Keine Fiat G 91, aber …

… wenigstens einige Royal Air Force Jets vor den Hallen auf dem ehemaligen Fliegerhorst Oldenburg möchte ich noch zum Besten geben. Die Fiat G91, wie ich sie meinem Bruder versprach, kann ich aus urheberrechtlichen Gründen (noch) nicht „ins Netz stellen“.

Das Towergebäude und Halle 5. Deutlich ist ein „Trampelpfad“ vom Unterkunftsbereich (zwischen Geb 99 und Geb 77) über die Gleise „auf die Flight“ zu erkennen.

2× kurz und laut

Ich war erstaunt, als man mir zutrug: „Da pfeift einer mit der Hundepfeife nach seinem Hund! Bist Du derjenige?“ – Es gibt Mitmenschen, die können es nicht fassen, dass nach einem Hund gepfiffen wird.

pirschend

Luna, unser mittelgroßer Vorstehhund in der Grundfarbe Braunschimmel, ist intelligent und sehr lernfähig, temperamentvoll und dabei ausgeglichen. Luna ist sehr aufmerksam, stets freundlich und teamfähig und auch als unser Familienhund verfügt sie natürlich über einen ausdauernden Beutetrieb, hohe Nervenstärke und einer ihrer Rasse entsprechenden Wildschärfe (so ist nun mal der Sprachgebrauch). Die Erziehung und unbedingt erforderliche Auslastung unserer Kleinen Münsterländerin unterscheidet sich daher vom familienfreundlichen Spielen und Tollen mit einem überwiegend verspielt-verschmusten Vierbeiner. – Und da wird dann auch gepfiffen.

„konzentriert eingefroren“

Ihre Bewegungen sind schnell, harmonisch und raumgreifend. Und dann kommt sie zum Einsatz: die Hundepfeife. Mit ihrer Hilfe kann ich Luna über große Distanzen, die sie sehr flink, eben raumgreifend, bewältigt, vermitteln: „Komm´ zurück!“ – Ende! Weiter nichts. Sinn und Zweck einer Hundepfeife. Dass Luna darüber hinaus auch das Kommando „Platz!“ auf Pfiff ausführt sei nur am Rande erwähnt.

immer alles im Blick

Habe ich nun auf das Tierschutzgesetz gepfiffen? Habe ich pfeifend das Leben und Wohlbefinden unserer Kleinen Münsterländerin gefährdet oder ihr Schaden zugefügt? Sicherlich nicht.

Frühjahrsputz am Hörner Diek

Mächtig zur Sache geht es zur Zeit im Wiefelsteder Naherholungsgebiet „Hörner Diek“. Eine Erhaltungsmaßnahme zur weiteren Gewährleistung der Funktion der Regenrückhaltebecken ist der Grund für eine vorübergehende Sperrung des „Dieks“.

Davon ist auch der Kuhhornsweg, der „dog-walker-highway-number-one“, indirekt betroffen. Schweres Gerät bahnt sich hier seinen Weg

Geb 23 „Haus der Geschichte(n)“

„Wir brauchen eine Militärhistorische Sammlung.“ – Ende 2002 entstand dieser Gedanke auf der Führungsebene der Flugabwehrraketengruppe 24. Am 4. Februar 2003, „die Uhr schlug 13“, erhielt ich von Oberstleutnant D. den Auftrag, eben diese Sammlung im Haus 23, das seit einem Tag der offenen Tür am 18. August 1996 bereits den vielversprechenden Namen „Haus der Geschichte“ trug, einzurichten.

Es war einmal …

Am 5. Februar 2003 führten OberstLt D. und Hptm St. ein letztes Koordinierungsgespräch mit mir.  Alle „sechs W-Fragen“ (Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Und: Warum?) wurden militärhistorisch beleuchtet und durchweg alle Details mit der Antwort „Ronald Stock“ versehen.

Nach langem Hin & Her: ein Blick in „mein Dienstzimmer“

6. Februar 2003: Schlüsselübergabe um 07.30 Uhr. Das Haus war seit 1998 nicht mehr betreten worden. Spannung lag, sowohl an der elektrischen Einrichtung des Gebäudes als auch in meinem Inneren an, als ich das Haus zum ersten Mal betrat. Die Heizung „schwieg“ und der Müll vom Tag der offenen Tür (TdoT) vor 6,5 Jahren war mir kameradschaftlicher Weise durch die damalige „Haus-23-Besetzerszene“ überlassen worden.

Meinen militärhistorischen Fundus begründete ich mit den großzügig überlassenen Kippen und Teebeuteln aus 1996

Am 10. Februar 2003 reinigte ich mit den mir anfangs zugesagten Helfern das Gebäude vom Dachboden bis in den letzten Winkel des Kellers. Allein. Auf die kameradschaftlich versprochene Hilfe wartete ich an diesem Tag vergeblich.

Sammler und Jäger. Erst einmal sicherstellen, dann sichten und häufig … entsorgen

Nachdem mir am 12. Februar 2003 um 9.30 Uhr mangels Heizung im HdG schließlich die Kugelschreibermine eingefroren war, beendete ich vorübergehend meine schriftliche militärhistorische Arbeit und machte mich ans Organisieren.

Es war erstaunlich, was plötzlich an Gerätschaften zusammenkam

Elektriker gaben sich bald mit Schlossern und Heizungsinstallateuren die Klinke in die Hand. Durch ihren Fleiß und Erfindungsgeist, gemischt mit einer gehörigen Portion Geschicklichkeit und der gewissen Prise „Bauernschläue“ im Einklang mit der damaligen Leiterin der FlgHBtrGrp, Frau O., brachten sie die Geschichte wieder in Gang. – Alles sollte funktionieren, durfte aber keine Kosten verursachen. – Am Ende hatte ich sogar eine einsatzbereite und aus allen Düsen sprudelnde Dusche zur Verfügung.

… aber auch Brauchbares fand einen Weg ins „Haus der Geschichte“

Nun könnte ich, da ich akribisch Tagebuch führte, die kommenden Wochen und Monate im Geb 23 mit all seinen „Höhen und Tiefen“ detailliert schildern. – Aber, „wen interessiert das heute?“

Der sog. „Technikraum“ im Erdgeschoss des Geb 23

So viel sei verraten: irgendwann war alles eingerichtet und ich wurde abkommandiert. – Ärgerlich? Nein! – Die Kontakte, die ich während dieser geschichtsträchtigen Phase, auch zu meinen damaligen „Nachbarn“ im Geb 66 (Traditionsgemeinschaft Jagdbombergeschwader 43) knüpfte, waren und  sind Gold wert.

Welcher FlaRak-PATRIOT hatte die Gelegenheit, neben anderen auch mit Oberst a.D. Heinz-Günter Kuring (1924-2010) „in der Geschichte zu kramen“, Anekdoten auszutauschen oder einfach mal nur zu plaudern? Allein meine Besuche und Treffen bei/mit den Ehemaligen und Reservisten des/der Flugabwehrraketenbataillons 24/Flugabwehrraketengruppe 24 (be-)lohnten die ganze „Arbeit“. – Auch wenn die „PATRIOTEN“ mit meinen zusammengetragenen Ergebnissen und Erkenntnissen „meiner Forschung“ später so gar nichts anfangen konnten … oder wollten.

„Waffentechnik der frühen Ü-Ei Epoche“ – Darum beneidete mich das Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Sie haben´s nie bekommen … 🙂

Hinter den Kulissen

Der Blickwinkel des Beitragsbildes lässt es vielleicht erahnen: es geht in den Untergrund. Also, nicht in den Rückzugsraum, der durch Illegalität gekennzeichnet ist! Vielmehr sind es Einblicke in einige Räume, die nicht jedem zugänglich waren, da sie zum „Reich“ der Standortverwaltung Oldenburg, treffender, der Betriebsgruppe des Fliegerhorstes Oldenburg, gehörten.

Ein Blick in ein „Kesselhaus“ irgendwo im ehemaligen Westlager

Ich halte mich mit einer näheren Ortsbeschreibung bei den heutigen Fotos zurück, da ich vermeiden möchte, dass ambitionierte Forscher bei einer denkbaren Recherche vor Ort „verloren gehen“.

Wieder so eine interessante Kulisse für ein photoshooting

In zwei Gebäuden stieß ich auf das versteckte „Tor zur Unterwelt“ (unterirdisches Heizungssystem der Liegenschaft). Stets im Alleingang unterwegs, schloss ich mich immer mit „guten Kameraden“ kurz, die mein „Forschungsgebiet“ kannten. Sie hätten mich gesucht, hätte ich mich nicht zur verabredeten Zeit gemeldet. – Auch nach Dienstschluß!

Sie strahlten Wärme aus

Es war immer wieder überraschend, was „Mann“ aus stillgelegten Räumen und Einrichtungen gebrauchen konnte. In der ersten Zeit nach der Entwidmung des Fliegerhorstes konnte ich zusehen, wie sich die Technik quasi „in Luft auflöste“.

Dieser Raum wurde einmal durch Radartechniker genutzt

„Manometer!“ – Auch unterirdisch wurde Druck verteilt. Und oberirdisch? Da auch, dabei war das Verhalten einiger Vorgesetzter dann um so unterirdischer.

Mannometer! So viele Manometer

Im letzten Technikraum, „meiner“ Küche im späteren „Haus der Geschichte“ der Flugabwehrraketengruppe 24 (Geb 23), kam der Druck einzig aus der Kaffeemaschine.

Geb 23. In unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Towergebäude fachsimpelte ich gern mit Aktiven und Ehemaligen.

Die meisten Besucher im „HdG“ (Haus der Geschichte) waren überwiegend Angehörige des Jagdbombergeschwaders 43. Die „Patrioten“ der FlaRakGrp 24, von deren Führung ich meinen „fliegerhorst-historischen“ Forschungsauftrag schließlich erhalten hatte, blieben aus. Dafür kamen die Angehörigen der Betriebgruppe immer wieder einmal „auf ´ne Bohne“ vorbei. Und das war gut so! … oder sollte ich im Interesse der Wahrheitspflicht „besser“ sagen?

Fliegerhorst OL – Nachschlag?

Wenn niemand fragt, woher ich diese Luftaufnahmen, die ich nur in Ausschnitten zeigen werde, habe, dann … gibt´s Nachschlag.

Die Metjendorfer Landstraße gabelt sich in Alter Postweg und Heidkamper Landstraße. Der Metjenweg kommt aus der linken oberen Bildecke und kreuzt beim Schützenhof die Metjendorfer Landstraße in Richtung Fliegerhorst. Die Siedlung Heidkamp will noch wachsen und der Schützenhof, der in den 1980er Jahren zum „Ede Wolf“ wird, ahnt noch nicht, dass er einmal einem NP-Markt weichen wird.

Gäbe es sie bereits, so würden wir auf die Görlitzer Straße, Usedom- und Wolliner Straße sowie Am Elisabethstein in Wiefelstede-Heidkamp blicken

An den Eichen aus Richtung Metjendorf kommend geht es vorbei am Bremsstand, der zu diesem Zeitpunkt durch die RAF (Royal Air Force) genutzt wird, zum Wehnerfelder Weg.

Der (besetzte) Bremsstand im November-Bereich

In der rechten oberen Ecke findet sich die „Englische Siedlung“ an der Shakespeare-, Byron-, Newton- und Leibnitzstraße. Die Westwache gibt es bereits und noch stehen „H-Gebäude“ (damals Nr. 108-110) im Westlager.

Links oben wird in Richtung Westerholtsfelde Nord gestartet. Ich wage die Behauptung, es könne sich um eine britische de Havilland Vampire handeln

Die Westwache als kleines, unscheinbares Gebäude oberhalb der „britischen Reihenhäuser“ in der Bildmitte.

Das vorige Bild in einer weiteren Ausschnittvergrößerung

Zitat. „Im Frühjahr 1945 wurden die Anlagen (Anm. des Militärflugplatzes) von kanadischen und englischen Besatzungstruppen übernommen und als Sammellager für Kriegsgerät genutzt. … Anfang der 1950er-Jahre begann, sicher damals schon nicht gerade zur Freude der in der Nähe wohnenden Bevölkerung, wieder die fliegerische Nutzung.“ Zitatende. (Quelle: Metjendorf und umzu. Eine Bauerschaft im Wandel. Wilfried Harms, 2007, Seite 92)

In der Bildmitte rechts von An den Eichen gelegen das später vom Fliegerhorst „geschluckte“ Haus Eilers (Geb 222)

Fliegerhorst Oldenburg – TT-Edition

Was ist eine TT-Edition? – Das ist die „Thomas/Thomas-Foto-Edition“ mit einigen Fliegerhorst-Oldenburg-Bildern aus den Jahren 2004 bis 2006. Für die beiden Kommentatoren meines letzten Nato-Flughafen-Beitrags habe ich einige Fotos zusammengesucht, die sie aus der Zeit ihres Wirkens auf dem Gelände an der Alexanderstraße vielleicht (auf Anhieb?) wiedererkennen.

Geb 174 an der Straßenecke UHG/Geb 36

Kleine Orientierungshilfe: Wir bewegen uns foto-technisch in dem „Fliegerhorst-Viertel“ (eigentlich spricht man heute ja von einem „Quartier“) zwischen der großen Rasenfläche hinter dem Stabsgebäude (Geb 40), dem Sportplatz, dem Kfz-Hof/Tankstelle (Geb 25, 26, 27, 95, 96, 97) und dem Gleisköper bei den Hallen 5 und 13.

Geb 59a. Unscheinbar neben der Sporthalle und gegenüber der Truppenküche gelegen. Gab es hier einen technischen Defekt, dann duschte der Fliegerhorst kalt

Immer für ein siebentägiges Kasernenparkverbot gut war das Abstellen der Privatfahrzeuge auf dieser Stellfläche (s.u.) an der UHG. Auch der nur kurze Besuch in der Sanitätsstaffel war dann kein akzeptabler Entschuldigungsgrund für den „Kasernensheriff“ und sein Team.

Auf dem Parkplatz der UHG (Unteroffierheimgesellschaft). Aus diesem Blickwinkel hatte man die Sanität „im Nacken“

Schon lange dem Erdboden gleich gemacht wurde die UHG Fliegerhorst Oldenburg. – Nur im Casino soll bei geistigen Getränken noch mehr „geflunkert“ worden sein. – Hab´ ich mir sagen lassen …

Das Uffz-Heim aus Richtung Geb 174 fotografiert

Hier residierte und regierte die Sanität: Geb. 54 (erbaut 1966)

Die Sanitätsstaffel (Geb 54)

Komisch, ich weiß heute noch, wer diese Autos fuhr/besaß.

Der Haupteingang zur Sanitätsstaffel

Bei der FlaRak (Flugabwehrraketengruppe 24) diente das Geb 36 als Unterkunft und Verwaltungsgebäude der 5. Staffel. Als diese im Rahmen der Luftwaffenstruktur 5 „gegangen wurde“, zogen hier die IT-Spezialisten ein.

Geb 36 an der Straßenecke Geb 35 (Witrtschaftsgebäude/Truppenküche) und UHG

1936 erbaut und 2006 aufgegeben.

Noch einmal Geb 36. Nun vom Eingang zur UHG „eingefangen“

Da werden Erinnerungen wach. Ob die Verpflegungseinnahme während des Routinedienstes, das Essenfassen bei Einsatz- und Verlegeübungen oder die Zubereitung der Erbsensuppe für die NWZ-Weihnachtsaktion. Auch als Nicht-Koch: ich kannte jeden Winkel des Gebäudes.

In der Truppenküche (Geb 35). Essenausgabe im Unteroffizierspeisesaal

Wirtschaftsgebäude/Truppenküche. Ein Gebäudekomplex in dem man problemlos eine Kompanie „verstecken“ konnte.

Truppenküche. Der Eingang zum Speisesaal der Mannschaften

Während der Nato-Pause, die es offiziell nie gab, war hier kein Durchkommen.

Das Wirtschaftgebäude. Hier ging es ins „MannHeim“. Offiziell: Heimbetriebsgesellschaft. Viel geläufiger war der Begriff „Kantine“

Mit sensiblen Sensoren konnte man immer wieder neue (alte) „Zeitzeugen“ entdecken.

„Wunden“ aus dem II. WK. (Bomben-)Splitterschäden am Giebel des Gebäudes 31

Die Unterkunftsgebäude 29, 30 und 31 wurden 1936 errichtet. Nur ein „Adlerauge“ wird sie auf den Aufnahmen an ihrem äußeren Erscheinungsbild erkennen und unterscheiden können.

Geb 31 aus Blickrichtung des C-Clubs (Geb 99)
Geb 30
Geb 30
Im Unterkunftsgebäude Geb 29 verewigten sich zahlreiche Künstler an den Wänden im Erdgeschoss sowie in der 1. Etage
Geb 29. Sie waren äußerlich schwer zu unterscheiden: Geb 29, 30, 31

Soweit diese „TT-Edition“. -Ich habe mich sehr über die beiden Kommentare aus dem hohen Norden und vom Niederrhein gefreut. Vielen Dank an die beiden Ts!

November 2005

Irgendetwas, ich weiß nicht was, lässt mich mal wieder in alten Fotos „kramen“. – Im November 2005 stieg ich dem MMS (Munitions Montage Shelter, Geb 152) des Fliegerhorstes Oldenburg auf´s Dach und blickte in die Runde. Dort wo heute ein „digitaler“ Photovoltaikpark „rumsteht“, war es einmal richtig schön grün. Apropos „digital“. Damit spiele ich auf die derzeitigen Betriebszustände der Anlage an: „Funktioniert“ und „Funktioniert nicht“.

Im Hintergrund der Tower (Geb 21). Shelter 18 verdeckt den Blick auf die Zufahrt zum „Sierra-Bereich“

Zwischen 2004 und 2006 nahm ich mir hin und wieder die Zeit und fuhr mit meiner Koninklijke Gazelle aus Dieren in der Veluwe (gemeint ist mein „Hollandrad“) über das mehr als 300 ha große Areal an der Oldenburger Alexanderstraße.

„Gimme Shelter“. – Nicht die Rolling Stones, aber 30 Shelter (Flugzeugschutzbauten) gewährten den Jets Unterkunft auf der einstigen Alexanderheide

Und ich hatte dafür zum Ende der Ära Fliegerhorst nicht nur viel Raum, nein, auch dementsprechend Zeit zur Verfügung.

In der Bildmitte die Gebäude 143, 144 und (leicht verdeckt) dahinter Geb. 100. Das geschulte Auge erkennt im Hintergrund die Hallen 6 und 7 und erahnt das POL-Lager Geb 87

Mit meiner Sony Cypershot DSC P93 fing ich eigentlich alles ein, was mir vor das Objektiv kam.

Shelter 22. In dem Wäldchen im Hintergrund lagen Wach- und Munitionsgebäude inkl. eines Hundezwingers

An diesem Tag war es der Rundblick über den Flugbetriebsbereich.

MMS. Gebäude 152. Erbaut 1988. Mit 18 Jahren wurde es nicht nur volljährig, sondern auch aufgegeben

Und dabei will ich es für heute belassen. – Fast, denn es gibt noch den erwiderten Blick vom Tower zum MMS (April 2006) im Vergleich zur Aufnahme MMS/Tower.

Blick vom Tower in Richtung Geb 152 (MMS), das in der Bildmitte (links) hinter den beiden Sheltern 17 und 18 zu „vermuten“ ist

FlgH OL Geb 99

„Fliegerhorst Oldenburg, Gebäude 99“ – Eines von ehemals (mindestens) 222 Gebäuden inkl. einiger Bunkeranlagen und 30 Flugzeugschutzbauten auf dem ehemaligen Nato-Fliegerhorst Oldenburg an der Alexanderstraße. Warum es gerade die „99“ ist, die mir heute „in die Finger fällt“, ist reiner Zufall. Eigentlich suche ich etwas ganz anderes. – „Zufall ist vielleicht das Pseudonym Gottes, wenn er nicht unterschreiben will.“ – Anatole France.

Gebäude 99. 2004

Uih, uih, uih … „Pseudonym Gottes“, nun wird es theologisch. Ja, und das ist hinsichtlich des Gebäudes auch nicht ganz abwegig. Wurde es doch 1956, damals „regierte“ noch die Royal Air Force auf dem Fliegerhorst, erbaut. Und zwar als „Roman Catholic Church“.

Die Motive der runden Fenster in den Pendeltüren ließen noch auf die „Kirchengeschichte“ des Gebäudes schließen

„C-Club“ war seinerzeit die gängige Bezeichnung für Nr 99. Später wurde die „Halle“, so geführt im Liegenschaftsverzeichnis des späteren Bundeswehr-Fliegerhorstes, als Betreuungseinrichtung genutzt.

aus: „With Heart And Hand“. A Guide to Personal Prayer for the Modern Catholic

Und so wichen Gesang- und Gebetbücher der RAF (Royal Air Force) den Kleinanzeigen der deutschen Soldaten.

Zettel am „Schwarzen Brett“

Name und Tel.-Nr. des Honda-Verkäufers sind noch erkennbar und so konnte ich recherchieren, dass der CB 750 C Anbieter aller Wahrscheinlichkeit nach aus O. stammt und am 13. April 1980 in der St. Nicolai-Kirche in E. konfirmiert wurde.

Mai/Juni 1987: Helmut Kohl war Bundeskanzeler, Richard von Weizsäcker Bundespräsident und Ronald W. Reagan amerikanischer Präsident. (Letzteren haben die USA und „der Rest der Welt“ auch überlebt. – Wer ist D. Trump?)

Als ich 2004 in das Gebäude „eindrang“ stand hier bereits seit 1987 die Zeit still. – „You can´t beat the feeling“, stößt Du beim Stöbern auf Zeitzeugen.

Was diese beiden Tische wohl (er-)tragen mussten?

2010 besuchte ich noch einmal den damals längst geschlossenen Fliegerhorst und fand das geschichtsträchtige Gebäude 99 am Boden.

Einst Kirche und Betreuungseinrichtung: Gebäude 99

„Das eigentlich charakteristische dieser Welt ist ihre Vergänglichkeit.“ – Franz Kafka

Wandlung ist notwendig

… wie die Erneuerung der Blätter im Frühling. – Vincent van Gogh

Zwischen Kuhhornsweg und Stahlstraße/Kirchweg fangen die drei die ersten Sonnenstrahlen ein

„Nichts sehen, nichts hören und nichts sagen.“ Die berühmten drei Affen, die sich Mund, Augen und Ohren zu halten und auf ihre Art so meinungs- und interessenlos gelegentlich noch in einigen deutschen Wohnzimmern anzutreffen sind, hätten keine Chance im Wiefelsteder Wohnzimmer.

Am Dingsfelder Weg ließ sich das erste Zwitschern der Vögeln leider nicht fotografisch einfangen

Es ist weder zu übersehen, noch zu überhören und sollte daher auch nicht verschwiegen werden: es wird (Vor-)Frühling in usA (unserem schönen Ammerland).

Die Sonne traut sich in den „dunklen Wald“

Auch wenn er erst Ende Februar/Anfang März erwartet wird, der Vorfrühling macht sich so gaaanz heimlich bemerkbar.

Auch Luna „hört das Gras wachsen“

Schneeglöckchen, Haselnüsse und Weidenkätzchen blühen zwar noch nicht, aber die Sonne zeigt sich wieder.

Im Märzen der Bauer die …
Erste „Wachtürme“ werden aufgestellt, um den nahenden Vorfrühling rechtzeitig zu erspähen 😉
So sah es am „Wachturm“ und „drumherum“ noch am Vortag (26. Januar 2017) aus