabwehrraketengruppe 24
Geb 53 am Mittelweg
Annahme & Versand. Gern auch als “Annahme & Verschwand” bezeichnet
Er darf nicht fehlen: Tower FlgH OL
Einst das Wohnhaus des Kantinenbetreibers. Es folgten viele weitere Nutzer und Nutzungen. Irgendwann “wohnte” auch ich einmal dort
Das Wirtschaftsgebäude mit der Truppenküche, den Mannschafts- und Unteroffizierspeisesälen und der Kantine (Mannschaftsheim)
“Frostiger” Alpha Jet neben dem Stabsgebäude
Diese Gebäude wich als eines der ersten auf dem Fliegerhorst
Zuvor war ich “noch mal eben” in einem der Kellerräume
Hier wurde bereits Anfang 2000 kein Zug mehr entladen. Das Gleis am linken Bildrand führte nach Ofenerdiek
Zwischen den Gebäuden 44 und 25 (Betriebsgruppe der Standortverwaltung OL) nahe der Hauptwache an der Alexanderstraße

Es wäre nur etwas für “Insider”, würde ich die einzelnen Gebäudenummern und -nutzer nennen, die Baujahre und den Standort der Liegenschaften “verraten”. Und auf Anekdoten aus meiner Zeit (1992-2006) an der Alexanderstraße 461 verzichte ich auch.- Es sollte nur ein kleiner “bildlicher” Ausflug in die Geschichte der Luftwaffe auf der Alexanderheide werden, denn …

“Wirklich unersetzlich in der Geschichte der Menschheit waren nur Adam und Eva.” – Mark Twain.

ABER: Ich freue mich über jede “emailerische Anregung”, falls noch der eine oder andere Winkel des Fliegerhorstes Oldenburg, dem “Kumpel” (der Deckname während WK II), noch einmal fotografisch betrachtet werden möchte. … stock.ronald 💡 t-online.de. – Uuuund “Los geht´s!”

Forest 4ever

„Forest 4ever“ – „Forst/Wald für immer (und ewig)“. Irgendwann begrüßt dieser Spruch, angebracht auf der Rückseite eines Schildes, den Besucher im Mansholter Busch, auch als Mansholter Holz bekannt. – Ich sage/schreibe ja lieber “Mansholter Busch”. Manholter Holz klingt so “doppeltgemoppelt”.

“Links oder rechts?”, das ist hier die Frage

Auch dieses Waldgebiet besitzt eine hohe Bedeutung für den Naturschutz. Der alte Eichen- und Hainbuchenwald wird naturnah und nachhaltig bewirtschaftet. Artenvielfalt, Ungleichaltrigkeit und Stufigkeit sollen für einen stabilen Wald sorgen.

Der Mansholter Busch dient so mancher Sage und Legende als “Waldbühne”
Und er hat sie, die Sagen und Legenden, zusammengetragen: Ludwig Strackerjan (1825 – 1881)

Ich wusste bisher nicht, was es mit der Ungleichaltrigkeit eines Waldes auf sich hat. „Meister Google“ wusste Rat: „Bäume aller Dimensionen und Altersstufen kommen dauernd gemeinsam auf kleiner Fläche vor.“

Die Nutteler Bäke. – Hier kommt sie …

Ebenso erging es mir bei der Stufigkeit des Waldes. Hier erfuhr ich: „Die stufig aufgebauten und bis zu 30 Meter breiten Waldränder spielen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Sie bieten nicht nur einer Vielzahl seltener Tiere und Pflanzen einen geeigneten Lebensraum, sie verkörpern ebenfalls für den Wald einen sicheren Traufschutz gegen Sturm und starke Sonneneinstrahlung. Zudem beleben sie das Landschaftsbild und steigern den Erholungswert.“ (Quelle: https://www.wald.de/waldrandgestaltung/)

Die Nutteler Bäke. – Da geht sie … (in Richtung Neuenkruge)

Zugegeben, gestern noch ahnungslos hinsichtlich dieser Merkmale zum Naturerlebnis Wald, haben wir unseren Sonntagsspaziergang durch den Mansholter Busch dessen ungeachtet wieder einmal sehr genossen.

Das “alte Haus von Rocky Docky”. In diesem Fall die alte Hütte am Dingsfelder Weg

Caravan Freizeit Reisen 2020

„Messe „Caravan Freizeit Reisen“ – Wo Oldenburger ihr Fernweh pflegen“, berichtete einst (2019) die Nordwest-Zeitung. Wir waren auch in diesem Jahr dort. Aktuell schlage ich folgenden Titel vor: „Messe „Caravan Freizeit Reisen 2020“ – Wo Camper & Co Einbußen erleben“. Nicht, dass es nichts zu sehen gibt, aber wo sind sie sie geblieben, die Aussteller der vergangenen Jahre? In Oldenburg fanden wir sie heute nicht mehr. Und hinter vorgehaltener Hand verriet man uns warum („Bei diesen stolzen Standgebühren!“). (Auch) Wir werden nun nach Bremen ausweichen: Caravan Bremen 2020. Eine Messe für Caravans, Reisemobile und Camping. Termin: 6. – 8. November 2020.

Mit der NWZ Card sparten wir 1 Euro/Person. Für 18 Euro (inkl. Parkgebühr) war es für uns eine Ausstellung “light” oder “lite”. Auf alle Fälle “stark caravanreduziert”

20. Januar 2020

Ich schlage die Tageszeitung auf und erfahre:

“Bekommt ein Halter vom Ordnungsamt ein Knöllchen fürs Falschparken, muss er zahlen. Straft hingegen ein privater Dienstleister das Vergehen ab, ist dies zumindest in Frankfurt am Main gesetzeswidrig.”

“Bei der Lufthansa droht vorerst nun doch kein Streik der Flugbegleiter.”

“Bayern-Torwart Manuel Neuer und seine Frau Nina gehen einem Bericht zufolge getrennte Wege.”

Und vom frischesten Streich auf der politischen Weltbühne werden wir dann morgen (21. Januar 2020) erfahren: “Der Amtsenthebungsprozess gegen US-Präsident Trump beginnt mit stundenlangem Gerangel über die Regeln – die erste seiner Verteidigungslinien.”

„Luna, herstellen der Marschbereitschaft. Wir gehen durch Feld, Wald und Flur. Dort geht es ehrlicher und interessanter zu.“

Wie “versteinert” bewacht der kleine “Gralshüter” weiterhin seinen Schatz irgendwo im Gebiet Kleiberg und Hörne

Wir streifen durch “unseren Wald”, passieren die ARA (Abwasserreinigungsanlage) Am Brinkacker und erreichen den Kirchweg.

Noch grünt es zwischen der Stahlstraße und dem Kirchweg. Im Nacken sitzt mir allerdings bereits das sog. “Gewerbegebiet”, das hauptsächlich, und eigentlich nur, aus Betriebsleiterwohnungen besteht … ein Schelm, der Böses dabei denkt

Während unserer ausgedehnten morgentlichen Spaziergänge kreisen meine Gedanken oft um “Dinge, die mir zu denken geben”. Heute ist es u.a. der neue Wohnsitz des Nationaltorwarts am Tegernsee.

Isolatoren am Wegesrand

Er baute ganz in der alten Nachbarschaft meiner Großeltern. Allerdings war hier damals schon alles bebaut und eine weitere Bebauung durch “natürliche Umstände” (Hanglage) so gut wie unmöglich. Ja, eben nur, “so gut wie …” . – Wie hat der Manuel das nur geschafft?

Der Kirchweg. Links davon, ich habe es “ausgeblendet”, das Betriebsleiterwohnungsbaugebiet

Wir haben Wiefelstede (Ort) hinter uns gelassen und blicken in Richtung Bokel. Dort ist so viel Platz, dort kann man nicht falsch parken und ein “illegales” Ticket von einem privaten Dienstleister “kassieren”.

Der Himmel war an diesem morgen sehr viel sehenswerter als ich es auf dem Foto zeigen kann

Luna hat die heutigen Schlagzeilen längst verarbeitet und “kümmert” sich um die viel zu zahlreichen Feldmäuse. – “Nein, sie wildert nicht! Sie sorgt einzig für Bewegung und Unterhaltung.”

Die Maus ahnt noch nicht davon, dass sie längst ins Visier genommen wurde

Wir haben heute den kleinen Bogen (5 Km) um Wiefelstede gewählt und blicken bereits auf den Kuhhornsweg.

Längst hat Luna ihre beiden Artgenossen Paula und Nala erspäht. Doch wir Zweibeiner besitzen keine so tierische Wahrnehmung wie die Kleine Münsterländerin und finden sie auf diesem Foto nicht. Vielleicht aber ihre beiden menschlichen Begleiterinnen?

Ach, wie seltsam: Die frische Luft der vergangenen Stunde hat die heutigen Schlagzeilen in einen gasförmigen Zustand überführt, quasi verflüchtigt. – “Wie lauteten sie noch einmal?”

“Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.” – François de La Rochefoucauld