Ich meine nur …

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag fand am 24. September 2017 statt. Mehr als 24 Stunden nahmen die letzten Beratungen, die am 12. Januar 2018 dann zum Abschluss der sogenannten Sondierungsgespräche führten, in Anspruch.

In diesen Gesprächen ging es einzig darum, zu prüfen, ob und wie die Parteien gemeinsam regieren können. Gespräche, um Situationen und Meinungen in Erfahrung zu bringen, also noch lang keine Verhandlungen über die Bildung einer möglichen Regierungskoalition. Einzig ein Gedankenaustausch und keine konkreten Verhandlungen mit dem Ziel eines Interessenausgleichs.

Spitzfindige Wortklaubereien erforderten dann 110 Tage für die sondierende Feststellung: „Ja, wir können uns vorstellen, wieder eine Große Koalition zu bilden und die nächsten vier Jahre zusammen zu regieren.“

Bereits in 2009 erntete Peer Steinbrück (SPD) mit seiner Forderung, die große Koalition fortzusetzen, aus den Reihen der Sozialdemokratinnen, Sozialdemokraten und der CDU herbe Kritik. Ist inzwischen alles regiert, verwaltet und reguliert, dass ein Umdenken stattfinden kann?

Allein knappe vier Monate gingen ins Land, um zu sondieren. Wie lange werden, nach noch ausstehenden parteiinternen Beratungen und Abstimmungen, nun konkrete Koalitionsverhandlungen in Anspruch nehmen?

Nach der Bundestagswahl 2017 bleibt die Bundesregierung vollständig handlungsfähig, bis eine neue Regierung gebildet worden ist. Und folgt dann ein „weiter so“? – Vielleicht nicht der Rest der Welt, aber sicherlich Europa und ganz sicher ich werden langsam ungeduldig.

Leer ist sehenswert

Wir sind neugierig auf Leer. – Und weil es “um die Ecke liegt”, brechen wir in Richtung der zwischen Leda und Ems gelegenen Stadt auf.

Kulturdenkmal Schloss Evenburg in Leer-Loga

Wir wohnen im Hotel Hafenspeicher am Freizeithafen und statten dem Kulturdenkmal Schloss Evenburg noch vor seiner Winterpause (11. Januar bis 24. März) einen Besuch ab, erkunden die Stadt und entdecken Sehenswertes in der “Ledaschleife”.

“de is wis und woll gelerdt de alle dinck tho den besten kerdt” – Spruch an der Fassade des Hauses “Samson”, das mit zu den schönsten Bauwerken der Stadt zählt

Nun sind zwei Übernachtungen bei weitem nicht ausreichend, die Geschichte Ostfrieslands oder der Stadt Leer, die allein 1200 Jahre zurückreicht, zu erkunden, aber wir “picken uns unsere Rosinen heraus” und durchstreifen die Altstadt und den Hafen.

„Ostfriesen werden bereits mit dem Fahrradsattel unterm Hintern geboren“, wird ja immer gern behauptet. – Allerdings: keine Fahrräder im Schlosspark

Im Museumshafen finden wir den letzten Zeitzeugen der einstigen ostfriesischen Dampfschiffflotte, der vom Verein Traditionsschiff Dampfer Prinz Heinrich restauriert und wieder unter Dampf in Fahrt gebracht wurde.

Die “Prinz Heinrich” wurde im Jahr 1909 auf der Papenburger Meyer-Werft gebaut

Und wir besuchen die Ehemalige Jüdische Schule Leer (EJS), eine Gedenk- und Begegnungsstätte, die als letzter “steinerner Zeuge” dem Gedenken an die jüdische Bevölkerung aus dem Landkreis gewidmet ist.

Ehemalige Jüdische Schule Leer. Forschen. Lernen. Begegnen. Gedenken

Ein Wochenende reicht nicht aus, um Leer kennenzulernen. Bei weitem nicht. “Leer ist sehenswert!” behauptet die Touristik Leer. – Recht hat sie.

Festgestellt in der Rathausstraße in Leer

Vor 10 Jahren? – Unglaublich

Eigentlich habe ich mir vorgenommen, die zahlreichen bis zahllosen Bücher in meiner „Höhle“ zu ordnen. Der Wille dazu ist ungebrochen. Allerdings stoße ich dann auf eine der reichlich vorhandenen CDs mit Fotos aus meiner „Pressevergangenheit“ beim größten Sicherheit produzierenden Unternehmen der Bundesrepublik Deutschland. Und da ich sie nun einmal in Händen halte, kann ich auch schnell einen Blick „hineinwerfen“. – Aber nur einen ganz kurzen!
Ort des Geschehens in den Jahren 2007 und 2008: der Großraum Diepholz und der Landkreis Vechta.

Angehörige des Objektschutzregimentes der Luftwaffe “Friesland” üben für einen (erneut)  bevorstehenden Auslandseinsatz
Es mag “gestellt” aussehen, aber alle Beteiligten waren “vorbelastet” und handelten ausnahmslos authentisch. Ja, so real, da “bekamste ´ne Gänsehaut” …
Startbahnschnellinstandsetzung. Luftwaffenpioniere bei der Arbeit
Schwenklader Ahlmann AS 12B. Der “Ahlmann” im Einsatz
Ausbildungsbetrieb im “Sandkasten”
Abt. Tiefbau
“Schon wieder der mit der Kamera!” – Dieser Gedanke mag oft aufgekommen sein, aber sie ließen mich immer …
… auch schon mal “mitspielen”!
Alles legal für die Nachwelt erhalten
Und was es mit diesem “Waffensystem” auf sich hat, wäre eine ganz neue (Militär-)Geschichte. – Sozusagen eine schwäbisch-friesische Begebenheit

 

Der Kleine Rapsländer

Die Wissenschaft staunte nicht schlecht, als ich heute morgen erstmalig  ein Foto des im Ammerland bisher unbekannten Kleinen Rapsländers präsentierte. Diese dem Kleinen Münsterländer sehr ähnliche Gattung der Kontinentalen Vorstehhunde traf ich am Kuhhornsweg/Dingsfelder Weg an.

Ja, eine gewisse Ähnlichkeit mit “dem Frollein” hat der Kleine Rapsländer schon …

Saisonausklang an der Alten Ems

Um es mit den Worten der Touristikbranche zu sagen: „Wir sind primäre Tagesausflügler.“ Also, Besucher, die von ihrem (in unserem Fall dem Emsland nahen) Wohnort im Rahmen ihrer Freizeit einen Kurzaufenthalt an der Ems verbringen.

Die “Durchstichbrücke” an der Sustrumer Brinkstraße

„Emsland – Ein Stück näher zur Natur.“ Der Slogan trifft auf uns, die Ammerländer Primärtagesausflügler, zwar nicht so ganz zu, da wir in usA (unserem schönen Ammerland) hinsichtlich der landschaftsbezogenen Anziehungsfaktoren wie „Klima/saubere Luft“ sowie „ländliche Atmosphäre/Ruhe“ ebenfalls aus dem Vollen schöpfen können. Doch trotzdem sind wir immer wieder gern in Sustrum, Walchum, Dersum, Lathen, Dörpen und umzu.

Big B. ohne “Hemd”. Der aufkommende “stürmische Grischa” ließ uns vorsorglich die Markise nebst “Zubehör” einholen

Von der gesamten Lauflänge der Ems fließen ca 150 Km durch das Emsland. Uns genügen die ca. 4 Kilometer an der Brinkstraße bei Sustrum, um immer wieder neue Eindrücke und Erholung zu finden. Und damit liegt es auf der Hand, dass wir den Caravan-Saisonabschluss 2017 auch hier „veranstalten“.

“Transparentes” Ahornblatt

Im Anschluss einige “Beweisfotos”:

Lange habe ich auf ihn gewartet. Endlich tat er mir den Gefallen …
Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder, kühler weht der Wind
Hier wird der Mais gedroschen und wandert nicht in die Biogasanlage
Immer öfter in Deutschland zu finden: Silberreiher
“Einbahnstraßenfutterhaus” – Ja, es ist eine gemeine Bezeichnung
Niemals werde ich verraten, dass dies die Badestelle des CP Emstal ist
Fast alle sind gegangen, nur die hartnäckigen Ammerländer finden noch nicht nach Hause
Emstal – Echt scha(r)f
Saisonende an der Alten Ems. 2017
Wie gewohnt hat das “Frollein” alles im Blick
Saisonende. – “Der Letzte macht das Licht aus!”

“Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder. Keine Frage!”

Herbst im Zweistromland

Bis Oktober findet man den Flockenstieligen Hexenröhrling in Laub- und Nadelwäldern. Roh sehr giftig, ist er als Speisepilz ebenso schmackhaft. Auch der Maronenröhrling, der sogar bis in den November auf sauren Böden, dann besonders gern unter Fichten und Kiefern, in Nadelwäldern anzutreffen ist, ist, wie der Steinpilz, sehr schmackhaft. Allein diese beiden Röhrenpilze lassen mich in die selbige schauen, sollte ich jemals in die Verlegenheit kommen, sie unterscheiden und andere im Verborgenen lebende Vertreter dieser ein Fadengeflecht bildenden „Waldpflanzen“ erkennen zu müssen.

Sonnenaufgang an der Sustrumer Brinkstraße

Und doch zieht es mich in den herbstlichen Wald. Den Anblick von Röhren- und Lamellenpilz schätzend, hoffe ich dabei jedoch mehr auf Begegnungen mit Hase, Reh und, mit etwas Glück, dem tag- und nachtaktiven Wildschwein. Aber, ich habe nur selten „Schwein gehabt“.

Das Emstal in der Morgensonne

Wieder einmal auf Fotosafari an der Ems lasse ich, angesichts einer erfolglosen Pirsch, Pilz Pils sein und fotografiere „einfach nur“.

Das Frollein patrouilliert an der Ems
Die Entdeckung der Gelassenheit
CP Emstal
Oktober. Wer keine Pilze sucht, geht fischen

Gestern vor 40 Jahren

Fast zeitgleich mit dem Doppelbesteuerungsabkommen, die korrekte Bezeichnung: Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Kenia, „bauen“ 74 GymnasiastInnen im Mai 1977 ihr Abitur am Gymnasium Nordenham. Fünf von ihnen werden nicht „doppelt besteuert“ und von der mündlichen Prüfung befreit.

Das “Große Latinum” war eine Herausforderung. Wären mir damals Caesar, Ovid und Tacitus über den Weg gelaufen, ich hätte sie …

40 Jahre später treffen wir uns im Hotel am Markt in Nordenham. Unsere KlassentreffenorganisatorInnen haben ganze Arbeit geleistet. Viele folgen ihrem Aufruf und so sitzen wir, die Klasse von 1977 (13sb), fast vollzählig und in bunter Runde zusammen.

“Oft abgelenkt”. Kein Wunder bei der “Reizüberflutung”

„Was machst Du (beruflich) so?“ – Diese Frage ist an diesem Abend nicht immer ganz zeitgemäß, denn seit 1977 sind einige Dekaden ins Land gegangen, einige von uns stehen kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand und manche üben bereits seit bis zu sieben Jahre das Berufsprofil „Ruhestandsbeamter“ aus.

Mein Geburtstagsgeschenk 1976

„Weißt Du noch?“ Partner, Kinder, Enkelkinder, Eltern, ehemalige Lehrerinnen und Lehrer, gemeinsame Bekannte, der persönliche berufliche Werdegang und schließlich das Gruppenfoto. Letzteres „in den Kasten“ zu bekommen dauert auch heute noch genauso lang wie damals auf den Klassenfahrten nach Bonn, Berlin und Lübeck. – Und das ist gut so!

“Ronald kann, wenn er nur will. Er ist aber ein “Saisonarbeiter”!” (Originalton meines Klassenlehrers Walter Garms, 20.07.1935 – 01.12.2016) – Noch heute nutze ich “sein” Unterrichtsmaterial!

Kein Lehrerbesuch. Kein Besuch der alten Schule. – Grund: Keine Zeit! – Es gibt viel zu viel zu berichten und zuzuhören. Bis zum nächsten Mal werden wir keine 40 Jahre warten (können).

Vielen Dank an Helga, Rita und Gert!

Mal eben “überwaschen”

Es ist an der Zeit, die Grundfarbe unseres Big B. wieder sichtbar zu machen. Dafür wird er mal eben übergewaschen: von 11.00 Uhr bis 15:45 Uhr.

Allein der “Versuchsaufbau” erforderte einige Zeit

Von unseren letzten Reisen brachten wir “den Staub der Landstraße” und von unserem letzten Aufenthalt an der Ems unzählige blinde Passagiere mit ins Ammerland: Coccinellidae. Nein, hier handelt es sich nicht um gesundheitsschädigende Keime, es sind Marienkäfer. Nicht zwei, drei oder gar vier Dutzend, nein, Drei-, Vier-, Fünfhundert dieser halbkugeligen und flugfähigen Käfer, haben es sich in Ecken, Winkeln und Fugen, unter Kästen, hinter der Markise und dem Reserverad bequem gemacht. Immer wenn ich glaube, nun habe ich alle befreit, kriechen erneut weitere gepunktete Käfer aus irgendwelchen Schlupflöchern. Ein Reigen ohne Ende! Es gelingt mir, ihren Rädelsführer ausfindig zu machen. Ich überede ihn, seine Bande zu einem Ausflug in die benachbarte Wiese zu führen.

15:45 Uhr. “Ich habe fertig!”

Irgendwann heißt es dann endlich: “Wasser marsch!” Die fröhlichen Wasserspiele nehmen ihren Lauf. Ich weiß nicht mehr, wie viele Spülgänge ich benötigte, aber schließlich strahlen Big B. und ich.  – Eigentlich wäre es nun an der Zeit für einen “Ausritt”. Doch wohin? Nach Sustrum? Warum nicht? – Dienstag geht´s los!

“Klappe zu, Affe tot.”

15. Modellbahnstammtisch Wiefelstede

Den Taschenatlas für Eisenbahnreisende aus dem Verlag Velhagen & Klafings aus dem Jahr 1925 benötigt man nicht, um die Wiefelsteder ModellbahnstammtischlerInnen im Gasthof Rabe, Hauptstraße 28 in 26215 Wiefelstede zu finden.

aus: Dr Ernst Ambrosius und Karl Tänzler, “Taschenatlas für Eisenbahnreisende”, Verlag von Velhagen & Klafing, Bielefeld und Leipzig, 1925
1925 war sogar noch die Linie Schwei – Stollhamm in Planung. Die Route Rodenkirchen – Varel gibt es heute, wie die “Butjenter Bahn” (Nordenham – Stollhamm) schon seit Jahren nicht mehr. Hätten man letztere nicht abgerissen, könnten die Urlaubsgäste heute nostalgisch von den Nordseebädern nach Bremerhaven (z.B. Schaufenster Fischereihafen) pendeln

Der 15. Stammtisch findet am Do., 12. Oktober 2017 ab 18.00 Uhr in Rabes Gasthof statt. Wie immer sind Gäste, ob mit oder ohne Modellbahn, und “Sehleute” sehr herzlich willkommen!

Für ein gut erhaltenes Taschenatlas Exemplar aus dem Jahr 1925 zahlt der Sammler heute bis zu 24,00 Euro

"Viele Spötter meinen, reich an Geist zu sein, und sind doch nur arm an Takt." – Georg Christoph Lichtenberg