Die Untermieter sind zurück

Die Wildkaninchen waren in den vergangenen Jahren hartnäckig, das Rehwild eher vorsichtig. Seit unser “Frollein” mehr wach und konzentriert, als höflich-zuvorkommend den Garten überwacht, zogen es die Rehe in den letzten beiden Jahren vor, das Weite zu suchen. Nun sind sie wieder zurück. – Und Luna kontrolliert wieder regelmäßig “ihr Grenzgebiet”.

“Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp, …” (“Der Taucher”, Friedrich von Schiller)

Osterausflug 2018

Ostern 2018. Unser offizieller Saisonstart. Wir fahren nach Schleswig-Holstein. Wir haben reserviert. Rechtzeitig und telefonisch. Das „Zugpferd“ war zur Inspektion in der Werkstatt unseres Vertrauens. Big B. ist erfolgreich hauptuntersucht, auf Dichtigkeit inspiziert und auch seine Gasanlage wurde auf Herz und Nieren geprüft.

Wir heben ab: Saisonstart 2018

Die Außentemperatur konzentriert sich auf und um den Gefrierpunkt und beabsichtigt auch nicht, diese Region in absehbarer Zukunft zu verlassen. So deute ich das nicht unbedingt sanft rüttelnde „Nebengeräusch“, das uns seit unserer Abfahrt vor fünf Minuten begleitet, als „frostige Materialunbeweglichkeit“ des Caravans. – Eine eiskalte Fehleinschätzung.

Ostern 2018 begann ein wenig “verfremdet”

Technischer Halt an der nächsten Bushaltestelle: Ich habe das Bugrad vergessen! Nachlässig festgesetzt nimmt es immer wieder Bodenkontakt auf und läuft dabei selbstverständlich heiß. Es erhitzt sich über und angesichts meiner Achtlosigkeit so stark, dass sich die Nabe auflöst und sich das „Innenleben“ des Rades in seine Bestandteile zerlegt. – „Wie kann man nur?“, schüttelt der erfahrene Camper sofort und ungläubig sein weises Haupt. „Ja?“, das überlege auch ich und versuche diese vorwurfsvolle Anfrage kleinlaut mit: „Hier siegte die Vorfreude auf die erste große Ausfahrt über die Sorgfalt“, zu beantworten.

Hernia umbilicalis. “Nabelbruch”

Schnell haben wir einen „Plan B“ parat und lassen uns durch das nahezu dahingeschmolzene Bugrad nicht aufhalten. Dafür sorgt schon bald ein unfallbedingter Stau auf der A1 bei Stuhr. „Von drei auf zwei auf eins.“ Es wird immer enger auf der BAB und die Zeit, sie rennt im Sauseschritt. Um 13.00 Uhr ist Mittagsruhe am Elbe-Lübeck-Kanal. Es sieht so aus, dass wir bis 15.00 Uhr warten werden müssen, um auf den Platz zu kommen. In Hamburg-Stillhorn wird diese Befürchtung wegen „Überfüllung“ der BAB immer wahrscheinlicher und auf der A24 bei Schwarzenbek/Grande im zähfließenden Verkehr zur besiegelten Tatsache.

“Immer mit der Ruhe!” – Diese beiden hatten sie weg

Mein vollkommen unsinniger Fluchtversuch von der A24 an der Anschlussstelle (AS) 6 endet „in the middle of nowhere“. Nach einem abenteuerlichen Wendemanöver an und um die Kirche in Möhnsen, stellen wir uns an eben dieser AS 6 wieder hinten an, ergeben uns in unser bevorstehendes Schicksal und stehen weit mehr als eine halbe Stunde zu spät in Güster vor der vorübergehend verschlossenen Schranke zur Freizeitwelt.

Es ging Ostern zwar nicht um die Wurst, aber …

Widrige Umstände „überzeugen“ uns dann davon, unsere Pläne für Schleswig-Holstein um 14.17 Uhr zu verwerfen. „Nicht für immer, wir kommen wieder!“ – Dies ist dann aber der Moment, da „Plan C“ ins Spiel kommt. Er lautet: „Emstal!“

Fiete, acht Monate, sehr niedlich und aus dem Norden Nordrhein-Westfalens

Nach knapp 10 Stunden Fahrt, Stau, stockendem Verkehr, der Prozession durch vier Bundesländer (Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein), 578 Kilometern und einem für 1,46 €/L Diesel „Volltanken, bitte!“ auf der A28 an der Tankstelle/Raststätte Hasbruch, stehen wir um 18.45 Uhr in Sustrum auf dem CP Emstal. Wir bekommen einen „so-wie-du-reinfährst-kannst-du-auch-wieder-rausfahren-Platz“ für unseren „flügellahmen“ Big B. und Herr Sandker weiß Rat und hat Rad. Ein Bugrad, das er uns freundlicherweise ausleiht. Schnell sind alle Verkehrsstörungen dieses Karfreitags vergessen.

“Unser” Kompetenzzentrum an der Brinkstraße

Über Düthe und Fresenburg fahren wir nach Lathen. Mir ist kein Weg zu weit, wenn es darum geht, der besten aller Ehefrauen eine all-in-one Lösung für die Kontaktlinsen zu besorgen. In Lathen angekommen, entscheiden wir, der vorösterlich stark belasteten Verkehrssituation gehorchend, dass „die Beste“ ihre all-in-one-Flüssigkeit, unvermittelt und mühelos aus dem Auto gleitend, persönlich, also unter vier Augen, beim Optiker erwirbt und mir die äußerst heikle Parkplatzsuche überlässt. – „Welch´ Glückes Geschick!“ Der örtliche Baumarkt Schlichter liegt rein zufällig „um die Ecke“ in der Bahnhofstraße 14-18. Nur er verfügt über gebührende Gelegenheiten, ein Fahrzeug korrekt, gefahrlos und geschützt abzustellen.

Auf und an der Ems ist irgendwie immer etwas los. Die Isabel legt sich in die Kurve

Viel zu früh findet mich meine Gemahlin in der Werkzeugabteilung der GmbH & Co. KG. Gerade vergleiche ich das reichhaltige Angebot an Akku- und Schlagschraubern, Bohrmaschinen und Winkelschleifern, die mir ein verantwortungsbewusster Verkaufsrepräsentant, der meine handwerklichen Fertigkeiten kennt, niemals aus freien Stücken und unbeaufsichtigt an die Hand geben würde. Ich habe Mühe, den so lange und schmerzlich vermissten 1000 Kg Scherenwagenheber und das unbedingt benötigte Universalschmierfett sowie die neue, Ton in Ton gehaltene Kehrgarnitur „Profi“ mit der Rechten zu halten. Da steht die beste Ehefrau unvermittelt neben mir. Sie lacht. Sicherlich freut sie sich über die neue all-in-one-Lösung. Oder war es dann doch die befreiende Freude und ersehnte Errettung durch den entsetzt-fassungslos herbeirennenden Angestellten des Schlichter Baumarktes, der sein Werkzeugsortiment vor mir schützen will?

Wenn früh am Morgen …

Zurück im Emstal werden die Kontaktlinsen gepflegt und „neu eingelegt“. Das alte Kontaktlinsenbehältnis wird in einen dieser großen, grauen Container entsorgt und fortan nimmt ein neues Modell seinen Platz im Big B. ein. Ostersonntag 10.45 Uhr. Ein nicht näher genannt werden wollender Camper taucht in die Restmüllcontainer an der Brinkstraße ab. Hin und wieder zieht er sich am „Beckenrand“ hoch, schnappt nach Luft, um dann wieder in einer Woge aus weißen Mülltüten zu verschwinden. Warum? Er sucht nach Kontaktlinsen, die die beste aller Ehefrauen versehentlich mit dem ausrangierten alten Behälter dem Recycling zugeführt hat. Betroffen bis irritiert blickenden Gästen erklärt dieser Tauchsportler mit gesenktem Kopf und dabei eine Hand vor seine Augen haltend, er wolle sein Taschengeld durch die Suche nach Pfandflaschen aufbessern. – Nur Herr Sandker und ich kennen diesen „Wassersportler“ persönlich.

Es gibt da diese gewisse Stunde an der Ems …

Sobald wir nach dem Aufwachen auch nur zwei Worte wechseln, steht das Frollein vor unserem Bett und macht sich, falls wir sie ignorieren, durch ein leises, aber nachdrücklich-unmissverständliches Knurren bemerkbar. Übersetzt heißt dies: „Auf geht´s! Der frühe Münsterländer fängt den Wurm!“ Da Luna immer noch nicht die Uhr lesen kann, ist es ihr auch relativ einerlei, welche Stunde der Sustrumer Big Ben geschlagen hat. Hauptsache es geht los. – Und zwar sofort.

Noch so eine “blaue Stunde”

Bei sportlichen -0,8°C finde ich uns am Ufer der Ems wieder. Noch hängt der Rauch des bereits vor zwei Tagen erloschenen Osterfeuers uns entgegenkommend in der Luft. Beleidigt, fast erniedrigt, trabt das Frollein neben mir. Wir schreiben den 2. April. Brut- und Setzzeit: Leinenpflicht in Feld, Wald und Flur bis zum 15. Juli. Nur die Ruhe, wir werden eine vertretbare und gelöst-erträgliche Leine-los-Lösung finden. Und schon bietet sich die erste Gelegenheit: ein Stockente scheint sich drei, vier Meter vom Ufer entfernt, gleichsam des Lebens überdrüssig, ertränken zu wollen. „Luna, voraus zur Rettung!“ Kometengleich prescht das Frollein voran und kann die Ente in letzter Sekunde von ihrem Versuch, freiwillig aus dem Leben scheiden zu wollen, abbringen. Erleichtert und dankbar quäkend hebt diese ab und fliegt davon.

Kein Foto vermag es, diese “gewisse Stimmung” 1:1 wiederzugeben

Als wir uns der Stelle nähern, an der wir vor weinigen Tagen auf drei Nutrias stießen, ist Luna längst wieder an der Leine. Nutrias „sind nicht ohne“, aber ich bin mir auch nicht sicher, ob das Frollein es nicht doch mit den drei Musketieren aufnehmen würde.

“Angeln: stundenlang geduldig an einem Fleck lauern, bis man nichts gefangen hat.” (unbekannt)

Vor dem in der Mittagsruhe einsetzenden leichten ostermontäglichen Regen haben wir bereits unsere Siebensachen gepackt und verstaut. Die beste aller Ehefrauen fahndet noch gemeinsam mit der Hauptkommissarin Kathrin Klaasen nach dem „Ostfriesenkiller“ (Anm. ein Kriminalroman des Autors Klaus-Peter Wolf), Luna liegt unter „ihrem“ Tisch und lässt den letzten Ems-Spaziergang dieser Reise noch einmal Revue passieren und ich hypnotisiere durch die Scheibe des Backofens den dort garenden original bayrischen Leberkäse. Sie sind lese- und abenteuerhungrig. Ich mal wieder ausgehungert.

“Schon wieder ein Ente in Lebensgefahr?”

Inzwischen ist das „überhitzte“ Bugrad gegen die freundliche Leihgabe ausgetauscht. Ich habe es tatsächlich ohne größere Flurschäden anzurichten und Blessuren an Leib und Seele geschafft! In der kommenden Woche werde ich ein neues, höchstwahrscheinlich thermostabiles, Rad besorgen und dann in einem euphorischen Freudentaumel feststellen: „Das Emstal ruft! Die rollende Leihgabe muss zurückgegeben werden!“ – Ich habe auch schon einen sehr interessanten Reiseweg ins Auge gefasst: Wiefelstede-Hildesheim-Amsterdam-Papenburg-Sustrum. Schließlich gilt es die österlichen 578 Kilometer zu übertreffen. – Keine Sorge! Ich schaff´ das!

Auch sie brauchten keinen Termin mit der Natur zu vereinbaren

Saisonstart 2018

Dichtigkeitsinspektion, Gasprüfung und Hauptuntersuchung erfolgreich bestanden! – Drei gute Gründe, Big B. nach diesem “Prüfungsstress” zu belohnen.

Campingplatz Emstal. Die ersten naturverbundenen Gäste ließen zum Saisonstart nicht lange auf sich warten

Und so fahren er und ich “allein zu zweit” ins Emsland und lassen im Zweistromland zwischen Dortmund-Ems-Kanal und der Ems die Seele(n) baumeln.

Für den “Freisitz” unter der Markise war es noch zu “schattig”, aber das wird sich ändern

“Die linden Lüfte sind erwacht, sie säuseln und wehen Tag und Nacht, sie schaffen an allen Enden.” – Ludwig Uhland (“Frühlingsglaube”).

Ems und Dortmund-Ems-Kanal begegnen sich in Sustrum

In Sustrum säuseln diese linden Lüfte bei bis zu 2°C über das Land. Auch der sonntägliche Wechsel auf die “befohlene” Sommerzeit hat vorläufig keinen positiven Einfluss auf die sanft wehenden Frühlingslüfte.

Fischer Fritzes Fischerboot?

Doch was kümmern uns Temperaturen und Windverhältnisse: wir sind wieder “auf Achse”. – Allein das ist es, was zählt.

Da! Der Beweis! Justin Biber war hier. – Denkste ….

Früh am Morgen lege ich mich einmal mehr auf die Lauer und hoffe auf ein Treffen mit “Justin Biber”. Erste frische Indizien lassen mich auf eine Begegnung hoffen.

Eine Nutria auf Patrouille

Ich entdecke eine Stellvertreterin am Ufer der Ems und freue mich über dieses Zusammentreffen.

… und beim Frühstück

Na, wenn es in dieser Saison fotografisch so weiter geht, bin ich (durch das) objektiv gesehen, mehr als zufrieden.

Winterruhe der Natur

Ich schreibe lieber “Winterruhe”, als einmal mehr von Frost zu sprechen. Dennoch lässt sich nicht verhehlen, dass es heute morgen mit -1,6 °C recht “prickelnd” am Hörner Diek war.

Eine der drei “aufgeständerten Konstruktionen” (Brücken) im Bereich des Hörner Dieks

Ostwind. Nicht der Wind auf dem Saturnmond Titan, sondern ein aus östlichen Richtungen kommenden Wind, sorgte heute für einen dementsprechenden “wind chill factor”, den Luna und ich bereits vor unserem Start in den Morgen, mit der fast jedem geläufigen Gleichung Twc = 13.12 + 0.6215 · T – 11.37 · Vw0.16 + 0.3965 · T · Vw0.16 berechnet hatten.  – Kurz: es war ar … ktisch kalt.

Grenzenlos optimistisch haben wir bereits Big B. aus dem Winterschlaf geweckt und sind immer noch so positiv gestimmt, am kommenden Wochenende aufzubrechen. Wohin? Na, da lassen wir uns einmal überraschen!

“Er” bestand darauf, dass wir die Heizung einschalten. 18°C haben wir ihm gewährt

-11 gefühlt -17

-11°C und 51% Luftfeuchtigkeit. Ostwind!

Dog-Walker-Highway No 1: der Wiefelsteder Kuhhornsweg

“Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl.” – Andreas “Andy” Möller, ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer.

Wir hatten heute morgen ein Gefühl von -17°C! – Es dauert sehr lange, bis ich beide Hände in den Jackentaschen vergrabe. Heute morgen habe ich sie gar nicht erst aus den Taschen genommen.

Eigentlich schade, dass Fotos keine Außentemperaturen erleben lassen

Der Ostwind bescherte uns vom Möllerschen Feeling her ein äußerst schneidiges Erlebnis. Da war es auch kein Trost, dass die Regenwahrscheinlichkeit heute bei nur einem Prozent lag.

Frühe

“Im Osten graut’s, der Nebel fällt,
Wer weiß, wie bald sich’s rühret!”
(aus: “Frühe” – Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff )

Fast unauffällig fügt sich die auf die Eisfläche geworfene Flasche in die pausierende Lachmöwenschar ein. Hier erkannte jemand, was der Natur an den Regenrückhaltebecken fehlt …

Es erübrigt sich, zu berichten, dass wir heute morgen wieder einmal den Hörner Diek “heimgesucht” haben.

Erste Anwesenheitskontrolle an der Bäke: “… vier, fünf, sechs! Ja, alle da!”

An vertrauter Stelle trafen wir auf den Graureiher, die Enten erwarteten uns bereits im Schilfgürtel, nur der Eisvogel wollte sich noch nicht zeigen. – Vielleicht war´s ihm zu eisig?

(Fast) “Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …” [Johann Wolfgang Goethe – “Vom Eise befreit …” (Monolog des Faust)]

In der Ferne sahen wir Günter und Falk ihre Runde drehen und das “Frollein” war u.a. sehr damit beschäftigt, für “Ordnung” an der Uferböschung der Funktionsbecken zu sorgen.

Sturmtief Friederike

Friederike, der schwere Sturm mit seinen Orkanböen, bahnte sich am 18. Januar 2018 auch durch das Ammerland seinen Weg bis nach Polen.

Vom Sturm gefällt

Anfangs hörten wir oft die Motorengeräusche der Kettensägen und Holzvollernter (Harvester). Gute sechs Wochen später verschafften sich das “Frollein” und ich uns während eines ausgedehnten Gangs durch die Mansholter Büsche entlang der Nutteler Bäke einen Überblick über die Sturmschäden.

Inzwischen wurden die Stämme der entwurzelten Bäume geborgen

“Wi hebbt hier starke Eekenböm” heißt es im Ammerlandlied*. Nach Friederike sind es allerdings einige Eichen, Rot- und Hainbuchen weniger.

Noch längst sind nicht alle Schäden beseitigt

Es ist erschreckend, wie viele Bäume durch diesen schweren Sturm entwurzelt wurden.

Im “tiefen Wald”

Ich möchte mit meinen Fotos nachträglich kein Schreckensszenario liefern und verzichte darauf, weitere Aufnahmen zu zeigen. Aber es ist “hell” geworden in den Mansholter Büschen an der Nutteler und Bokeler Bäke.

Und an anderer Stelle bahnt sich das erste Grün seinen Weg durch das Eis der Nutteler Bäke

“Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte.” – Bertolt Brecht

 

*Mien Ammerland (Auszug)

Ick hang an die mien Läben lang,
mien leewet Ammerland.

Wi heppt hier starke Eekenböm
un Dannen slank und lang,
dorbi de Wischen vuller Blöm,
un morgens weckt us ut de Dröm
de helle Vögelsang.

Wilhelm Geiler, (1819 – 1895, Auktionator und niederdeutscher Heimatdichter)
Quelle: http://www.ammerland.de/mien_ammerland.php

“Moment mal!”

Suchen – Fixieren – Anpirschen – … Die angestammte Verhaltenskette endet natürlich nicht mit dem Anpirschen, aber ich will es dabei belassen. Luna würde ihren Stammvater den Wolf und dessen Jagdverhalten sicher nicht verleugnen, doch ich bin es, der ihre “Verhaltenskette” unterbricht.

Unsere Kleine Münsterländerin stellt weder Radfahrern, Joggern, Autos, noch fliegendem Spielzeug oder gar rennenden Kindern nach. Als Familienhund mit reichlicher Betätigung in Feld, Wald und Flur, zeigt Luna schon auf Grund ihres temperamentvollen, intelligenten und lernfähigen Wesens natürlich durchaus jagdliches Verhalten.

“Sie wissen gar nicht, um welche Freude Sie sich bringen”, sagte kürzlich ein alter und erfahrener Jäger zu mir, als ich ihm erklärte, dass ich kein Jäger sei und Luna somit nicht jagdlich führe. – Obwohl, sie erlernt hat, wie´s geht …

Somit freue ich mich über unsere heutige Fotoserie. Daraus diese s/w Aufnahme.

Am Hörner Diek konzentriert sich das Frollein auf die artenreiche Ordnung der Gänsevögel: Enten. Diese umfasst 47 Gattungen und etwa 150 Arten. In unserem Fall waren es Stockenten. “Was sonst?”

Hörner Diek

Heute morgen um 8.00 Uhr. Hörner Diek. -1°C. 90% Luftfeuchtigkeit. – Wir waren dort. Allein. … und letzteres ist sehr ungewöhnlich.

Den Eisvögeln war es heute morgen noch zu kühl. Wir sahen (zumindest) keines der Familienmitglieder der Alcedinidae

Darum für die, die sonst immer da sind, aber heute morgen die noch leicht fröstelnde Landschaft “versäumt” haben …

Panoramablick über eines der Funktionsbecken
… und noch ein “Panorama”
Ich wollte auch einmal auf´s Foto (die Schattengestalt links)

“Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen.” – Georg Christoph Lichtenberg

1° Celsius

um 16.00 Uhr in usA (unserem schönen Ammerland) und dabei Niederschlag: 0%; Luftfeuchte: 56%; Wind: 13 km/h. Bodenfrost in Feld, Wald und Flur. Endlich einmal trocken “auf Achse” und ohne “Wasserschaden” nach Haus kommen!

Strategische Aufklärung im Schilfgürtel

Plötzlich begegnen uns WiefelstederInnen, die wir für gefühlte drei Monate nicht gesehen haben. Und: alle sind bester Laune. – “Ob´s am Wetter liegt?”

“Entwarnung! Wir können ungehindert weiter.”

"Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen Verstand." – Theodor Fontane